San Giacomo Terme di Valdieri 200 km 9700 hm
Nach den Erfahrungen der Vortage entschliesse ich mich heute die Strasse zu nehmen, da der Abstieg vom Passo Fenestrele heftiger aussieht, als den Pferden gut tun würde. Wir durchqueren nach einigen Diskussionen mit dem Parkranger und einigen wohlmeinenden Italienern, ein Tunnel in 2000 m Höhe und steigen nach einer kurzen Rast am Rif Genua - es ist wunder schön an einem Stausee gelegen - auf den Passo de Porco hinauf. Der trägt seinen Namen wohl deshalb, weil der Weg einfach schweinisch ist. Wir klettern 5 Std lang durch rotes Geröll und haben dann den Serbentinenweg nach Termi vor uns. Unterwegs treffen wir wieder auf die zwei Franzosen, denen wir schon mehrfach begegnet sind. In Termi erklärt uns der Informations-Meister, dann nach einer Viertelstunde des Wartens: ja wir können oberhalb des Helikopterlandeplatzes übernachten. Er habe dies mit seinem Chef und dem Parkranger geklärt. Wir reservieren noch schnell einen Tisch in der Bar gegenüber der Info und verziehen uns das Tal hinauf. Inzwischen fängt es wieder an zu regnen und wir suchen die möglichste Stelle, um unseren beiden Helden Futter, Schutz und Zaun bieten zu können. Wir bauen unser Biwak auf verstauen unser Zeugs und kommen gerade rechtzeitig zur Abendmahlzeit wieder im Restaurant an. Dort treffen wir unsere Franzosen und stellen fest, dass das übrige Restaurant deutsch spricht. Nach einem guten italienischen Abendessen gehen wir mit einer Termoskanne Kaffee ins Biwak und versorgen meinen wundgelaufenen linken Fuss bevor wir uns bei strömendem Regen schlafen legen.
09.08.2007
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