Pragelato Villa Kinka
Heute ist Pause angesagt. Die Pferde stehen auf dem Auslauf eines Reitstalles und werden mit Kraftfutter und Heu vollgepumpt. Nach einigen Missverständnissen ist klar, dass wir bis morgen warten müssen, bis der Schmied kommt. Wir nehmen die Beschläge schon mal runter, und gehen Einkaufen. Nach einem Picknick am Fluss legen wir uns aufs Ohr und räumen unsere Sachen zusammen. Wir sind 455 km weit gekommen, haben im Schnitt 47.64 Leistungskilometer pro Tag erlaufen und sind dabei über 21227 Höhenmeter aufgestiegen. Wobei die Abstiege in der Regel heftiger und auch zeitraubender waren als die Aufstiege.
4.6 km/h im Schnitt waren wir 90 % der Zeit am führen. Die Pferde sind gesund. Bis auf kleine Kratzer, Schnitte und andere Blessuren ist alles Bestens, der Gurtdruck macht uns ein wenig Sorge. Domingo hat inzwischen gelernt, mit Flash Kopf an Schweif zu stehen, nach 18 Jahre, das erste Mal. Pat ist platt. Wir sitzen hier auf der Terrasse des Restaurants, nach einem weiteren reichhaltigen Abendessen. und geniessen die abendliche Kühle. Wobei Pat in ihre Windjacke gehüllt, das vielleicht anders sieht. Wir haben inzwischen über 1000 Bilder geschossen und werden diese zu einer Show verarbeiten. Wir werden es vermutlich nicht bis Schaffhausen schaffen, unser Ziel ist es die Schweizer Grenze zu erreichen. Es ist inzwischen 9.30 abends, und es ist Zeit schlafen zu gehen. Morgen werden wir nach dem Schmiedetermin nach Susa reiten und dann am Montag den Roccamelone mit 3000 m besteuiegen. Vielleicht schaffen wir auch mehr.
18.08.2007
17.08.2007
14. Tag - Freitag, 17.08.2007
Prali Pragelato
Der Wirt deckt uns mit Lebensmittel ein, und verzehrt vor meinen Augen, eine echte Banane, etwas was zu meiner Leibspeise gehört und ich seit vierzehn Tagen nicht mehr gesehen hatte. Anschliessend präsentiert er uns eine etwas zu stark gesalzenen Rechnung. Mais ce la vie. Wir führen nach Masello hinunter und sitzen dann auf, um bis nach Balsiglia hinauf zu reiten. Am Posto Tapa erklärt man uns, dass der Col der Piz 2610 m gut zu machen sei und wir reiten und führen unsere Pferde die 1100 HM den Saumpfad hinauf. Ein weites Tal eröffnet sich uns in 2500 m Höhe und an der rückwärtigen Kesselwand ziehen Schafe wie Perlen an einer Schnur knapp unter dem Grat von rechts nach links. Wir sitzen wieder auf und lassen die Pferde über die Weide hinauf gehen, bis wir uns von Domingo wieder die letzten 150 HM die Wand hoch ziehen lassen. Zwei Hirtenhunde kamen uns besichtigen und wurden von dem oben auf dem Kamm sitzenden Hirten wieder zurück gepfiffen. Es gibt weniger gut erzogene Hunde als diese.
Oben auf dem Kamm bot sich ein berauschender Blick tief in die französischen Alpen hinein und über das Val Susa hinweg. Unter uns glitzert Pragelato in der Sonne. Wir steigen ab und folgen der Fahrstrasse, nehmen hie und da eine Abkürzung dem Lauf der Skipiste folgend und müssen am Ende doch wieder Serpentinen runter wandern, bis wir am Talboden ankommen. Wir sind im Parco di Bosco di Salbertrand, und der Weg führt durch wunderschöne Arvenwälder. Auf einer Abkürzung treffen wir auf eine Kuh, die gerade gekalbt hatte, mit ihrem noch nassen Kalb und später haben Domingo und Flash mitten im hüfthohem Gras stehend, nichts besseres zu tun, als sich wälzen zu wollen. Wir reiten das Tal hinaus, umsäumt von grünen Bergen und gelangen nach Pragelato, wo wir unsere Halbzeitpause machen wollen. Wir versorgen die Pferde, beide kriegen eine Wäsche am Bach, Domingo und Flash haben etwas Gurtdruck, den wir behandeln und beide kriegen nach dem Heu 4 Schaufeln Kraftfutter. Wir selber gehen im Swimmingpool baden, Pat wäscht Socken und Wäsche und frischen unsere Bestände aus dem an diese Adresse geschickten Carepaket auf. Überflüssiges geht auf gleichem Weg wieder nach Hause. Das Abendessen ist a Diskretion, reichlich und sehr gut.
Der Wirt deckt uns mit Lebensmittel ein, und verzehrt vor meinen Augen, eine echte Banane, etwas was zu meiner Leibspeise gehört und ich seit vierzehn Tagen nicht mehr gesehen hatte. Anschliessend präsentiert er uns eine etwas zu stark gesalzenen Rechnung. Mais ce la vie. Wir führen nach Masello hinunter und sitzen dann auf, um bis nach Balsiglia hinauf zu reiten. Am Posto Tapa erklärt man uns, dass der Col der Piz 2610 m gut zu machen sei und wir reiten und führen unsere Pferde die 1100 HM den Saumpfad hinauf. Ein weites Tal eröffnet sich uns in 2500 m Höhe und an der rückwärtigen Kesselwand ziehen Schafe wie Perlen an einer Schnur knapp unter dem Grat von rechts nach links. Wir sitzen wieder auf und lassen die Pferde über die Weide hinauf gehen, bis wir uns von Domingo wieder die letzten 150 HM die Wand hoch ziehen lassen. Zwei Hirtenhunde kamen uns besichtigen und wurden von dem oben auf dem Kamm sitzenden Hirten wieder zurück gepfiffen. Es gibt weniger gut erzogene Hunde als diese.
Oben auf dem Kamm bot sich ein berauschender Blick tief in die französischen Alpen hinein und über das Val Susa hinweg. Unter uns glitzert Pragelato in der Sonne. Wir steigen ab und folgen der Fahrstrasse, nehmen hie und da eine Abkürzung dem Lauf der Skipiste folgend und müssen am Ende doch wieder Serpentinen runter wandern, bis wir am Talboden ankommen. Wir sind im Parco di Bosco di Salbertrand, und der Weg führt durch wunderschöne Arvenwälder. Auf einer Abkürzung treffen wir auf eine Kuh, die gerade gekalbt hatte, mit ihrem noch nassen Kalb und später haben Domingo und Flash mitten im hüfthohem Gras stehend, nichts besseres zu tun, als sich wälzen zu wollen. Wir reiten das Tal hinaus, umsäumt von grünen Bergen und gelangen nach Pragelato, wo wir unsere Halbzeitpause machen wollen. Wir versorgen die Pferde, beide kriegen eine Wäsche am Bach, Domingo und Flash haben etwas Gurtdruck, den wir behandeln und beide kriegen nach dem Heu 4 Schaufeln Kraftfutter. Wir selber gehen im Swimmingpool baden, Pat wäscht Socken und Wäsche und frischen unsere Bestände aus dem an diese Adresse geschickten Carepaket auf. Überflüssiges geht auf gleichem Weg wieder nach Hause. Das Abendessen ist a Diskretion, reichlich und sehr gut.
16.08.2007
13. Tag - Donnerstag, 16.08.2007
Villanova Prali
Am Morgen ist es klar, soi können wir die ganze Schönheit des Tales erkennen und auch sehen, wo wir runter geklettert sind. Zum Frühstück gibts mal wieder Thermoskaffee mit zu wenig Milch, wie Pat findet. Wir versorgen Flashes Wunde und satteln auf. Während der Nacht hat jemand in unserer Nähe einen ganzen Wald zersägt. Das der gleich im Nachbarstall logierte, wurde uns erst klar, als er ziemlich mürrisch die Türe öffnete, vor der unsere beiden Helden standen und gesattelt wurden als er in Richtung WC flüchtete. Sorry Nachbar. Wir ziehen Richtung Norden das Tal hinab, auf einer für unsere Ansprüche 4-spurigen Autobahn und geniessen es einfach einen Fuss vor den anderen setzen zu können. Wir umgehen Villanova auf dem Höhenweg, während der Himmel sich immer mehr zuzieht. Wir reiten den Fahrweg hinauf, eigentlich ginge der bis auf den Pass hinauf, unser erster errittener Pass, aber es soll nicht sein, der Fahrweg ist so steil, dass wir absitzen, und die Pferde führen. Es nieselt und ab und zu blässt ein kalter Wind Nebelschwaden aus dem Tal hinauf. Kaum sind wir über den Faure-Pass, scheint sich das Wetter eines Besseren zu besinnen. Und vor uns ein neuer Fahrweg, der uns in ein verlassenes Bergdorf hinauf bringt. Noch 400 Höhenmeter und wir sind oben auf dem zweiten Pass Col Giulian, wo uns ein italienische Pärchen begegnet. Sie bleiben hinter uns, als ich sie vor losgetretenen Steinen warne. Der Abstieg erfolgte über ausgetretene Kuhpfade. Nach einer Rast, wo es Gras gab, kommen wir auf die Teerstrasse, die uns nach Ghigo und Prali Villa führt. Ab Roderetto geht es reitend wieder 300 hm auf den C. de Fontane hinauf, um dann in endlosen Serpentinen wieder 300 m abzusteigen. Im Agritourismo La Miando kriegen wir Heu, eine kleebestandene Weide, Zimmer und ein Abendessen der piemontesischen Art. Vorspeise, gefüllte Tomate, dann. Fleure der Crouchette, (überbackene Zucciniblüten), dann Salat, Käse, Grünzeugs und Pilze, anschliessend Reis-Pilz-Kroketten und Leber sowie Lammhaxen mit Bratkartoffeln. Zum Abschluss. gibts Käse und Früchte sowie einen Farnenliqeur. Ein langer Tag geht zu Ende.
Am Morgen ist es klar, soi können wir die ganze Schönheit des Tales erkennen und auch sehen, wo wir runter geklettert sind. Zum Frühstück gibts mal wieder Thermoskaffee mit zu wenig Milch, wie Pat findet. Wir versorgen Flashes Wunde und satteln auf. Während der Nacht hat jemand in unserer Nähe einen ganzen Wald zersägt. Das der gleich im Nachbarstall logierte, wurde uns erst klar, als er ziemlich mürrisch die Türe öffnete, vor der unsere beiden Helden standen und gesattelt wurden als er in Richtung WC flüchtete. Sorry Nachbar. Wir ziehen Richtung Norden das Tal hinab, auf einer für unsere Ansprüche 4-spurigen Autobahn und geniessen es einfach einen Fuss vor den anderen setzen zu können. Wir umgehen Villanova auf dem Höhenweg, während der Himmel sich immer mehr zuzieht. Wir reiten den Fahrweg hinauf, eigentlich ginge der bis auf den Pass hinauf, unser erster errittener Pass, aber es soll nicht sein, der Fahrweg ist so steil, dass wir absitzen, und die Pferde führen. Es nieselt und ab und zu blässt ein kalter Wind Nebelschwaden aus dem Tal hinauf. Kaum sind wir über den Faure-Pass, scheint sich das Wetter eines Besseren zu besinnen. Und vor uns ein neuer Fahrweg, der uns in ein verlassenes Bergdorf hinauf bringt. Noch 400 Höhenmeter und wir sind oben auf dem zweiten Pass Col Giulian, wo uns ein italienische Pärchen begegnet. Sie bleiben hinter uns, als ich sie vor losgetretenen Steinen warne. Der Abstieg erfolgte über ausgetretene Kuhpfade. Nach einer Rast, wo es Gras gab, kommen wir auf die Teerstrasse, die uns nach Ghigo und Prali Villa führt. Ab Roderetto geht es reitend wieder 300 hm auf den C. de Fontane hinauf, um dann in endlosen Serpentinen wieder 300 m abzusteigen. Im Agritourismo La Miando kriegen wir Heu, eine kleebestandene Weide, Zimmer und ein Abendessen der piemontesischen Art. Vorspeise, gefüllte Tomate, dann. Fleure der Crouchette, (überbackene Zucciniblüten), dann Salat, Käse, Grünzeugs und Pilze, anschliessend Reis-Pilz-Kroketten und Leber sowie Lammhaxen mit Bratkartoffeln. Zum Abschluss. gibts Käse und Früchte sowie einen Farnenliqeur. Ein langer Tag geht zu Ende.
15.08.2007
12. Tag - Mittwoch, 15.08.2007
Maddalena Villanova
Das mit dem Kraftfutter hat nicht geklappt und das Heu haben unsere zwei Weissen liegen lassen. Es ist wirklich interessant. Die Frau schmeisst das gesamte Restaurant, kann mir aber nicht die Erlaubnis geben, einen Ballen Heu aus dem Schober 50 m weiter zu holen. Ich muss warten bis der Patrone da ist. Andere Länder andere Sitten.
Aber das Bett war gut und wenn ich nicht von Koliken geträumt, und kurz nach Mitternacht ein Dauerpfeifton uns geweckt hätte, könnte ich sagen, ich habe gut geschlafen. Aber so habe ich alle Elektrogeräte von der Dose gezogen, habe den Ventilator unterhalb des Fensters traktiert, habe die Haustür-Klingen alle gedrückt, und am Schluss war es der Hörer vom Haustelefon.
In der Frühe stellt Pat fest, dass sie eine Zerrung in der rechten Schulter und auch sonst einige Blessuren habe. Flash hat nach ihr getreten, als sie ihm eine Bremse totschlagen wollte und für den Rest ist Domingo verantwortlich.
Wir trabten dem See entlang zurück bis nach Castello und steigen dann auf zum Paso Gastaldi ganz in der Nähe vom schneebedeckten Mon Viso. Der Abstieg war heftig, wir setzten die mitgebrachten Gamaschen ein. Und im Talboden noch immer in 2400 m Höhe lassen wir die Pferde weiden und geniessen die Ruhe. Pat döst während ich hier über dem Blog sitze. Die Fliegen sind das einzige Geräusch, weit und breit. Wir haben den Mon Viso im Rücken und talwärts ist das Rif Mon Viso sichtbar. Hinter dem Rif geht's dann nochmals auf 2800 m hoch. Quer durch eine Schafherde hindurch zieht uns Domingo wieder hinauf. Der Abstieg obwohl vom Hüttenwart als nicht so schwer wie der letzte bezeichnet, hat es in sich und zuerst weigert sich Flash die Sache an zu gehen, dann holt er sich eine Schramme und wir montieren wieder die Gamaschen. Vor einem ein Meter hohen Felsabstieg und einer deshalb notwendigen Umgehung über Geröll bringt Domingo plötzlich klar zum Ausdruck, dass er jetzt die Schnauze voll habe, und da nicht mehr hinuntergehe. Also übernehme ich wieder die Spitze, wir umgehen den Fels und Pat und Domingo fechten es aus. Pat ist zu müde und Domingo gewinnt für dieses mal. Als nichts mehr geht, kommt Pat zu mir runter und lässt Domingo oberhalb des Felsens stehen. Dort bleibt er auch bis ich endlich hochgeklettert bin. Pat geht mit Flash weiter talwärts während ich Domingo die zwei Alternativen nochmal vorschlage. Beide schmecken ihm nicht. Also entscheide ich und führe ihn in den Geröllabstieg von dem wir dann knapp unterhalb des Felsens wieder auf den Weg kommen. Mein Druck und der entschwindende Flash haben ihm geholfen. Der Abstieg ins Tal ist ein Abstieg ins Ungewisse, denn der Nebel hüllt uns komplett ein, wir sehen gerade noch den Weg vor uns, nur ab und zu erhaschen wir einen kurzen Blick auf die Umgebung. Endlich nach einem See kommt das Rif, wo wir Informationen über den weiteren Weg einholen. Flash und Domingo werden gebührend bestaunt, Gebisslos, Kunststoff Zoggoli, alles scheint fremd zu sein. Ivan der Wirt empfiehlt uns ein Agritourismo auf der unten gelegenen Alp. Im Nebel steigen wir weiter ab und kommen auf die Alp, wo wir Quetschorgelmusik zu hören glauben. Später kommen wir zu ein paar Hütten. Quer über dem Weg ist ein grosses Plastiktuch gespannt und dort sitzt eine bunte Gruppe, isst und trinkt und macht Musik. Die Heiligen der Hirten wir heute gefeiert, eine Sau wurde geschlachtet und alle aus der Umgebung haben mitgefeiert. Wir verweilen eine Weile, eine Britin, seit 30 Jahren im Piemont, erzählt und fragt, während ihr Neffe auf Domingo sitzen darf. Flash begibt sich derweil ins Festzelt und grast zwischen zwei Bierbänken, wo Pat ihn unter den staunenden Augen der Gäste rückwärts wieder rausbugsiert. Etwas später, ich forciere etwas das Tempo, die Pferde führend, als unverhofft, das Schild Agritourismo auftaucht und wir von der vielleicht 20 jährigen Maria Angela auf englisch instruiert und zu unserem Quartier geführt werden. Der Chef lässt es sich nicht nehmen, den Zaun für uns aufzubauen und und Heu und Mangime (10 kg Kraftfutter) zu bringen. Wir schlafen in einem alten Kuhstall in dem 4 Betten und dutzendweise Kuhglocken (1. und und 2. Ränge) hingen. Es war eher rustikal, wir hatten sogar Licht. Das Abendessen bestand aus Kräuterapperitiv, Vorspeise Speck und Brot, Tomaten mit hausgemachter Majonaise, dann Frischkase aus eigener Produktion, gefolgt von Erbsensuppe mit selbstgemachten Croutons, anschliessend Hühnchen mit Karotten, Käse, Dessert und Kaffee den wir jedoch genau wie den Käse dankend ablehnten. Wir organisierten weiteres Kraftfutter für das Frühstück der Pferde, Kaffee für uns selber und legten uns pappsatt und todmüde schlafen.
Das mit dem Kraftfutter hat nicht geklappt und das Heu haben unsere zwei Weissen liegen lassen. Es ist wirklich interessant. Die Frau schmeisst das gesamte Restaurant, kann mir aber nicht die Erlaubnis geben, einen Ballen Heu aus dem Schober 50 m weiter zu holen. Ich muss warten bis der Patrone da ist. Andere Länder andere Sitten.
Aber das Bett war gut und wenn ich nicht von Koliken geträumt, und kurz nach Mitternacht ein Dauerpfeifton uns geweckt hätte, könnte ich sagen, ich habe gut geschlafen. Aber so habe ich alle Elektrogeräte von der Dose gezogen, habe den Ventilator unterhalb des Fensters traktiert, habe die Haustür-Klingen alle gedrückt, und am Schluss war es der Hörer vom Haustelefon.
In der Frühe stellt Pat fest, dass sie eine Zerrung in der rechten Schulter und auch sonst einige Blessuren habe. Flash hat nach ihr getreten, als sie ihm eine Bremse totschlagen wollte und für den Rest ist Domingo verantwortlich.
Wir trabten dem See entlang zurück bis nach Castello und steigen dann auf zum Paso Gastaldi ganz in der Nähe vom schneebedeckten Mon Viso. Der Abstieg war heftig, wir setzten die mitgebrachten Gamaschen ein. Und im Talboden noch immer in 2400 m Höhe lassen wir die Pferde weiden und geniessen die Ruhe. Pat döst während ich hier über dem Blog sitze. Die Fliegen sind das einzige Geräusch, weit und breit. Wir haben den Mon Viso im Rücken und talwärts ist das Rif Mon Viso sichtbar. Hinter dem Rif geht's dann nochmals auf 2800 m hoch. Quer durch eine Schafherde hindurch zieht uns Domingo wieder hinauf. Der Abstieg obwohl vom Hüttenwart als nicht so schwer wie der letzte bezeichnet, hat es in sich und zuerst weigert sich Flash die Sache an zu gehen, dann holt er sich eine Schramme und wir montieren wieder die Gamaschen. Vor einem ein Meter hohen Felsabstieg und einer deshalb notwendigen Umgehung über Geröll bringt Domingo plötzlich klar zum Ausdruck, dass er jetzt die Schnauze voll habe, und da nicht mehr hinuntergehe. Also übernehme ich wieder die Spitze, wir umgehen den Fels und Pat und Domingo fechten es aus. Pat ist zu müde und Domingo gewinnt für dieses mal. Als nichts mehr geht, kommt Pat zu mir runter und lässt Domingo oberhalb des Felsens stehen. Dort bleibt er auch bis ich endlich hochgeklettert bin. Pat geht mit Flash weiter talwärts während ich Domingo die zwei Alternativen nochmal vorschlage. Beide schmecken ihm nicht. Also entscheide ich und führe ihn in den Geröllabstieg von dem wir dann knapp unterhalb des Felsens wieder auf den Weg kommen. Mein Druck und der entschwindende Flash haben ihm geholfen. Der Abstieg ins Tal ist ein Abstieg ins Ungewisse, denn der Nebel hüllt uns komplett ein, wir sehen gerade noch den Weg vor uns, nur ab und zu erhaschen wir einen kurzen Blick auf die Umgebung. Endlich nach einem See kommt das Rif, wo wir Informationen über den weiteren Weg einholen. Flash und Domingo werden gebührend bestaunt, Gebisslos, Kunststoff Zoggoli, alles scheint fremd zu sein. Ivan der Wirt empfiehlt uns ein Agritourismo auf der unten gelegenen Alp. Im Nebel steigen wir weiter ab und kommen auf die Alp, wo wir Quetschorgelmusik zu hören glauben. Später kommen wir zu ein paar Hütten. Quer über dem Weg ist ein grosses Plastiktuch gespannt und dort sitzt eine bunte Gruppe, isst und trinkt und macht Musik. Die Heiligen der Hirten wir heute gefeiert, eine Sau wurde geschlachtet und alle aus der Umgebung haben mitgefeiert. Wir verweilen eine Weile, eine Britin, seit 30 Jahren im Piemont, erzählt und fragt, während ihr Neffe auf Domingo sitzen darf. Flash begibt sich derweil ins Festzelt und grast zwischen zwei Bierbänken, wo Pat ihn unter den staunenden Augen der Gäste rückwärts wieder rausbugsiert. Etwas später, ich forciere etwas das Tempo, die Pferde führend, als unverhofft, das Schild Agritourismo auftaucht und wir von der vielleicht 20 jährigen Maria Angela auf englisch instruiert und zu unserem Quartier geführt werden. Der Chef lässt es sich nicht nehmen, den Zaun für uns aufzubauen und und Heu und Mangime (10 kg Kraftfutter) zu bringen. Wir schlafen in einem alten Kuhstall in dem 4 Betten und dutzendweise Kuhglocken (1. und und 2. Ränge) hingen. Es war eher rustikal, wir hatten sogar Licht. Das Abendessen bestand aus Kräuterapperitiv, Vorspeise Speck und Brot, Tomaten mit hausgemachter Majonaise, dann Frischkase aus eigener Produktion, gefolgt von Erbsensuppe mit selbstgemachten Croutons, anschliessend Hühnchen mit Karotten, Käse, Dessert und Kaffee den wir jedoch genau wie den Käse dankend ablehnten. Wir organisierten weiteres Kraftfutter für das Frühstück der Pferde, Kaffee für uns selber und legten uns pappsatt und todmüde schlafen.
14.08.2007
11. Tag - Dienstag, 14.08.2007
Chiappera Castelfino Maddalena
Wir erhielten zwei Gänge vom Buffet, extra Sandwiches für den nächsten Tag und die Thermos gefüllt mit Kaffee. Der Tag verspricht schön zu werden, deshalb nehmen wir den Aufstieg zum 2800 m hoch gelegenen Pass erfrischt und gut erholt in Angriff. Die Pferde ziehen uns in gewohnter Manier den Berg, wie mobile Skilifte, hinauf, wo uns eine grandiose Aussicht auf den Mon Viso erwartet. Heute hat ausnahmsweise Pat eine Kolik und es geht ihr nicht so gut, wie sonst. Sie trinkt einen Likör, redet von heisser Milch mit Honig und unverhofft tauchen Wanderer auf, die uns Tee anbieten. Gott ist gut. Die Koliken der Pferde führe ich auf Herbstzeitlose zurück, die noch nicht erblüht, von den Pferden gefressen wurden. Denn später fanden wir die Wiesen voll erblühter Herbstzeitloser. Das ganze Gebiet Val Maira ist wunderschön, und während ich dies schreibe, machen wir unsere Mittagsrast in 2000 m Höhe. Die Pferde grasen frei auf 2 Hektar Weide und wir geniessen die Aussicht und unser Prochutto, Tomato, Fromagio Sandwich. Wir führen die Pferde auf einem gut ausgebautem Wanderweg wieder auf 1000 m hinab und kommen nach Bellino, als es wieder zuzieht und der Nebel die Berge einhüllt. Wir erreichen Castelfino und kaufen ein. Vollbepackt mit Lebensmittel für die nächsten Tage, reiten wir entlang dem Stausee nach Maddalena hoch, wo die Dame vom Posta Tapa mehr Sorge, um die Sauberkeit Ihrer Einfahrt, als Interresse uns Unterkunft zu gewähren hat. Sie verweisst uns auf ihre Nachbarin, die auch Pferde habe. Die etwas reservierte Wirtin taut dann soweit auf, als sie unsere Pferde sieht, dass wir Weide, Strom, Wasser und Heu bekommen. Nach Kraftfutter werde ich nach der Dusche ihren Gatten fragen. Der ist vielleicht etwas weniger gestresst.
Wir erhielten zwei Gänge vom Buffet, extra Sandwiches für den nächsten Tag und die Thermos gefüllt mit Kaffee. Der Tag verspricht schön zu werden, deshalb nehmen wir den Aufstieg zum 2800 m hoch gelegenen Pass erfrischt und gut erholt in Angriff. Die Pferde ziehen uns in gewohnter Manier den Berg, wie mobile Skilifte, hinauf, wo uns eine grandiose Aussicht auf den Mon Viso erwartet. Heute hat ausnahmsweise Pat eine Kolik und es geht ihr nicht so gut, wie sonst. Sie trinkt einen Likör, redet von heisser Milch mit Honig und unverhofft tauchen Wanderer auf, die uns Tee anbieten. Gott ist gut. Die Koliken der Pferde führe ich auf Herbstzeitlose zurück, die noch nicht erblüht, von den Pferden gefressen wurden. Denn später fanden wir die Wiesen voll erblühter Herbstzeitloser. Das ganze Gebiet Val Maira ist wunderschön, und während ich dies schreibe, machen wir unsere Mittagsrast in 2000 m Höhe. Die Pferde grasen frei auf 2 Hektar Weide und wir geniessen die Aussicht und unser Prochutto, Tomato, Fromagio Sandwich. Wir führen die Pferde auf einem gut ausgebautem Wanderweg wieder auf 1000 m hinab und kommen nach Bellino, als es wieder zuzieht und der Nebel die Berge einhüllt. Wir erreichen Castelfino und kaufen ein. Vollbepackt mit Lebensmittel für die nächsten Tage, reiten wir entlang dem Stausee nach Maddalena hoch, wo die Dame vom Posta Tapa mehr Sorge, um die Sauberkeit Ihrer Einfahrt, als Interresse uns Unterkunft zu gewähren hat. Sie verweisst uns auf ihre Nachbarin, die auch Pferde habe. Die etwas reservierte Wirtin taut dann soweit auf, als sie unsere Pferde sieht, dass wir Weide, Strom, Wasser und Heu bekommen. Nach Kraftfutter werde ich nach der Dusche ihren Gatten fragen. Der ist vielleicht etwas weniger gestresst.
13.08.2007
10. Tag - Montag, 13.08.2007
Acceglio Val Maira Chiappera.
Endlich nach 10 anstrengenden Tagen, können wir den Pferden eine Pause gönnen. Ein Zeltplatz Campieggio senza Frontieri hat einen Bachlauf, jene Menge Weidemöglichkeiten, einen Laden in der Nähe und ein Restaurant. Es gibt zwar ein Ufficio, aber da ist niemand da und unter den Telefonnummern nimmt keiner ab. Also gehen wir davon aus. dass es in Ordnung ist, wenn wir die Pferde an einer geeigneten Stelle grasen lassen, satteln ab und stellen die Zwei in den Bach. Sie pennen im Stehen und geniessen die Kühle des Wassers. Den Pferden kriechen irgendwelche Fliegen in den After, aber sonst sind keine Druckstellen oder grössere Verletzungen zu sehen. Einige kleine Schrammen, an Flashes Oberlippe fehlt ein Fingernagel grosses Stück. Wir stellen unseren Zaun und unser Zelt auf. Die Wäsche wird zum Trocknen aufgehängt und dann machen wir Siesta. Auch uns tut die Ruhe gut. Wir haben 320 km und 14500 HM geschafft. Inzwischen ist es kurz nach 18 Uhr. Wir haben geschlafen und sind zurück marschiert nach Chiappera. Das Posto Tapa im Base Campeggio behauptet ein Alimentari zu haben, dies besteht allerdings nur aus einem Weinlager, etwas Eiscreme und Getränken, die für 2 Euro pro Aludose abgegeben werden. Der Mitarbeiter ist nicht sehr freundlich. Deshalb ziehen wir obgleich es aus der Küche hervorragend duftet weiter. bis zur Bar Mario, wo heute abend eine Party stattfindet, es gibt Sanwiches und belegte Brote an einem Buffet und da wir auf der gegenüberliegenden Seite ein Pferd stehen sehen, fragen wir nach Kraftfutter und erhalten 15 kg Viehfutter. Perfekt. Wir sind am Eingang des Tales. Es hat wieder aufgeklärt und die Nacht verspricht wieder frisch zu werden. Wir werden einige Sandwiches extra mitnehmen, da wir keinen Alimentari gefunden haben, und wir nur noch ein paar Krackers und zwei Salamistücke haben. Während im Nachbarhaus irgend was per Hammer abgeschlagen wird, stellen die Wirtsleute 5 Lautsprecherboxen auf. Bin ja gespannt was dies werden wird.
Endlich nach 10 anstrengenden Tagen, können wir den Pferden eine Pause gönnen. Ein Zeltplatz Campieggio senza Frontieri hat einen Bachlauf, jene Menge Weidemöglichkeiten, einen Laden in der Nähe und ein Restaurant. Es gibt zwar ein Ufficio, aber da ist niemand da und unter den Telefonnummern nimmt keiner ab. Also gehen wir davon aus. dass es in Ordnung ist, wenn wir die Pferde an einer geeigneten Stelle grasen lassen, satteln ab und stellen die Zwei in den Bach. Sie pennen im Stehen und geniessen die Kühle des Wassers. Den Pferden kriechen irgendwelche Fliegen in den After, aber sonst sind keine Druckstellen oder grössere Verletzungen zu sehen. Einige kleine Schrammen, an Flashes Oberlippe fehlt ein Fingernagel grosses Stück. Wir stellen unseren Zaun und unser Zelt auf. Die Wäsche wird zum Trocknen aufgehängt und dann machen wir Siesta. Auch uns tut die Ruhe gut. Wir haben 320 km und 14500 HM geschafft. Inzwischen ist es kurz nach 18 Uhr. Wir haben geschlafen und sind zurück marschiert nach Chiappera. Das Posto Tapa im Base Campeggio behauptet ein Alimentari zu haben, dies besteht allerdings nur aus einem Weinlager, etwas Eiscreme und Getränken, die für 2 Euro pro Aludose abgegeben werden. Der Mitarbeiter ist nicht sehr freundlich. Deshalb ziehen wir obgleich es aus der Küche hervorragend duftet weiter. bis zur Bar Mario, wo heute abend eine Party stattfindet, es gibt Sanwiches und belegte Brote an einem Buffet und da wir auf der gegenüberliegenden Seite ein Pferd stehen sehen, fragen wir nach Kraftfutter und erhalten 15 kg Viehfutter. Perfekt. Wir sind am Eingang des Tales. Es hat wieder aufgeklärt und die Nacht verspricht wieder frisch zu werden. Wir werden einige Sandwiches extra mitnehmen, da wir keinen Alimentari gefunden haben, und wir nur noch ein paar Krackers und zwei Salamistücke haben. Während im Nachbarhaus irgend was per Hammer abgeschlagen wird, stellen die Wirtsleute 5 Lautsprecherboxen auf. Bin ja gespannt was dies werden wird.
12.08.2007
9.Tag - Sonntag, 12.08.2007
Pontebernardo Acceglio
Nach einem für unsere Verhältnisse reichhaltigen Frühstück führen und reiten wir die Teerstrasse hoch. Um das Tunnel zu umgehen, verlassen wir die Strasse und balancieren auf einem grossen Wasserrohr dem Tunnel entlang. Bald sind wir auf dem Weg zum Passo di Rocco Brancia hinauf. Es sind 1200 HM, die wir hinauf müssen und nach etwa 2 Std, stelle ich fest, dass Flash die genau gleichen Symptome aufweist, wie Domingo gestern. Führen, absatteln, Kügelchen, führen, nach 10 Min ist alles vorbei und Flash pennt im Stehen. Was oder warum ist uns ein Rätsel. Wir führen die Pferde auf den Pass hinauf. Vorneweg Domingo, dann Pat mit Flash und zum Schluss ich. Wiedermal ist die Karte ein Produkt der Phantasie und wir fragen einen italienischen Wanderer nach dem Weg. Bereitwillig gibt er Auskunft und 10 Min später sind wir auf dem Pass. Der Ausblick in den Talkessel ist fantastisch und eine alte Militärstrasse fuhrt den Pass hinunter. Wir erreichen den Gardetta Pass, wo wir über eine Stunde Mittagsrast machen. Die herrliche Aussicht geniessend, verzehren wir unser Salami Paprikabrot. Ein richtig schöner Weg führt ins Tal hinab. Unterwegs sehen wir 3 Pferdegruppen stehen, leider hat die Frau keinen Platz für die wohlverdiente Rast der Pferde. Sie versucht zu helfen, indem sie uns einen Platz weiter unten im Tal zuweist, aber da ist nicht genügend Gras. Also steigen wir auf und klettern den nächsten Pass hoch. Auf dem Col de Ciarbonet in 2200 m Höhe finden wir eine Alm, auf der wir die Pferde einzäunen und unser Nachtlager aufschlagen. Es ist zugig im Biwack, das eigentlich nur aus zwei Regenponchos besteht, die zusammengeknöpft auf zwei Fiberglassstangen stehend mit Zeltschnüren abgespannt wurden. Bald ist es dunkel und wir können die Bilder des Tages bestaunen.
Nach einem für unsere Verhältnisse reichhaltigen Frühstück führen und reiten wir die Teerstrasse hoch. Um das Tunnel zu umgehen, verlassen wir die Strasse und balancieren auf einem grossen Wasserrohr dem Tunnel entlang. Bald sind wir auf dem Weg zum Passo di Rocco Brancia hinauf. Es sind 1200 HM, die wir hinauf müssen und nach etwa 2 Std, stelle ich fest, dass Flash die genau gleichen Symptome aufweist, wie Domingo gestern. Führen, absatteln, Kügelchen, führen, nach 10 Min ist alles vorbei und Flash pennt im Stehen. Was oder warum ist uns ein Rätsel. Wir führen die Pferde auf den Pass hinauf. Vorneweg Domingo, dann Pat mit Flash und zum Schluss ich. Wiedermal ist die Karte ein Produkt der Phantasie und wir fragen einen italienischen Wanderer nach dem Weg. Bereitwillig gibt er Auskunft und 10 Min später sind wir auf dem Pass. Der Ausblick in den Talkessel ist fantastisch und eine alte Militärstrasse fuhrt den Pass hinunter. Wir erreichen den Gardetta Pass, wo wir über eine Stunde Mittagsrast machen. Die herrliche Aussicht geniessend, verzehren wir unser Salami Paprikabrot. Ein richtig schöner Weg führt ins Tal hinab. Unterwegs sehen wir 3 Pferdegruppen stehen, leider hat die Frau keinen Platz für die wohlverdiente Rast der Pferde. Sie versucht zu helfen, indem sie uns einen Platz weiter unten im Tal zuweist, aber da ist nicht genügend Gras. Also steigen wir auf und klettern den nächsten Pass hoch. Auf dem Col de Ciarbonet in 2200 m Höhe finden wir eine Alm, auf der wir die Pferde einzäunen und unser Nachtlager aufschlagen. Es ist zugig im Biwack, das eigentlich nur aus zwei Regenponchos besteht, die zusammengeknöpft auf zwei Fiberglassstangen stehend mit Zeltschnüren abgespannt wurden. Bald ist es dunkel und wir können die Bilder des Tages bestaunen.
11.08.2007
8.Tag - Samstag, 11.08.2007
Santa Anna di Valdieri Pontebernardo
Die Nacht ist frisch und klar. Um 5 bin ich wach und warte bis es hell wird. Die Pferde sind die ganze Nacht unruhig gewesen, auch ihnen war vermutlich kalt. Um 7 kredenzte uns der Besitzer noch einen hallowach Kaffee. Wir satteln auf und Domingo bleibt am Torpfosten hängen. Nach der Reparatur der Satteltaschen, ziehen wir der Bergflanke entlang, Richtung Passo Bravaria. Nach einer Stunde will sich Domingo plötzlich hinlegen. Er ist tropfnass. Pat tippt sofort auf Kolik und zusammen sattel wir Domingo ab und geben ihm von Pats berühmten Kügelchen. Pat führt ihn den Bergweg rauf und runter. Nach 10 Min kriegt er noch ne Portion und langsam beruhigt sich die Lage. Sein Atem geht ruhiger, die Nüstern sind nicht mehr gebläht und er trocknet langsam ab. Wir laden die Satteltaschen auf Flash um, und führen Domingo die letzten paar 100 HM den Pass hinauf. Um 11.30 sind wir in Bagni di Vinadio und Pat kauft ein, während ich nach Kraftfutter fahnde. Nur 5 Min oberhalb dem Laden verkauft uns ein Bauer Kraftfutter für Kühe. Um Domingo zu schonen, gehen wir nicht nochmal über einen Pass, sondern folgen der Strasse bis nach Pontebernardo. Dort werden wir vom Chef des Posto Tapa freundlich empfangen. Er organisiert eine Weide für die Pferde, Heu, Wasser und wir kriegen unsere Wäsche gewaschen und ein delikates piemontinisches Abendessen serviert. An unserem Tisch sitzt ein Franzose, der uns versichert, dass die Wege sicher besser werden. Müde und satt fallen wir in die Matratzen des Mehrbettzimmers. Diese sind irgenwie nicht gerade, auf jeden Fall kämpfen wir beide jeweils auf unseren Matratzen darum, nicht aus den Betten zu fallen.
Die Nacht ist frisch und klar. Um 5 bin ich wach und warte bis es hell wird. Die Pferde sind die ganze Nacht unruhig gewesen, auch ihnen war vermutlich kalt. Um 7 kredenzte uns der Besitzer noch einen hallowach Kaffee. Wir satteln auf und Domingo bleibt am Torpfosten hängen. Nach der Reparatur der Satteltaschen, ziehen wir der Bergflanke entlang, Richtung Passo Bravaria. Nach einer Stunde will sich Domingo plötzlich hinlegen. Er ist tropfnass. Pat tippt sofort auf Kolik und zusammen sattel wir Domingo ab und geben ihm von Pats berühmten Kügelchen. Pat führt ihn den Bergweg rauf und runter. Nach 10 Min kriegt er noch ne Portion und langsam beruhigt sich die Lage. Sein Atem geht ruhiger, die Nüstern sind nicht mehr gebläht und er trocknet langsam ab. Wir laden die Satteltaschen auf Flash um, und führen Domingo die letzten paar 100 HM den Pass hinauf. Um 11.30 sind wir in Bagni di Vinadio und Pat kauft ein, während ich nach Kraftfutter fahnde. Nur 5 Min oberhalb dem Laden verkauft uns ein Bauer Kraftfutter für Kühe. Um Domingo zu schonen, gehen wir nicht nochmal über einen Pass, sondern folgen der Strasse bis nach Pontebernardo. Dort werden wir vom Chef des Posto Tapa freundlich empfangen. Er organisiert eine Weide für die Pferde, Heu, Wasser und wir kriegen unsere Wäsche gewaschen und ein delikates piemontinisches Abendessen serviert. An unserem Tisch sitzt ein Franzose, der uns versichert, dass die Wege sicher besser werden. Müde und satt fallen wir in die Matratzen des Mehrbettzimmers. Diese sind irgenwie nicht gerade, auf jeden Fall kämpfen wir beide jeweils auf unseren Matratzen darum, nicht aus den Betten zu fallen.
10.08.2007
7. Tag - Freitag, 10.08.2007
Termi di Valdieri Santa Anna
Heute hätte eigentlich ein Rasttag sein sollen. Aber die einzigen, die ihn wirklich genossen hätten, wären wir gewesen. Termi di Valdieri ist eine Touristenstation, besser als Limonetto, aber für die Pferde nicht geeignet. Es gibt nur felsige Buschlandschaft und kaum Gras. Flash beisst sich offensichtlich ein Stück Lippe ab, beim Versuch statt Steine etwas Gras zu beissen.
Wir brechen zeitig auf und reiten einen alten Militärpfad hinauf. Der Weg ist nach wie vor sehr steinig und für die Pferde nur schwer zu gehen. Bald erreichen wir eine Militäranlage mit gutem Gras rundum, hier lassen wir sie nachholen, was sie in der Nacht versäumt haben. Ich wechsle in meine Cowboyboots zurück und meine Füsse erhohlen sich langsam. Die letztjährigen Schuhe sind für das Gelände zu weich. Meine Füsse sind wundgelaufen und schmerzen. An Millitär-anlagen aus dem ersten Weltkrieg vorbei, klettern wir auf den Paso di Drues hinauf. Wir sehen auf Isola hinunter, 2000 haben hier Teil der olympischen Winterspiele stattgefunden. Auf der Höhe der Bergstation der Skilifte, sehe ich drei Pferde im Tal stehen. Wir klettern hinunter, der einzig sichtbare Pfad führt geradewegs über die Weide und durch eine Sumpfwiese: Irgendwann dämmert mir, dass ich es hier nicht mit friedlichen pferdischen Zeitgenossen zu tun habe, sondern mit ausgewachsenen Kaltbluthengsten, gegen die mein Flash wie ein zierliches Püppchen ausschaute. Schnaubend und wiehernd rannte der Braune auf uns zu, während wir quer durch die Sumpfwiese über Bachläufe springend das Weite suchten. Als der Hengst schon fast auf Flash drauf war, riss ihn sein etwa 50 m langes Seil endlich zurück. Die anderen zwei Hengste hatten dem Schauspiel schnaubend und wiehernd zugeschaut und zerrten an ihren Seilen, um ein Stück der Aktion abzukriegen. Zum Glück waren beide ausser Reichweite. Inzwischen war Pat von Domingo im Sumpf versenkt worden und während ich endlich ausser Reichweite von beiden Hengsten war, kehrte der Braune um und rannte hinter Domingo und Pat her, die den Berg hinauf flüchtete, bis auch sie ausser Reichweite war. Als ich noch versuchte ihr aus sicherer Distanz Anweisungen zu geben, wie sie am besten an dem Hengst vorbei käme, erklärte sie kategorisch: hier ist alles Sumpf, ich kann da nicht runter. In so einem Moment schiesst einem alles Mögliche durch den Kopf, oft nicht viel Brauchbares. Ich entschied mich Flash sicher anzubinden, meine Rope zu nehmen und den Hengst kurz anzubinden, damit Pat sicher an ihm vorbei kommen konnte. Unter beständigem Wiehern dreier Hengste und zweier Walache, ziehe ich den Kaltblüter zu mir her, wickle den langen Strick um den Baumstumpf an dem er angebunden ist, verknote diesen und bringe meine Finger in Sicherheit bevor der Hengst wieder vom gespannten Seil zurück gerissen wird. Das Spiel wiederholt sich noch ein paar mal, bevor er so kurz gebunden ist, das Pat dran vorbei kann. Jetzt nur noch durch den Sumpf über den Bach und ausser Reichweite des zweiten Hengstes hinauf zu Flash. Sie beruhigt die beiden Pferde, während ich dem Hengst wieder etwas Leine gebe. Wir suchen nach den GTA Markierungen, die wohl 2000 verschütt gegangen sind und ärgern uns mal wieder über die miesen Karten. Wir finden die Geröllhalde wieder, die als Weg deklariert ist und klettern dem Berg entlang, bis wir am Paso Lombardia auf die geteerte Strasse stossen. Dort steht ein Kiosk der Nahrung und gekühlte Flüssigkeit verspricht. Wie gewohnt werden unsere Pferde begutachtet und es stellt sich heraus, dass wir den Besitzer der drei Hengste vor uns haben. Er findet unsere Geschichte lustig und spendiert uns eine Runde Weisswein. Er erklärt, wo wir vielleicht unterkommen könnten und zeigt uns den Weg. Wir versuchen beim genannten Hof unterzukommen, aber die Dame hat mehr Haare auf den Zähnen als Gastfreundschaft im Herzen und wir ziehen weiter zum Wallfahrtsort Santa Anna di Valdieri, wo uns die Schwestern eine Weide bei Freunden des Hauses für die Pferde, eine Dusche plus Abendessen besorgen. Heute spendieren die Besitzer der Weide einen Likör, den wir mit zwei Stunden Verspätung auf Christine und den überlebten Tag trinken. Wir schlafen neben den Pferden auf der Weide unter kristallklarem Sternenhimmel. Die Schutzengel hatten heute alle Hände voll zu tun.
Heute hätte eigentlich ein Rasttag sein sollen. Aber die einzigen, die ihn wirklich genossen hätten, wären wir gewesen. Termi di Valdieri ist eine Touristenstation, besser als Limonetto, aber für die Pferde nicht geeignet. Es gibt nur felsige Buschlandschaft und kaum Gras. Flash beisst sich offensichtlich ein Stück Lippe ab, beim Versuch statt Steine etwas Gras zu beissen.
Wir brechen zeitig auf und reiten einen alten Militärpfad hinauf. Der Weg ist nach wie vor sehr steinig und für die Pferde nur schwer zu gehen. Bald erreichen wir eine Militäranlage mit gutem Gras rundum, hier lassen wir sie nachholen, was sie in der Nacht versäumt haben. Ich wechsle in meine Cowboyboots zurück und meine Füsse erhohlen sich langsam. Die letztjährigen Schuhe sind für das Gelände zu weich. Meine Füsse sind wundgelaufen und schmerzen. An Millitär-anlagen aus dem ersten Weltkrieg vorbei, klettern wir auf den Paso di Drues hinauf. Wir sehen auf Isola hinunter, 2000 haben hier Teil der olympischen Winterspiele stattgefunden. Auf der Höhe der Bergstation der Skilifte, sehe ich drei Pferde im Tal stehen. Wir klettern hinunter, der einzig sichtbare Pfad führt geradewegs über die Weide und durch eine Sumpfwiese: Irgendwann dämmert mir, dass ich es hier nicht mit friedlichen pferdischen Zeitgenossen zu tun habe, sondern mit ausgewachsenen Kaltbluthengsten, gegen die mein Flash wie ein zierliches Püppchen ausschaute. Schnaubend und wiehernd rannte der Braune auf uns zu, während wir quer durch die Sumpfwiese über Bachläufe springend das Weite suchten. Als der Hengst schon fast auf Flash drauf war, riss ihn sein etwa 50 m langes Seil endlich zurück. Die anderen zwei Hengste hatten dem Schauspiel schnaubend und wiehernd zugeschaut und zerrten an ihren Seilen, um ein Stück der Aktion abzukriegen. Zum Glück waren beide ausser Reichweite. Inzwischen war Pat von Domingo im Sumpf versenkt worden und während ich endlich ausser Reichweite von beiden Hengsten war, kehrte der Braune um und rannte hinter Domingo und Pat her, die den Berg hinauf flüchtete, bis auch sie ausser Reichweite war. Als ich noch versuchte ihr aus sicherer Distanz Anweisungen zu geben, wie sie am besten an dem Hengst vorbei käme, erklärte sie kategorisch: hier ist alles Sumpf, ich kann da nicht runter. In so einem Moment schiesst einem alles Mögliche durch den Kopf, oft nicht viel Brauchbares. Ich entschied mich Flash sicher anzubinden, meine Rope zu nehmen und den Hengst kurz anzubinden, damit Pat sicher an ihm vorbei kommen konnte. Unter beständigem Wiehern dreier Hengste und zweier Walache, ziehe ich den Kaltblüter zu mir her, wickle den langen Strick um den Baumstumpf an dem er angebunden ist, verknote diesen und bringe meine Finger in Sicherheit bevor der Hengst wieder vom gespannten Seil zurück gerissen wird. Das Spiel wiederholt sich noch ein paar mal, bevor er so kurz gebunden ist, das Pat dran vorbei kann. Jetzt nur noch durch den Sumpf über den Bach und ausser Reichweite des zweiten Hengstes hinauf zu Flash. Sie beruhigt die beiden Pferde, während ich dem Hengst wieder etwas Leine gebe. Wir suchen nach den GTA Markierungen, die wohl 2000 verschütt gegangen sind und ärgern uns mal wieder über die miesen Karten. Wir finden die Geröllhalde wieder, die als Weg deklariert ist und klettern dem Berg entlang, bis wir am Paso Lombardia auf die geteerte Strasse stossen. Dort steht ein Kiosk der Nahrung und gekühlte Flüssigkeit verspricht. Wie gewohnt werden unsere Pferde begutachtet und es stellt sich heraus, dass wir den Besitzer der drei Hengste vor uns haben. Er findet unsere Geschichte lustig und spendiert uns eine Runde Weisswein. Er erklärt, wo wir vielleicht unterkommen könnten und zeigt uns den Weg. Wir versuchen beim genannten Hof unterzukommen, aber die Dame hat mehr Haare auf den Zähnen als Gastfreundschaft im Herzen und wir ziehen weiter zum Wallfahrtsort Santa Anna di Valdieri, wo uns die Schwestern eine Weide bei Freunden des Hauses für die Pferde, eine Dusche plus Abendessen besorgen. Heute spendieren die Besitzer der Weide einen Likör, den wir mit zwei Stunden Verspätung auf Christine und den überlebten Tag trinken. Wir schlafen neben den Pferden auf der Weide unter kristallklarem Sternenhimmel. Die Schutzengel hatten heute alle Hände voll zu tun.
09.08.2007
6. Tag - Donnerstag, 09.08.2007
San Giacomo Terme di Valdieri 200 km 9700 hm
Nach den Erfahrungen der Vortage entschliesse ich mich heute die Strasse zu nehmen, da der Abstieg vom Passo Fenestrele heftiger aussieht, als den Pferden gut tun würde. Wir durchqueren nach einigen Diskussionen mit dem Parkranger und einigen wohlmeinenden Italienern, ein Tunnel in 2000 m Höhe und steigen nach einer kurzen Rast am Rif Genua - es ist wunder schön an einem Stausee gelegen - auf den Passo de Porco hinauf. Der trägt seinen Namen wohl deshalb, weil der Weg einfach schweinisch ist. Wir klettern 5 Std lang durch rotes Geröll und haben dann den Serbentinenweg nach Termi vor uns. Unterwegs treffen wir wieder auf die zwei Franzosen, denen wir schon mehrfach begegnet sind. In Termi erklärt uns der Informations-Meister, dann nach einer Viertelstunde des Wartens: ja wir können oberhalb des Helikopterlandeplatzes übernachten. Er habe dies mit seinem Chef und dem Parkranger geklärt. Wir reservieren noch schnell einen Tisch in der Bar gegenüber der Info und verziehen uns das Tal hinauf. Inzwischen fängt es wieder an zu regnen und wir suchen die möglichste Stelle, um unseren beiden Helden Futter, Schutz und Zaun bieten zu können. Wir bauen unser Biwak auf verstauen unser Zeugs und kommen gerade rechtzeitig zur Abendmahlzeit wieder im Restaurant an. Dort treffen wir unsere Franzosen und stellen fest, dass das übrige Restaurant deutsch spricht. Nach einem guten italienischen Abendessen gehen wir mit einer Termoskanne Kaffee ins Biwak und versorgen meinen wundgelaufenen linken Fuss bevor wir uns bei strömendem Regen schlafen legen.
Nach den Erfahrungen der Vortage entschliesse ich mich heute die Strasse zu nehmen, da der Abstieg vom Passo Fenestrele heftiger aussieht, als den Pferden gut tun würde. Wir durchqueren nach einigen Diskussionen mit dem Parkranger und einigen wohlmeinenden Italienern, ein Tunnel in 2000 m Höhe und steigen nach einer kurzen Rast am Rif Genua - es ist wunder schön an einem Stausee gelegen - auf den Passo de Porco hinauf. Der trägt seinen Namen wohl deshalb, weil der Weg einfach schweinisch ist. Wir klettern 5 Std lang durch rotes Geröll und haben dann den Serbentinenweg nach Termi vor uns. Unterwegs treffen wir wieder auf die zwei Franzosen, denen wir schon mehrfach begegnet sind. In Termi erklärt uns der Informations-Meister, dann nach einer Viertelstunde des Wartens: ja wir können oberhalb des Helikopterlandeplatzes übernachten. Er habe dies mit seinem Chef und dem Parkranger geklärt. Wir reservieren noch schnell einen Tisch in der Bar gegenüber der Info und verziehen uns das Tal hinauf. Inzwischen fängt es wieder an zu regnen und wir suchen die möglichste Stelle, um unseren beiden Helden Futter, Schutz und Zaun bieten zu können. Wir bauen unser Biwak auf verstauen unser Zeugs und kommen gerade rechtzeitig zur Abendmahlzeit wieder im Restaurant an. Dort treffen wir unsere Franzosen und stellen fest, dass das übrige Restaurant deutsch spricht. Nach einem guten italienischen Abendessen gehen wir mit einer Termoskanne Kaffee ins Biwak und versorgen meinen wundgelaufenen linken Fuss bevor wir uns bei strömendem Regen schlafen legen.
08.08.2007
5. Tag - Mittwoch, 08.08.2007
Panafre Trinita San Giacomo. Wir sind 150 km weit gekommen und haben 6000 hm geschafft. Den Pferden bekommt die Polenta Kraftfutter Mischung und wir schlafen aus. Bis um 6 Uhr. Gefrühstückt wird Frischkäse und Joghurt und Eiskaffee. Kalte Milch mit Kaffeepulver. Wir klettern zum Val Gabrella hinauf und über die Costa Peanard wieder nach Trinita hinunter. Oben auf dem Kamm werden wir von dichtem Nebel umhüllt. Später als es wieder klarer wird, entpuppt sich der Abstieg als nicht ganz einfach. Einige Male müssen wir die Pferde entscheiden lassen, wie sie runter oder über die trockene Ravine kommen wollen. Ein paar Adrealinschübe weiter erreichen wir den befestigten Weg. Oberhalb vom Dorf wollen wir die Pferde grasen lassen. Aber die Pferde wollen nicht. Es fängt an zu regnen, ein Gewitter zieht auf. Wir ziehen Regensachen an und kommen nach Trinitat. Während wir Mittagessen und die Pferde unter dem Dach der Kutschenhaltestelle bei der Kirche dösen, öffnet der Himmel seine Schleusen.
Wir kaufen Brot und eine richtig gute 25.000er Karte. Anschliessend traben wir nach Entraque, um am Automaten Geld zu ziehen und etwas einzukaufen und weiter geht es nach San Giacomo. Wir dürfen die Pferde im Picnic-Platz einzäunen und der Chef des Camping besorgt uns Heu und wir essen zusammen mit ihm und seiner Freundin und einer Gruppe Holländern Abendbrot. Es wird spät. Wie wir in das zur verfügung gestellte Zelt kriechen, sehe ich eine Maus. Ich gebe Pat Bescheid, die meint nur, ich hätte zu viel Wein gehabt, bis das possierliche Tierchen ihr über die Füsse krabbelt. Nach der erfolgreichen Vertreibung des Nagers schlafen wir gut und lang.
Wir kaufen Brot und eine richtig gute 25.000er Karte. Anschliessend traben wir nach Entraque, um am Automaten Geld zu ziehen und etwas einzukaufen und weiter geht es nach San Giacomo. Wir dürfen die Pferde im Picnic-Platz einzäunen und der Chef des Camping besorgt uns Heu und wir essen zusammen mit ihm und seiner Freundin und einer Gruppe Holländern Abendbrot. Es wird spät. Wie wir in das zur verfügung gestellte Zelt kriechen, sehe ich eine Maus. Ich gebe Pat Bescheid, die meint nur, ich hätte zu viel Wein gehabt, bis das possierliche Tierchen ihr über die Füsse krabbelt. Nach der erfolgreichen Vertreibung des Nagers schlafen wir gut und lang.
07.08.2007
4. Tag - Dienstag, 07.08.207
Es regnet während der Nacht und unsere primitives Biwak kommt zum ersten mal zum Einsatz. Wir bleiben einigermassen trocken. Pat hat heute keine Mühe bei Mondenschein die Sachen zu packen, sie will dem Bauern nicht noch mal auf seiner Wiese begegnen. Wir reiten später an ihm vorbei, er würdigt uns keines Blickes.
Wir steigen auf zum Coll Mien in 2378m Höhe. Domingo führt unseren Zug den schmalen Pfad hinauf. Pat an seinem Schweif mit Flashes Zügel in der Hand. Ich hänge an Flashes Hinterteil. Es wird etwas felsig und ich bewundere Pats Mut hier Domingo zu vertrauen. Oben angekommen ist die Plattform etwa 4 qm gross, bevor es beidseitig ziemlich steil abfällt. Ich schaue mir den Abstieg auf der anderen Seite an und bitte Pad sich die Sache anzusehen. Schon die Art wie Pat auf Händen und Füssen da runter klettert, lassen in mir Zweifel aufkommen. Pat klettert wieder hoch und sagt: keine Chance. Also kehren wir um und klettern die 400 hm wieder hinunter an den Übernachrungsort zurück. Von dort aus wählen wir eine andere Route, um nach Panafre zu gelangen. Zwei Dinge werden mir langsam klar. Die Karten sind keine CH-Topokarten, und Weg-Markierungen abseits der GTA sind kaum existent. Das wird noch spannend werden. Wir erreichen Panafre und sehen mit Freude einen richtig neuen grossen Bauernhof. Wir sind kaum dort werden wir vom Bauern auch schon freundlich begrüsst und er löst alle unsere Probleme mit einem Streich. Nein es gibt kein Posto Tapa, auch das Restaurant ist zu und einen Alimentari gibt es auch nicht. Sonst noch Fragen? Ja, Heu habe er, auch eine Weide, auch Kraftfutter für Kühe, ja, wir können bei ihm im Heu schlafen, Wasser, Strom und Milch kriegen wir auch und eine Waschgelegenheit und WC hat's auch. Er zeigt uns wo wir die Sättel verräumen können, führt uns zur Weide und zeigt uns wo wir die Pferde waschen können. Traumland Palanfre. Wir kaufen Joghurt und Käse in der Hofmolkerei und als Zugabe schenkt uns der zukünftige Wirt des geschlossenen Posto Tapa 4 Dosengetränke und fährt uns zum 9 km entfernten Restaurant. Dort essen wir das erste Mal in 4 Tagen eine warme Mahlzeit und um 22 Uhr fährt uns die Wirtin wieder nach Panafre zurück.. Wir schlafen im frisch duftenden Heu und die Pferde essen sich an dem Heu und Kuhkraftfutter satt. Die Welt ist in Ordnung.
Wir steigen auf zum Coll Mien in 2378m Höhe. Domingo führt unseren Zug den schmalen Pfad hinauf. Pat an seinem Schweif mit Flashes Zügel in der Hand. Ich hänge an Flashes Hinterteil. Es wird etwas felsig und ich bewundere Pats Mut hier Domingo zu vertrauen. Oben angekommen ist die Plattform etwa 4 qm gross, bevor es beidseitig ziemlich steil abfällt. Ich schaue mir den Abstieg auf der anderen Seite an und bitte Pad sich die Sache anzusehen. Schon die Art wie Pat auf Händen und Füssen da runter klettert, lassen in mir Zweifel aufkommen. Pat klettert wieder hoch und sagt: keine Chance. Also kehren wir um und klettern die 400 hm wieder hinunter an den Übernachrungsort zurück. Von dort aus wählen wir eine andere Route, um nach Panafre zu gelangen. Zwei Dinge werden mir langsam klar. Die Karten sind keine CH-Topokarten, und Weg-Markierungen abseits der GTA sind kaum existent. Das wird noch spannend werden. Wir erreichen Panafre und sehen mit Freude einen richtig neuen grossen Bauernhof. Wir sind kaum dort werden wir vom Bauern auch schon freundlich begrüsst und er löst alle unsere Probleme mit einem Streich. Nein es gibt kein Posto Tapa, auch das Restaurant ist zu und einen Alimentari gibt es auch nicht. Sonst noch Fragen? Ja, Heu habe er, auch eine Weide, auch Kraftfutter für Kühe, ja, wir können bei ihm im Heu schlafen, Wasser, Strom und Milch kriegen wir auch und eine Waschgelegenheit und WC hat's auch. Er zeigt uns wo wir die Sättel verräumen können, führt uns zur Weide und zeigt uns wo wir die Pferde waschen können. Traumland Palanfre. Wir kaufen Joghurt und Käse in der Hofmolkerei und als Zugabe schenkt uns der zukünftige Wirt des geschlossenen Posto Tapa 4 Dosengetränke und fährt uns zum 9 km entfernten Restaurant. Dort essen wir das erste Mal in 4 Tagen eine warme Mahlzeit und um 22 Uhr fährt uns die Wirtin wieder nach Panafre zurück.. Wir schlafen im frisch duftenden Heu und die Pferde essen sich an dem Heu und Kuhkraftfutter satt. Die Welt ist in Ordnung.
06.08.2007
3. Tag - Montag, 06.08.2007 Es gibt zwei Sorten von Menschen
Passo Baseral (Monte Tamarello) Limonetto
Während ich dies schreibe sitzen wir 2 Tage später gerade auf der Crete des Col Arpiole im tiefsten Piemont. Die Wege kennen hier nur zwei Richtungen, rauf oder runter. Heute war es vorwiegend rauf. Wir machen Pause und lassen die Pferde das duftende Alpenheu grasen. Aber zurück zum Anfang. Die Nacht unter den Sternen war frisch und feucht. Deshalb war es kein Problem, um 5 die Sachen zu packen und zum Brunnen runter zu gehen. Dort wartete der Pastore (Hirte) auf uns. Er selbst ist erst früh morgens von einer Fiesta zurück gekommen und hat uns erst in der Morgendämmerung entdeckt. Er anerbot uns Kaffee und Frühstück, dazu rannte er eigens zum Stall hoch, um Milch zu holen, Herrlich: richtig guter italienischer Kaffee.

Da wir von der Staubstrasse des Vortages genug hatten, entschieden wir uns, wieder auf den Kamm hoch zu gehen. Der Aufstieg gleich hinter unserem Rastplatz schien machbar, so stiegen wir einfach über den Grassteig nach oben. Nachdem den Pferden klar wurde, wohin es ging, stiegen sie weitgehend selbständig hinauf, ich benutze Domingo zum Teil als Zugtier, und um Flash die Richtung geben zu können. Pat kletterte hinterher. Flash holte sich eine Schramme durch einen runterfallenden Stein, aber ansonsten konnten wir echt stolz sein, auf unsere beiden Araber. Etwa 300 HM höher folgten wir dem Kammweg, den die Soldaten Napoleons gebaut hatten. Der Weg etwa 2m breit erlaubte die Sicht in beide Täler. Am Passo Rosso gingen wir zur Staubstrasse zurück, da nach dem Rosso eine Steinlawine den Durchgang zu verhindern schien. Ein lokaler Bauer zeigte uns jedoch mit seinem Motocrossbike, wie man dort trotzdem weiter käme. Die Schotterpiste führte uns zum
Rif Barbera, dem zweiten von 6 Rifs, das wirklich geöffnet hatte. Pat bestellte ein Tomatensandwich, der Wirt winkte lachend ab. Wir erklärten ihm was ein Radler ist und bestellten ein Schinkensandwich, welches mit einer dicken Tomatenscheibe geliefert wurde. Herrlich wie das schmeckt, so frische Tomaten. Gleich nach dem Rif auf dem Weg zum Monte Signori ist eine wunderbare Weidefläche für Pferde. Der Weg entpuppte sich als Herausforderung, zumal die Hitze sowohl mir wie auch den Pferden zu schaffen macht. Sie benötigend dringend Mineralfutter und wir müssen auch sehen, dass wir unseren Kraftfuttervorrat aufgestockt bekommen. Endlich sind wir wieder auf der Piste, das Geläuf ist aber nicht wirklich zum Traben geeignet, da grobe Schottersteine die Oberfläche bilden. Bergrücken um Bergrücken wir umrundet, nur um das nächste Tal in Angriff zu nehmen. Limonetto scheint sich hinter der nächsten Kurve zu verstecken.
Wir kaufen noch Bergkäse auf der Alpe Lago Perla ein und erkundigen uns in der Bar Marmotte über die Umgebung und die Eikaufsmöglichkeiten in Limonetto.
Pat hat ihr Telefon verloren und geht zurück, um es zu suchen. Leider ohne Erfolg. Eure SMS oder E-Mails erreichen also Pat nicht mehr. Wir steigen ab nach Limonetto und gehen im Alimentari einkaufen. Pfirsiche werden sofort verzehrt, köstlich, Polenta wird im 5 kg Gebinde eingekauft. Ich unterhalte mich inzwischen mit den Einheimischen, frage nach Übernachtungs-. und nach Duschmöglichkeiten, jeder fragt dann jeden, aber keiner sagt, ja. Der Ball wird solange weitergeschoben, bis es jemanden trifft, der entweder verstorben, oder seit 5 Jahren ausser Landes ist. Endlich wird mir erzählt, wie wir zu einem Stall kommen, der fliessendes Wasser hat und wo wir übernachten können. Sicherheitshalber holen wir uns vom Nachbarn nochmals eine Bestätigung, dass wir wirklich dort übernachten können. Kein Problem sagt auch er. Wir setzen also unser Polenta an und waschen uns am Brunnen. Kurz vor Einbruch der Dunkelheit, taucht dann der angebliche Besitzer des Stalls auf und verweist uns unter Androhung der Polizei. Kein Argument lässt er gelten, wir haben in 30 Min weg zu sein. Also satteln wir die Pferde wieder und entscheiden uns auf dem Grundstück des Nachbarn dieses netten Zeitgenossen zu nächtigen. Bevor wir jedoch dessen Gelände erreichen, finden wir ein Stück Gras auf eben dieses Bauern Land, und entscheiden uns die zwei Wallache hier einzuzäunen. Im Dunkeln essen wir unser Abendbrot und bauen unser Nachtlager auf. Schon die dritte Nacht ohne warme Mahlzeit. Aber man ist ja hart im nehmen.
Während ich dies schreibe sitzen wir 2 Tage später gerade auf der Crete des Col Arpiole im tiefsten Piemont. Die Wege kennen hier nur zwei Richtungen, rauf oder runter. Heute war es vorwiegend rauf. Wir machen Pause und lassen die Pferde das duftende Alpenheu grasen. Aber zurück zum Anfang. Die Nacht unter den Sternen war frisch und feucht. Deshalb war es kein Problem, um 5 die Sachen zu packen und zum Brunnen runter zu gehen. Dort wartete der Pastore (Hirte) auf uns. Er selbst ist erst früh morgens von einer Fiesta zurück gekommen und hat uns erst in der Morgendämmerung entdeckt. Er anerbot uns Kaffee und Frühstück, dazu rannte er eigens zum Stall hoch, um Milch zu holen, Herrlich: richtig guter italienischer Kaffee.
Da wir von der Staubstrasse des Vortages genug hatten, entschieden wir uns, wieder auf den Kamm hoch zu gehen. Der Aufstieg gleich hinter unserem Rastplatz schien machbar, so stiegen wir einfach über den Grassteig nach oben. Nachdem den Pferden klar wurde, wohin es ging, stiegen sie weitgehend selbständig hinauf, ich benutze Domingo zum Teil als Zugtier, und um Flash die Richtung geben zu können. Pat kletterte hinterher. Flash holte sich eine Schramme durch einen runterfallenden Stein, aber ansonsten konnten wir echt stolz sein, auf unsere beiden Araber. Etwa 300 HM höher folgten wir dem Kammweg, den die Soldaten Napoleons gebaut hatten. Der Weg etwa 2m breit erlaubte die Sicht in beide Täler. Am Passo Rosso gingen wir zur Staubstrasse zurück, da nach dem Rosso eine Steinlawine den Durchgang zu verhindern schien. Ein lokaler Bauer zeigte uns jedoch mit seinem Motocrossbike, wie man dort trotzdem weiter käme. Die Schotterpiste führte uns zum
Pat hat ihr Telefon verloren und geht zurück, um es zu suchen. Leider ohne Erfolg. Eure SMS oder E-Mails erreichen also Pat nicht mehr. Wir steigen ab nach Limonetto und gehen im Alimentari einkaufen. Pfirsiche werden sofort verzehrt, köstlich, Polenta wird im 5 kg Gebinde eingekauft. Ich unterhalte mich inzwischen mit den Einheimischen, frage nach Übernachtungs-. und nach Duschmöglichkeiten, jeder fragt dann jeden, aber keiner sagt, ja. Der Ball wird solange weitergeschoben, bis es jemanden trifft, der entweder verstorben, oder seit 5 Jahren ausser Landes ist. Endlich wird mir erzählt, wie wir zu einem Stall kommen, der fliessendes Wasser hat und wo wir übernachten können. Sicherheitshalber holen wir uns vom Nachbarn nochmals eine Bestätigung, dass wir wirklich dort übernachten können. Kein Problem sagt auch er. Wir setzen also unser Polenta an und waschen uns am Brunnen. Kurz vor Einbruch der Dunkelheit, taucht dann der angebliche Besitzer des Stalls auf und verweist uns unter Androhung der Polizei. Kein Argument lässt er gelten, wir haben in 30 Min weg zu sein. Also satteln wir die Pferde wieder und entscheiden uns auf dem Grundstück des Nachbarn dieses netten Zeitgenossen zu nächtigen. Bevor wir jedoch dessen Gelände erreichen, finden wir ein Stück Gras auf eben dieses Bauern Land, und entscheiden uns die zwei Wallache hier einzuzäunen. Im Dunkeln essen wir unser Abendbrot und bauen unser Nachtlager auf. Schon die dritte Nacht ohne warme Mahlzeit. Aber man ist ja hart im nehmen.
05.08.2007
2. Tag - Sonntag, 05.08.2007
Gestern haben wir 37 km und 1300 HM gemacht. Beim flackernden Kerzenlicht von roten Totenlichtern essen wir Frühstuck. Es wird erst um halb 6 langsam hell. Auch der Besuch der Toilette bei selbigem Licht ist irgendwie anders. Es gibt zwar kein Licht, aber Duft aus der Dose. Um 6 kommt der Hüttenwirt und fährt uns mit unseren Sätteln zu Luigi, wo unsere Pferde stehen. Die Bremsen waren schon wieder voll im Einsatz, so nach dem
Motto, da sind zwei Blutspender, nichts wie hin. Wir reiten ohne Gepäck zum Muratone zurück und laden auf. Wir traben zum Torraggio hinauf. Pat meint ich hinterlasse einen ganz besonderen Duft. Ich checke die Nässe meines T-Shirts unter den Achselhöhlen. Das kanns nicht sein. Ist noch relativ erträglich. Pat meint auch was anderes. Nämlich den Lavendel-Duft, den meine Stiefel beim Durchstreifen der Büsche verströmen. Ich bin beruhigt. Die Aussicht ist gewaltig und der Weg zwar schmal aber gut markiert, zum Teil etwas abenteuerlich. Wir steigen auf der Rückseite des Torraggio wieder ab und folgen dem Weg am Monte Pietraveccia vorbei. Die Luft schwirrt von den Fliegen und auch die Bremsen geben keine Ruhe. Am Rif Gray vorbei, welches wie die anderen 4 von 5 geschlossen ist, kommen wir zu einer Höhle, an dessen Ende ein kleiner unterirdischer See liegt, an dem wir die Pferde tränken. Das heisst Flash säuft, nur Pat hohlt sich ausser dreckigen Schuhen nichts, denn Domingo säuft nicht aus unterirdischen Quellen. Der Weg lädt ein zum Trab und bald ist der Saccarello und der Tanarello geschafft. Wir steigen verfolgt von zwei freilaufenden Pferden ab und entscheiden uns für ein Nachtquartier im Freien, denn bis zum nächsten Rif sind es noch über 20 km. Das einzige was stört, sind die nervigen Motocrosser und die 4Wheelers, die uns laufend überholen oder kreuzen. Wir entsprechen so langsam dem Bild des verstaubten Cowboys. Wir finden eine Weide abseits des Weges und bauen den Zaun für die Pferde.
Wir tränken die Pferde nochmal und legen uns unter Sternenhimmel schlafen. Schade, ich hätte gerne mal echte Schäfchen gezählt.
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Toraggio
04.08.2007
1. Tag - Samstag, 04.08.2007
Ventimiglia Rif Muratone
Mulino Martin bei Dolcedo, nördlich von Imperia ist eine erstklassige Adresse für Trekking in Italien. Arnulf ist ein klasse Kerl und seine Leute ausgesprochen nett. Wir schlafen über der Küche und es ist trotz offenem Fenster und laufendem Ventilator nur ohne Laken aus zu halten. Die Nacht ist viel zu kurz, der Appetit hält sich nicht nur deshalb überwiegend in Grenzen. Aber Pats Espresso sorgt für den notwendigen Drive. Um. 8.20 sind wir etwas nördlich von Ventimiglia, gesattelt und bereit.
Let the show beginn, let the GTA be started.
Der Weg lässt sich zwar reiten, aber er führt immer rauf und runter, so dass wir entscheiden zu führen. Domingo hat offensichtlich Wind davon bekommen, was ihn erwartet. Auf jeden Fall lässt er sich den ganzen Tag treiben und ziehen. Auch Flash scheint noch etwas Müde von der langen Fahrt gestern. Als wir dann aber Rast machen, damit die Herren wieder zu Kräften kommen, entscheidet sich Domingo spontan, dass jetzt nach 10 Min genug gerastet ist, und marschiert weiter. Flash folgt ihm auf dem Schweif und Pat sprinted hinter her. Um 2 Uhr nachmittags stellen wir fest, dass wir einfach nicht vorwärts kommen. Der Weg ist sehr gut markiert, aber es zieht sich ohne Ende. Es ist heiss. Das Gras ist sehr trocken und Wasser ist rar. Endlich eine Gaststätte um 16.00 Uhr abends. Auf der Gola di Gouta machen wir Rast, waschen den Pferden das Blut vom Bauch (wir reden hier von toten B
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Anfahrt
Schleitheim
Um 6 Uhr geht es los. Davor noch den Sandplatz und die Boxen misten. Aber wir sind guter Dinge, um 8 Uhr bei Pete in Morschach zu sein. Einziges Hinderniss dazu, der Kreisel vor Eglisau. Wir sind über 30 min spät. Aber Pete nimmt es gelassen. Es ist regnerisch und trüb bis wir in strahlendem Sonnenschein im Tessin einfahren. Chiasso, die Grenze nimmt etwas Zeit in Anspruch, da die gute Fee am italienischen Zoll darauf besteht, dass ich das Kennzeichen meines Gespannes korrekt eintrage. Am Schluss gibt sie sich mit PKW SH zufrieden. Um 15 Uhr sind wir in Mulino Martin. Wir spritzen die Pferde ab, stellen sie auf den Sandplatz und beziehen unser Quartier. Anschliessend fahren wir zum Strand. Später wird Arnulf uns zum BarBQ abholen. Es wird ein herrlicher Abend. Spät geht es endlich in die Federn. Um 5 ist tag wach.
30.07.2007
Letzte Vorbereitungen
Flash und Domingo bekommen zeitgleich neue Beschläge. Es sind Kunststoffbeschläge, mit denen wir gute Erfahrungen gemacht haben. Die letzten Dokumente werden zugeschickt, Grosstierrettung, CAI Berghütten Pass, mein Blackberry wird zum funktionieren gebracht und morgen gibt es noch ein paar neue Reifen fürs Auto. Immerhin soll Pete ja heil wieder nach Hause kommen mit den Auto und dem Hänger. Jetzt gilt es die letzten Dinge fürs Geschäft zu erledigen, aufzuräumen und dann gehts los. Am Donnerstag gehe ich die Pat und Domingo in Freiburg holen und am Freitag um 06.00 werden wir verladen und nach Morschach zu Pete fahren, der mit uns bis nach Imperia zur Mulino Martino in Dolcede fährt. Wenn wir früh genug ankommen, gibts einen Abstecher nach Ventimiglia. Abends werden wir jedoch bei Arnulfs Ranch Mulino übernachten und bei einem guten Wein fachsimpeln und dann am nächsten Morgen nach Ventimiglia fahren und starten.
15.07.2007
Der Countdown läuft noch 14 Tage
Flash und ich machten gestern Italientraining. 30 Grad im Schatten und 40 km. Wenn man Schritt gegangen ist, frassen einen die Bremsen. Nur die hungrigsten Bremsen hatten eine Chance, wir waren in 5 h am Ziel. Mit 30 Min. Rast. Happy Birthday Bea. Nochmals danke für die Super Party. Wir haben es sehr genossen. Flash war dennoch dankbar, nach Hause fahren zu dürfen.
Die neuen Packtaschen für Pat sind fertig, die schnittfesten Gammaschen ebenso und ein paar neue Trekkingschuhe habe ich gestern auch ausprobiert. Nächste Woche geht ein Päckchen mit Ersatzbeschlägen und anderen Kleinigkeiten nach Pragelato unserer Halbzeitstation.
Wir werden das Kraftfutter auf den Pferden mit uns führen. Das heisst eigentlich wird Domingo das Kraftfutter tragen. Dann sind die Gewichte einigermassen fair verteilt. Schliesslich kann ich nichts für meine schweren Knochen.
Die Notfallapotheke wurde aufgefüllt. Insbesondere in Hinblick, dass es eine sehr lange Zeit dauern könnte, bis ein Tierarzt im Notfall bei uns sein würde. Aber auch die Erfahrungen der letzten Zeit, haben uns weise werden lassen.
Die neuen Packtaschen für Pat sind fertig, die schnittfesten Gammaschen ebenso und ein paar neue Trekkingschuhe habe ich gestern auch ausprobiert. Nächste Woche geht ein Päckchen mit Ersatzbeschlägen und anderen Kleinigkeiten nach Pragelato unserer Halbzeitstation.
Wir werden das Kraftfutter auf den Pferden mit uns führen. Das heisst eigentlich wird Domingo das Kraftfutter tragen. Dann sind die Gewichte einigermassen fair verteilt. Schliesslich kann ich nichts für meine schweren Knochen.
Die Notfallapotheke wurde aufgefüllt. Insbesondere in Hinblick, dass es eine sehr lange Zeit dauern könnte, bis ein Tierarzt im Notfall bei uns sein würde. Aber auch die Erfahrungen der letzten Zeit, haben uns weise werden lassen.
19.06.2007
Flash geht es gut
Flash hat seine Boxenruhe gut überstanden. Die Wunde ist gut verheilt, gestern wurden die Fäden gezogen. Leider muss er trotzdem dieses Wochenende noch geschont werden, so dass ich mit Petes Criolo in die Vogesen fahre.
13.06.2007
Die Route auf Google Maps
Du kannst die Route im Detail anschauen. In dem du auf http://www.maps.google.com/ gehst und dort
entweder Hohbrugg bei Schleitheim oder Ventimiglia bei San Remo am Mittelmehr anklickst und unter Mapsurch den Namen GTA Hohbrugg eingibts. Dann erscheint die Route.
entweder Hohbrugg bei Schleitheim oder Ventimiglia bei San Remo am Mittelmehr anklickst und unter Mapsurch den Namen GTA Hohbrugg eingibts. Dann erscheint die Route.
10.06.2007
Scalettapass
In unserem Schneetrainingswochenende am Scalettapass, ist das geschehen, was nicht geschehen sollte. Flash hat sich an einem scharfkantigen Felsen, eine Schnittwunde geholt.
Das heisst jetzt sind 14 Tage Pause angesagt, damit die Naht ausheilen kann und keine Schäden bleiben. Konsequenz: wir werden neue Gamaschen anfertigen, die lange genug sind, um solche
Verletzungen zu vermeiden.
Das heisst jetzt sind 14 Tage Pause angesagt, damit die Naht ausheilen kann und keine Schäden bleiben. Konsequenz: wir werden neue Gamaschen anfertigen, die lange genug sind, um solche
Verletzungen zu vermeiden.
28.05.2007
Mauro Ferraris, GTA Gänger 1988
06.05.2007
Die Route GTA
Sie führt uns von Ventimiglia am Mittelmeer ueber die Kalkfelsen des Voralpenraumes bis in die steil aufsteigenden 2200 m des Monte Saccarello. Dies bereits in den ersten 40 km dieser Etappe, die uns nach Limonetto führt. Die Häuser stehen eng aneinandergeschmiegt in den kleinen Dörfern, die wir streifen. Durch Wälder und über Höhenzüge der Ligurischen Alpen geht es die ersten beiden Tage stur nach Norden, bevor wir dann einen grossen Bogen nach Westen schlagen, um nach Limonetto zu kommen.
Ueber den Tendapass gelangen wir dann in den Naturpark der Seealpen und später in der Woche in das Grand Paradiso Gebiet, beides ehemals königliche Jagdgebiete der Könige von
Piemont. Durch das Felsenreich der Argentera gelangen wir auf Militärstrassen wieder in den westlichen Teil der Seealpen. Herrlich einsame Gegend mit nur wenigen Dörfern, von denen die Meisten halb ausgestorben sind, um dann durch die schwärzesten, den südlichen cottischen Alpen ins Monvisogebiet 3841 m zu gelangen. Ab hier wird die Wallsersprache gesprochen und wir gelangen in die Waldensertäler ins Vale Susa mit der direkten Anbindung an Turin, wo wir Mauro vielleicht treffen werden, der dort eine Wanderreitstation unterhält. www.alpitrek.com
Nach einer Pause für die Pferde geht es geradewegs auf 3500 m hoch, dem höchsten Punkt dieser Reise. Durch die Grajischen Alpen und die Lanzotäler streben wir Richtung Norden auf das Monte Rosagebiet (Südflanke des Wallis) zu. Wieder durchqueren wir einen Nationalpark, um die Aussichten auf den Monte Rosa zu geniessen. Wir gehen auf alten Maultierpfaden der Walser von Sesiatal aus über etliche Pässe nach Norden bevor wir in den Naturpark Devero gelangen. Von dort ist es dann nur noch 3-4 Tagesetappen, bis wir nach Riale am Lago di Morasco kommen, wo wir auf die Sprinzroute treffen, die ich 2004 schon einmal gegangen bin.
Wenn die Zeit reicht, werden wir bis nach Schaffhausen zurück reiten, und damit diese Reise zu einem Abschluss bringen.
Ueber den Tendapass gelangen wir dann in den Naturpark der Seealpen und später in der Woche in das Grand Paradiso Gebiet, beides ehemals königliche Jagdgebiete der Könige von
Piemont. Durch das Felsenreich der Argentera gelangen wir auf Militärstrassen wieder in den westlichen Teil der Seealpen. Herrlich einsame Gegend mit nur wenigen Dörfern, von denen die Meisten halb ausgestorben sind, um dann durch die schwärzesten, den südlichen cottischen Alpen ins Monvisogebiet 3841 m zu gelangen. Ab hier wird die Wallsersprache gesprochen und wir gelangen in die Waldensertäler ins Vale Susa mit der direkten Anbindung an Turin, wo wir Mauro vielleicht treffen werden, der dort eine Wanderreitstation unterhält. www.alpitrek.com
Nach einer Pause für die Pferde geht es geradewegs auf 3500 m hoch, dem höchsten Punkt dieser Reise. Durch die Grajischen Alpen und die Lanzotäler streben wir Richtung Norden auf das Monte Rosagebiet (Südflanke des Wallis) zu. Wieder durchqueren wir einen Nationalpark, um die Aussichten auf den Monte Rosa zu geniessen. Wir gehen auf alten Maultierpfaden der Walser von Sesiatal aus über etliche Pässe nach Norden bevor wir in den Naturpark Devero gelangen. Von dort ist es dann nur noch 3-4 Tagesetappen, bis wir nach Riale am Lago di Morasco kommen, wo wir auf die Sprinzroute treffen, die ich 2004 schon einmal gegangen bin.
Wenn die Zeit reicht, werden wir bis nach Schaffhausen zurück reiten, und damit diese Reise zu einem Abschluss bringen.
GTA Vorbereitung Mai 2007
Bei der Recherche über den Weg sind wir auf einige interessante Seiten gestossen. Hier die wichtigsten: www.alpitrek.com für alle die fliessend Italienisch können. Mauro (der Chef) scheint ein alter Alpenhase zu sein. Hat er doch die GTA und St. Moritz - Venedig in einem Durchgang geritten. Beruhigend: ich bin nicht der erste Verrückte.... Seine anderen Trips sind
ebenfalls phänomenal. Er spricht zum Glück nur etwas besser Französisch als ich, seine Freundin aber kann Gottseidank Englisch. So konnten wir die Konversation doch etwas fliessender gestalten. Mauro wird mir mögliche Uebernachtungsadressen aus dem Raum Susa-Tal durchgeben. www.mulinomartino.de ist eine weitere Adresse aus der Region San Remo am Mittelmeer. Er will Kraftfutterdepots organisieren. Pferdeleute sind echt hilfsbereit.
Inzwischen haben wir einige Erfahrungen gesammelt mit den neuen Beschlägen. Sie sind definitiv das Beste was wir an Kunststoffbeschlägen bisher gesehen haben. Ob sie unseren Ansprüchen letztendlich genügen, werden wir noch rausfinden müssen. Einziger Wehrmutstropfen: das Notbeschlagswerkzeug ist für diese Beschläge nicht geeignet. Also vielleicht doch wieder die Eisen ????
Flash und Domingo wurden in den vergangen Wochen auf Mais umgestellt. Da wir nicht sicher sind, was wir unterwegs an Kraftfutter bekommen werden, haben wir uns dazu entschieden. Und Pat hat bereits Polenta Fladen gebacken, die sie Domingo verfüttert hat. Es scheint gut zu funktionieren. Polenta werden wir in jedem Laden bekommen.
Flash hat endlich etwas zugelegt und er ist fit. Er läuft auch ohne Begleitung 3 Stunden im Trab mit 1000 Höhenmetern ohne grosse Mühe. Nur ich kämpfe noch mit den Pfunden. Aber ich bin guten Mutes. Es sind nur noch 6 kg, die ich runter muss bis Ende Juli.
Am 16. Mai werden wir in Graubünden unsere Ausrüstung testen und unseren ersten Gebirgsritt dieses Jahres angehen.
ebenfalls phänomenal. Er spricht zum Glück nur etwas besser Französisch als ich, seine Freundin aber kann Gottseidank Englisch. So konnten wir die Konversation doch etwas fliessender gestalten. Mauro wird mir mögliche Uebernachtungsadressen aus dem Raum Susa-Tal durchgeben. www.mulinomartino.de ist eine weitere Adresse aus der Region San Remo am Mittelmeer. Er will Kraftfutterdepots organisieren. Pferdeleute sind echt hilfsbereit.
Inzwischen haben wir einige Erfahrungen gesammelt mit den neuen Beschlägen. Sie sind definitiv das Beste was wir an Kunststoffbeschlägen bisher gesehen haben. Ob sie unseren Ansprüchen letztendlich genügen, werden wir noch rausfinden müssen. Einziger Wehrmutstropfen: das Notbeschlagswerkzeug ist für diese Beschläge nicht geeignet. Also vielleicht doch wieder die Eisen ????
Flash und Domingo wurden in den vergangen Wochen auf Mais umgestellt. Da wir nicht sicher sind, was wir unterwegs an Kraftfutter bekommen werden, haben wir uns dazu entschieden. Und Pat hat bereits Polenta Fladen gebacken, die sie Domingo verfüttert hat. Es scheint gut zu funktionieren. Polenta werden wir in jedem Laden bekommen.
Flash hat endlich etwas zugelegt und er ist fit. Er läuft auch ohne Begleitung 3 Stunden im Trab mit 1000 Höhenmetern ohne grosse Mühe. Nur ich kämpfe noch mit den Pfunden. Aber ich bin guten Mutes. Es sind nur noch 6 kg, die ich runter muss bis Ende Juli.
Am 16. Mai werden wir in Graubünden unsere Ausrüstung testen und unseren ersten Gebirgsritt dieses Jahres angehen.
02.02.2007
GTA Vorbereitung
führt vom Grimsel in der Schweiz nach Ventimiglia am Mittelmeer und ist etwa 850 km lang. Dieser faszinierende Weg wird ausgezeichnet beschrieben auf der www.gtaweb.de
Wir werden ihn noch etwas verlängern, indem wir die Strecke Grimsel Schaffhausen noch dranhängen, wenn wir zeitlich hinkommen. Die Karten stammen aus dem hervorragenden Führer von Werner Bätzig, Grande Traversate delle alpi Teil 1 und 2,
erhältlich im Rotpunktverlag in Zürich 2006.
Herausforderungen gibt es auch hier genug.
Das Kraft-Futter für die Pferde wird ein spannendes Element sein, ebenso die möglichen Hitzegrade und die Wassersituation. Ein grosses Abenteuer
a great trekking adventure wartet auf uns.
Wieder schlagen wir uns mit Karten rum, diesemal mit der professionellen
Ich habe neue etwas grössere Satteltaschen angefertigt, und wir sind dabei für Domingo passende Horntaschen und ein grosses Pad zu kreieren.
Pat organisiert sich gerade im Bereich von Kraftfutter, findet raus, was wir im Lebensmittelladen als Futterersatz kaufen können, und wie wir es den Pferden verabreichen sollen. Eine Wissenschaft für sich.
Zur Zeit gehen Domingo und Flash beide noch barfuss, aber spätestens in der zweiten Februarhälfte wird es Eisen geben, es sei denn der Winter hält doch noch Einzug.
Pat hat neue Kunststoffbeschläge probiert, die einen guten Eindruck machen. Ich werde diese neuen Beschläge im April Mai ebenfalls testen.
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