Domodossola Schweiz
Wir haben die letzte Nacht draussen geschlafen und es war eine unruhige Nacht. Füchse sind um unser Camp gestreift und vom Fest her sind Leute und Autos in unserer Nähe durchgezogen. Aber die Schnecken haben uns verschont. Das versprochene Frühstück an der Bar fällt leider aus, die Damen hat wohl vergessen, dass es Sonntag ist heute. Wir gehen die Teerstrasse weiter, und stellen fest, dass obgleich als Teerstrasse auf der Karte markiert, sie sich in einen der üblichen Wanderwege verwandelt. Gamaschen anziehen und vorsichtig die Steige hoch und wieder runter zur Hauptstrasse, die sich das Tal Richtung Schweizer-Grenze hochzieht. Auf der Strasse sind 100erte Autos unterwegs und die erste Bar winkt mit dem verspäteten Frühstück.
Wir tingeln die Teerstrasse hoch und kommen nach S.Maria Maggiore, wo ein grosses Volksfest im Gange ist. Wir kaufen nochmals ein und kämpfen uns später durch die Volksmassen durch. Dannach wird der Verkehr auf den Strassen ruhiger und wir kommen zügig voran. Es geht abwärts und wir führen die Pferde, kommen an einem Maneggio (Pferdestall) vorbei und hören per Telefon, dass unser Transport nur noch wenige Kilometer zu fahren hat. Im nächsten Ort finden wir eine Wendeplatte und satteln die Pferde ab. Sie geniessen nochmals grünes Gras bevor sie verladen werden.
Unsere Reise ist zu Ende. Wir haben die GTA von Anfang bis Ende geschafft. Wir sind 1100 km unterwegs gewesen, haben über 40.000 Höhenmeter erklommen und sind eben so viele Höhenmeter wieder abgestiegen, was zum Teil anstrengender war, als das Hochklettern. 30 Pässe mit z.T. über 2800 m Höhe und täglich 40 km Strecke und 15 Leistungskilometer haben viel von uns und unseren Pferden verlangt. Es war ein Abenteuer an der Grenze des Machbaren, auch was die Wege und Pässe betrifft. Und wiederum haben wir viel gelernt, über uns selber, über unsere Pferde und das Leben in der Abgeschiedenheit der Natur und über das Leben in Italien. Bella Italia. Belle Cavalli.
Allen Helfern und Begleitern ein herzliches Dankeschön. Vorallen an Pete Betschard und Fam. Möllinger und an unsere Familien, dafür, dass sie uns haben ziehen lassen.
03.09.2007
02.09.2007
29. Tag Samstag, 1.9.07
Macagnaga Domodossola
Der vorletzte Tag unserer Reise. Wir nehmen die Talversion und führen die Pferde die Strasse das Anzasca Tal hinunter. Unterwegs genehmigen wir uns Kaffee und Croissons und Nektarinen. Wir werden überholt von einem Türinger Fahrzeug, die Leute haben wir im Rif Pastore getroffen. Sie winken und fahren weiter. Domingo erlaubt sich, nach 4 Wochen Hochgebirge auf Gemspfaden, auf dem Teer aus zu rutschen und sich drei Blessuren an der rechten Hinterhand zu holen. Soviel zum Schonen der Pferde. Nach Mittag erreichen wir das Val Ossola und reiten am rechten Flussufer durch die Dörfer hoch und komen nach Trontano, wo wir morgen das Val Vigezzo hochgehen bis zur CH-Grenze.
Dort werden wir abgeholt. In Trontano ist Volksfest und wir kommen bei einer netten Gutsbesitzerin unter. Sie bietet uns Wiese und Zeltplatz plus Dusche im Freien. Wir essen am Volksfestgelände Schweinerippchen vom Grill und anschliessend Caprese Salat im Bistro, das uns morgen auch Fruehstueck servieren wird. Hoffentlich bleiben die Schnecken heute nacht von Pat fern, sonst bin ich schuld, wenn ihr eine übers Gesicht kriecht. Es ist 21 Uhr, der Saenger und seine Elektoorgel heizen die Stimmung an und wir gehen schlafen.
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Der vorletzte Tag unserer Reise. Wir nehmen die Talversion und führen die Pferde die Strasse das Anzasca Tal hinunter. Unterwegs genehmigen wir uns Kaffee und Croissons und Nektarinen. Wir werden überholt von einem Türinger Fahrzeug, die Leute haben wir im Rif Pastore getroffen. Sie winken und fahren weiter. Domingo erlaubt sich, nach 4 Wochen Hochgebirge auf Gemspfaden, auf dem Teer aus zu rutschen und sich drei Blessuren an der rechten Hinterhand zu holen. Soviel zum Schonen der Pferde. Nach Mittag erreichen wir das Val Ossola und reiten am rechten Flussufer durch die Dörfer hoch und komen nach Trontano, wo wir morgen das Val Vigezzo hochgehen bis zur CH-Grenze.
Dort werden wir abgeholt. In Trontano ist Volksfest und wir kommen bei einer netten Gutsbesitzerin unter. Sie bietet uns Wiese und Zeltplatz plus Dusche im Freien. Wir essen am Volksfestgelände Schweinerippchen vom Grill und anschliessend Caprese Salat im Bistro, das uns morgen auch Fruehstueck servieren wird. Hoffentlich bleiben die Schnecken heute nacht von Pat fern, sonst bin ich schuld, wenn ihr eine übers Gesicht kriecht. Es ist 21 Uhr, der Saenger und seine Elektoorgel heizen die Stimmung an und wir gehen schlafen.
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01.09.2007
28. Tag Freitag, 31.8.07
Rif Pastore Borca Valle Ancasca
Die Polenta fuer die Pferde hatte in der Nacht im Holzschuppen Besuch bekommen. Auf jeden Fall schwammen in der Früh ein Dutzend Würstchen in der Polentaschüssel. Komisch waren nur die Schnüre an den Enden. Als ich mich entschied, einfach mal eine mit den Fingern rauszufischen, war die Ueberraschung auf meiner Seite. Wir hatten eine ganze Generation Mäuse ertränkt. Ich warf sie alle raus und mischte das Kraftfutter drunter. Den Pferden hat es trotzdem geschmeckt. Es muss wohl eine reinliche Mäusefamilie gewesen sein. Nach einem Rif Fruehstueck und noch weiteren Fotos ziehen wir die GTA suchend den Weg hinunter, den wir am Tag zuvor hochgekommen sind. Nur um festzustellen, dass es gar keine GTA gibt, sondern einen Weg7A. Mal wieder auf die falschen 50 % gesetzt. Wir kehren wieder um und klettern den Weg wieder hinauf und folgen dem Pfad zum Törl hinauf. Colle de Turlo heisst er auf der Karte und ist 2738 m Hoch. Ein gut ausgebauter Valser Weg fuehrt hinauf, durch die mittlere Alp, an der oberen Alp vorbei und zum Pass hoch. Beim Aufstieg erhaschen wir immer wieder einen Blick auf den Monte Rosa, der jetzt im Licht der Sonne erstrahlt. Die Entscheidung einen Tag Pause einzulegen war richtig. Wir haben strahlend blauen Himmel. Wir überhohlen alle Wanderer den Pass hoch und geniessen die tolle Aussicht ins Valle Quaraza. Herrlich hier oben. Könnte süchtig machen. Der Abstieg über von den Valdensern erbauten Steinserbentinen dauert lange und führt an einer Herde Haflinger vorbei. Unten im Tal schimmerd smaragdgrün ein See. Wir machen bei einer Alp auf 1600 m Rast und geniessen unseren Lunch, während die Pferde grasen. Der Weg folgt jetzt dem Flusslauf und wir können die Fesseln der Pferde mal wieder kühlen. Bald kommen wir zu den ersten Häusern und zu dem See, den wir schon von oben gesehen haben. Eine Bar laedt zum Radler ein und während wir es trinken, zerreisst Flash den Karabiner an seinem Zügel. Ich nehme die Zügel vom Halfter und Flash bleibt stehen, wie wenn er angebunden wäre. Ich erneuere den Karabiner und wir führen die Pferde auf der Fahrstrasse hinunter nach Borca und Macugnaga. Unterwegs treffen wir eine Gruppe Reiter aus Macugnaga und im dortigen Reitstall erhalten wir wohl ein letztes mal Kraftfutter. Die weit über 70 Jahre alte Dame besteht darauf uns das Kraftfutter zu schenken und will partout kein Geld annehmen, im Tausch akzeptiert sie dann einen schwarzwälder Kirschlikör und wünscht uns eine gute Reise. Wir gehen die Teerstrasse weiter runter und kommen an einem kleinen Dorf vorbei. Ich werde herzlich gegrüsst und frage den älteren Herrn, ob er eine Weide fuer unsere Pferde wuesste. Er ruft seine Frau und ich wiederhole meine Frage. Beide nicken und bald stehe ich auf einer 200 qm grossen Weide. Ich rufe Pat, die erst reagiert, als ich sie bei vollem Namen rufe. Sie schaut entsetzt auf. Sie hatte mich nicht gehoert. Die Frau bestellt uns zwei Pizzen, die der Mann holen geht und eine andere Nachbarin macht uns Kaffee für die Thermoskanne. Wir stossen pünktlich auf Christine an und verschlingen unsere Pizzen zusammen mit dem gelieferten Bier. Wir brechen alle Rekorde und liegen um 20.15 in in den Schlafsäcken. Es ist nicht, dass wir sonderlich müde wären, aber die Füsse wollen nicht mehr lä0nger als Ständer dienen.
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Die Polenta fuer die Pferde hatte in der Nacht im Holzschuppen Besuch bekommen. Auf jeden Fall schwammen in der Früh ein Dutzend Würstchen in der Polentaschüssel. Komisch waren nur die Schnüre an den Enden. Als ich mich entschied, einfach mal eine mit den Fingern rauszufischen, war die Ueberraschung auf meiner Seite. Wir hatten eine ganze Generation Mäuse ertränkt. Ich warf sie alle raus und mischte das Kraftfutter drunter. Den Pferden hat es trotzdem geschmeckt. Es muss wohl eine reinliche Mäusefamilie gewesen sein. Nach einem Rif Fruehstueck und noch weiteren Fotos ziehen wir die GTA suchend den Weg hinunter, den wir am Tag zuvor hochgekommen sind. Nur um festzustellen, dass es gar keine GTA gibt, sondern einen Weg7A. Mal wieder auf die falschen 50 % gesetzt. Wir kehren wieder um und klettern den Weg wieder hinauf und folgen dem Pfad zum Törl hinauf. Colle de Turlo heisst er auf der Karte und ist 2738 m Hoch. Ein gut ausgebauter Valser Weg fuehrt hinauf, durch die mittlere Alp, an der oberen Alp vorbei und zum Pass hoch. Beim Aufstieg erhaschen wir immer wieder einen Blick auf den Monte Rosa, der jetzt im Licht der Sonne erstrahlt. Die Entscheidung einen Tag Pause einzulegen war richtig. Wir haben strahlend blauen Himmel. Wir überhohlen alle Wanderer den Pass hoch und geniessen die tolle Aussicht ins Valle Quaraza. Herrlich hier oben. Könnte süchtig machen. Der Abstieg über von den Valdensern erbauten Steinserbentinen dauert lange und führt an einer Herde Haflinger vorbei. Unten im Tal schimmerd smaragdgrün ein See. Wir machen bei einer Alp auf 1600 m Rast und geniessen unseren Lunch, während die Pferde grasen. Der Weg folgt jetzt dem Flusslauf und wir können die Fesseln der Pferde mal wieder kühlen. Bald kommen wir zu den ersten Häusern und zu dem See, den wir schon von oben gesehen haben. Eine Bar laedt zum Radler ein und während wir es trinken, zerreisst Flash den Karabiner an seinem Zügel. Ich nehme die Zügel vom Halfter und Flash bleibt stehen, wie wenn er angebunden wäre. Ich erneuere den Karabiner und wir führen die Pferde auf der Fahrstrasse hinunter nach Borca und Macugnaga. Unterwegs treffen wir eine Gruppe Reiter aus Macugnaga und im dortigen Reitstall erhalten wir wohl ein letztes mal Kraftfutter. Die weit über 70 Jahre alte Dame besteht darauf uns das Kraftfutter zu schenken und will partout kein Geld annehmen, im Tausch akzeptiert sie dann einen schwarzwälder Kirschlikör und wünscht uns eine gute Reise. Wir gehen die Teerstrasse weiter runter und kommen an einem kleinen Dorf vorbei. Ich werde herzlich gegrüsst und frage den älteren Herrn, ob er eine Weide fuer unsere Pferde wuesste. Er ruft seine Frau und ich wiederhole meine Frage. Beide nicken und bald stehe ich auf einer 200 qm grossen Weide. Ich rufe Pat, die erst reagiert, als ich sie bei vollem Namen rufe. Sie schaut entsetzt auf. Sie hatte mich nicht gehoert. Die Frau bestellt uns zwei Pizzen, die der Mann holen geht und eine andere Nachbarin macht uns Kaffee für die Thermoskanne. Wir stossen pünktlich auf Christine an und verschlingen unsere Pizzen zusammen mit dem gelieferten Bier. Wir brechen alle Rekorde und liegen um 20.15 in in den Schlafsäcken. Es ist nicht, dass wir sonderlich müde wären, aber die Füsse wollen nicht mehr lä0nger als Ständer dienen.
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30.08.2007
27. Tag Donnerstag, 30.8.07
Alagna Valsesia Rif Pastore
Heute machen wir eine Extremtour am Fusse des Monte Rosa. Wir sehen den Mond gerade noch untergehen, als wir in der Frühe die Pferde füttern. Wir fuehren die Pferde auf der Teerstrasse an Bergwerkstollen vorbei und sehen zu, wie der Himmel wieder zu zieht. Wir entscheiden, auf dem Rif Pastore Pause zu machen, und nächsten Tag erst weiter zu gehen. Auf gut ausgebauten Wanderwegen führen wir die Pferde hinauf und ich gehe mich nach den Möglichkeiten erkundigen. Ein kleines Paradies eröffnet sich, eine fertig eingezaeunte Weide, ein wunderschön gelegenes Refugio und der Ausblick auf den Monte Rosa bieten sich an. Wir satteln ab, stellen die Pferde auf die Weide und verräumen unser Zeugs im Holzschuppen. Später essen wir Mittag und holen den Rest des Nachmittags all die Pausen nach, die wir unterwegs nicht gemacht haben. Nach dem Picknick mit Aussucht fängt es wider an zu regnen und wir legen uns für ein Nickerchen hin. In 2 Tagen geht unsere Reise zu ende. Wir werden knapp 1000 km zurueckgelegt haben, und ueber 30 Paesse mit 40000 Hoehenmetern hochgeklettert und wieder abgestiegen sein. Dabei waren die Abstiege meist muehsamer und anstrengender als die Aufstiege. Die Pause tut uns allen gut.
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Heute machen wir eine Extremtour am Fusse des Monte Rosa. Wir sehen den Mond gerade noch untergehen, als wir in der Frühe die Pferde füttern. Wir fuehren die Pferde auf der Teerstrasse an Bergwerkstollen vorbei und sehen zu, wie der Himmel wieder zu zieht. Wir entscheiden, auf dem Rif Pastore Pause zu machen, und nächsten Tag erst weiter zu gehen. Auf gut ausgebauten Wanderwegen führen wir die Pferde hinauf und ich gehe mich nach den Möglichkeiten erkundigen. Ein kleines Paradies eröffnet sich, eine fertig eingezaeunte Weide, ein wunderschön gelegenes Refugio und der Ausblick auf den Monte Rosa bieten sich an. Wir satteln ab, stellen die Pferde auf die Weide und verräumen unser Zeugs im Holzschuppen. Später essen wir Mittag und holen den Rest des Nachmittags all die Pausen nach, die wir unterwegs nicht gemacht haben. Nach dem Picknick mit Aussucht fängt es wider an zu regnen und wir legen uns für ein Nickerchen hin. In 2 Tagen geht unsere Reise zu ende. Wir werden knapp 1000 km zurueckgelegt haben, und ueber 30 Paesse mit 40000 Hoehenmetern hochgeklettert und wieder abgestiegen sein. Dabei waren die Abstiege meist muehsamer und anstrengender als die Aufstiege. Die Pause tut uns allen gut.
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26. Tag Mittwoch, 29.8.07
Rassa Alagna Valsesa
Wir entscheiden uns zur Routenaenderung, da wir die Pferde schonen müssen. Statt dem geplanten GTA Weg, nehmen wir eine Militaerstrasse, die uns ins Valle Ansasca und von dort direkt nach Domodossola fuehrt. Später nehmen wir die Teerstrasse und fuehren und reiten das Tal nach Alagna Valsesia hinauf. Unterwegs kuehlen wir die Fesseln der Pferde im Fluss. Das Wetter ist wieder umgeschlagen und es regnet mal wieder. Wir haben unsere Regenausruestung im Haertetest und sie haelt dicht. Nach etwa 5 Std Teer haben wir Alagna erreicht und versuchen ein Nachtquartier zu finden. Der Campingplatz ist nicht geeignet und wir ziehen weiter das Dorf hinauf, wo wir zwei Männer einholen, von denen einer von einer Dame überschwenglich mit bonjourno Sign Proffesore angesprochen wird. Derselbige zeigt sich nach kurzer Zeit interessiert an dem leisen Gang der Pferde und die Pat verwickelt ihn in ein Gespräch auf Deutsch. Wir fragen ihn nach Uebernachtungsmöglichkeiten für die Pferde und er gibt uns den Hinweis auf das Hotel Montagna de la Luce im nächsten Dorf. Wir marschieren rauf und fragen nach Weidemöglichkeiten. Nach einigen Telefonaten erhalten wir die Erlaubnis, die Pferde auf Nachbars Wiese einzuzäunen. Da steht noch völlig jungfräuliches Gras auf 200 qm Fläche. Um 16 Uhr sind die Pferde auf der Weide und wir suchen unser Zimmer auf, um ein weiteres mal unsere vom Einzäunen nassen Schuhe und Socken zu trocknen. Der 2kw Föhn leistet dabei gute Hilfe. Wir gehen ins Dorf zurueck, um einzukaufen, denn die Laeden öffnen erst ab 16 Uhr. Wir setzen unsere Polentapampe fuer die Pferde an. Polenta haben wir in der Bar Heidi in zwei Tueten abgefuellt erhalten und mitgebracht. Diese wird nun im Futtersack mit Wasser und Kraftfutterpellets vermischt und durchgeknetet, so dass eine breiige Masse entsteht, in der die Pellets aufquellen. Die Pferde kriegen Ihre Portion und wir besichtigen das lokale Walsermuseum. Pat findet dort Ihre Kleidergroesse wieder und stellt fest, sie sei halt im falschen Jahrhundert geboren. Anschliessend gibt es mal wieder leckeres Essen, käsegefüllte Ravioli an Walnusssauce und gegrilltes Fillet vom Huhn mit Pommes und Salat, dazu Rotwein. Später gesellt sich ein Italo-deutsches Pärchen zu uns und wir geniessen gemeinsam einen Digestive..
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Wir entscheiden uns zur Routenaenderung, da wir die Pferde schonen müssen. Statt dem geplanten GTA Weg, nehmen wir eine Militaerstrasse, die uns ins Valle Ansasca und von dort direkt nach Domodossola fuehrt. Später nehmen wir die Teerstrasse und fuehren und reiten das Tal nach Alagna Valsesia hinauf. Unterwegs kuehlen wir die Fesseln der Pferde im Fluss. Das Wetter ist wieder umgeschlagen und es regnet mal wieder. Wir haben unsere Regenausruestung im Haertetest und sie haelt dicht. Nach etwa 5 Std Teer haben wir Alagna erreicht und versuchen ein Nachtquartier zu finden. Der Campingplatz ist nicht geeignet und wir ziehen weiter das Dorf hinauf, wo wir zwei Männer einholen, von denen einer von einer Dame überschwenglich mit bonjourno Sign Proffesore angesprochen wird. Derselbige zeigt sich nach kurzer Zeit interessiert an dem leisen Gang der Pferde und die Pat verwickelt ihn in ein Gespräch auf Deutsch. Wir fragen ihn nach Uebernachtungsmöglichkeiten für die Pferde und er gibt uns den Hinweis auf das Hotel Montagna de la Luce im nächsten Dorf. Wir marschieren rauf und fragen nach Weidemöglichkeiten. Nach einigen Telefonaten erhalten wir die Erlaubnis, die Pferde auf Nachbars Wiese einzuzäunen. Da steht noch völlig jungfräuliches Gras auf 200 qm Fläche. Um 16 Uhr sind die Pferde auf der Weide und wir suchen unser Zimmer auf, um ein weiteres mal unsere vom Einzäunen nassen Schuhe und Socken zu trocknen. Der 2kw Föhn leistet dabei gute Hilfe. Wir gehen ins Dorf zurueck, um einzukaufen, denn die Laeden öffnen erst ab 16 Uhr. Wir setzen unsere Polentapampe fuer die Pferde an. Polenta haben wir in der Bar Heidi in zwei Tueten abgefuellt erhalten und mitgebracht. Diese wird nun im Futtersack mit Wasser und Kraftfutterpellets vermischt und durchgeknetet, so dass eine breiige Masse entsteht, in der die Pellets aufquellen. Die Pferde kriegen Ihre Portion und wir besichtigen das lokale Walsermuseum. Pat findet dort Ihre Kleidergroesse wieder und stellt fest, sie sei halt im falschen Jahrhundert geboren. Anschliessend gibt es mal wieder leckeres Essen, käsegefüllte Ravioli an Walnusssauce und gegrilltes Fillet vom Huhn mit Pommes und Salat, dazu Rotwein. Später gesellt sich ein Italo-deutsches Pärchen zu uns und wir geniessen gemeinsam einen Digestive..
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29.08.2007
25. Tag Dienstag, 28.8.07
Insime Rassa Val Sorbe
Der Campingplatz war super. Die Pferde waren auf einer gut mit Gras bewachsenen und teilweise mit Holz eingezaeunten Wiese mit einzelnen Nadelbaeumen. Wir hatten die Weide nochmals abgetrennt, und uns selber unter einer Baumgruppe niedergelassen. Wir brechen zeitig auf und reiten nach Gaby hoch. Kurz nach Gaby ueberholt uns ein Gelaendewagen, und einer der Leute, die uns in Dondena den Weg erklaert haben, steigt aus und freut sich riesig uns wieder zu sehen. Wir finden den Weg ins Val Loo und der Weg, mit E (leicht) eingestuft fuehrt steil bergan. Als wir oben ankommen tut sich ein weites Tal auf, das mit niedrigen Steimauern in verschiedene Weiden eingeteilt ist. In der Mitte des Tales fuehrt zwischen den Mauern der Weg bergan. Immer mal wieder sind einzelne Steinhaeuser aus rohem Stein in verschiedenen Stadien des Verfalls zu sehen. Auf der ersten Hoehe angekommen bellt ein Hund und eine Frau kommt von oben, um ihn zu beruhigen. Wir halten ein Schwaetzchen mit ihr und klettern weiter hinauf d.H. Pat reitet, und sehen im oberen Haus eine Mutter mit Kind stehen. Sie winkt uns zu. Weiter oben Richtung Pass treffen wir dann auf den vermutlichen Mann der Familie, der hier oben seine Kuehe, sein Pferd und seinen Esel weidet. Flash scheint was gegen das Pony zu haben und fuehrt sich auf. Wir kommen auf die GTA und stehen vor dem Aufstieg zum del Macagno. Er ist nicht gerade als einladend zu bezeichnen, zumal die Pferde und wir muede sind. Aber er wäre der kürzeste Weg nach Riva Valdobia und Richtung Domodossola. Der Hirte ist mit seinen Kühen inzwischen ebenfalls über die Anhöhe gekommen und wärend die Pferde grasen, gehe ich nochmals zu ihm zurück, um mehr über den Übergang zu erfahren. Er zeigt mir die Problematik des Aufstiegs durchs Fernglas und erklärt kategorisch, er wuerde da mit einem Pferd nicht hoch. Nach eingehendem Studium der Karten entscheiden wir den Versuch zu wagen und klettern hinauf. 50 m unter dem Pass übernimmt Pat beide Pferde während ich vollends hochsteige. Der Aufstieg selber auf dem knapp fussbreiten Pfad ist sehr anstrengend, aber 6 m unter der Passhoehe ist dann endgueltig aus, zumindest für die Pferde. Denn ab da führt eine schmale Felsrinne die 6 m hoch, auf der die Pferde keinen Halt finden würden, wenn sie per Gallopsprung da hoch müssten. Also steigen wir wieder ab und konsultieren die Karten noch einmal. Endlich habe ich CH-Karten aus denen das Gelaende wieder ersichtlich ist. Leider nur für den geplanten Weg. Wir haben nur eine Aternative, wir nehmen den anderen Pass. und gehen statt nach Norden nach Osten, das Tal Sorba nach Rassa hinunter. So schön der Aufstieg im Vall Loo war, so beschwerlich ist der Abstieg ins Tal. Einige Steinmaennchen, ab und zu eine Markierung, ansonsten folge man den Schafspuren, von denen ueber 1 000 Stueck hier oben den Sommer verbringen. Über Geröllhalden und durch und entlang von Flussbetten gelangen wir endlich auf einen etwas besseren Weg, dem wir talwärts folgen. Wir und die Pferde sind müde und Flash weigert sich ein paar mal weiter zu gehen. Es regnet wieder und der Weg wird rutschig. Wir sind jetzt 11 h unterwegs und es wird in 3 h dunkel. Eine Stunde spaeter sind wir noch immer sauf dem Weg ins Tal und obgleich der Weg besser ist, scheint es kein Ende zu nehmen. Wir kommen an Ausstellungsstücken der Geschichte vorbei, Köhlerhütten mit den Holzstapeln zur Holzkohlegewinnung und Erzmühlen etc. Es kann nicht mehr weit sein, als ein kleines Häuschen "Heidis Bar" auftaucht. Ich kanns kaum glauben, Pat hat eben davon gesprochen, dass vor ihrem Auge eine Tüte Chips, ein Bier und ein Bett hin und her flögen. Und hier steht es: Heidis Bar und Restaurant. Wir kriegen Heu, eine Weide, ein Abenndessen der extraklasse und Polenta fuer die Pferde. Wir uebernachten unter dem Dach des Minitraktors der Wirtin auf einem Heubett. Als wir Domingo auf die Weide fuehren lahmt er hinten rechts.
Was wird morgen sein?
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Der Campingplatz war super. Die Pferde waren auf einer gut mit Gras bewachsenen und teilweise mit Holz eingezaeunten Wiese mit einzelnen Nadelbaeumen. Wir hatten die Weide nochmals abgetrennt, und uns selber unter einer Baumgruppe niedergelassen. Wir brechen zeitig auf und reiten nach Gaby hoch. Kurz nach Gaby ueberholt uns ein Gelaendewagen, und einer der Leute, die uns in Dondena den Weg erklaert haben, steigt aus und freut sich riesig uns wieder zu sehen. Wir finden den Weg ins Val Loo und der Weg, mit E (leicht) eingestuft fuehrt steil bergan. Als wir oben ankommen tut sich ein weites Tal auf, das mit niedrigen Steimauern in verschiedene Weiden eingeteilt ist. In der Mitte des Tales fuehrt zwischen den Mauern der Weg bergan. Immer mal wieder sind einzelne Steinhaeuser aus rohem Stein in verschiedenen Stadien des Verfalls zu sehen. Auf der ersten Hoehe angekommen bellt ein Hund und eine Frau kommt von oben, um ihn zu beruhigen. Wir halten ein Schwaetzchen mit ihr und klettern weiter hinauf d.H. Pat reitet, und sehen im oberen Haus eine Mutter mit Kind stehen. Sie winkt uns zu. Weiter oben Richtung Pass treffen wir dann auf den vermutlichen Mann der Familie, der hier oben seine Kuehe, sein Pferd und seinen Esel weidet. Flash scheint was gegen das Pony zu haben und fuehrt sich auf. Wir kommen auf die GTA und stehen vor dem Aufstieg zum del Macagno. Er ist nicht gerade als einladend zu bezeichnen, zumal die Pferde und wir muede sind. Aber er wäre der kürzeste Weg nach Riva Valdobia und Richtung Domodossola. Der Hirte ist mit seinen Kühen inzwischen ebenfalls über die Anhöhe gekommen und wärend die Pferde grasen, gehe ich nochmals zu ihm zurück, um mehr über den Übergang zu erfahren. Er zeigt mir die Problematik des Aufstiegs durchs Fernglas und erklärt kategorisch, er wuerde da mit einem Pferd nicht hoch. Nach eingehendem Studium der Karten entscheiden wir den Versuch zu wagen und klettern hinauf. 50 m unter dem Pass übernimmt Pat beide Pferde während ich vollends hochsteige. Der Aufstieg selber auf dem knapp fussbreiten Pfad ist sehr anstrengend, aber 6 m unter der Passhoehe ist dann endgueltig aus, zumindest für die Pferde. Denn ab da führt eine schmale Felsrinne die 6 m hoch, auf der die Pferde keinen Halt finden würden, wenn sie per Gallopsprung da hoch müssten. Also steigen wir wieder ab und konsultieren die Karten noch einmal. Endlich habe ich CH-Karten aus denen das Gelaende wieder ersichtlich ist. Leider nur für den geplanten Weg. Wir haben nur eine Aternative, wir nehmen den anderen Pass. und gehen statt nach Norden nach Osten, das Tal Sorba nach Rassa hinunter. So schön der Aufstieg im Vall Loo war, so beschwerlich ist der Abstieg ins Tal. Einige Steinmaennchen, ab und zu eine Markierung, ansonsten folge man den Schafspuren, von denen ueber 1 000 Stueck hier oben den Sommer verbringen. Über Geröllhalden und durch und entlang von Flussbetten gelangen wir endlich auf einen etwas besseren Weg, dem wir talwärts folgen. Wir und die Pferde sind müde und Flash weigert sich ein paar mal weiter zu gehen. Es regnet wieder und der Weg wird rutschig. Wir sind jetzt 11 h unterwegs und es wird in 3 h dunkel. Eine Stunde spaeter sind wir noch immer sauf dem Weg ins Tal und obgleich der Weg besser ist, scheint es kein Ende zu nehmen. Wir kommen an Ausstellungsstücken der Geschichte vorbei, Köhlerhütten mit den Holzstapeln zur Holzkohlegewinnung und Erzmühlen etc. Es kann nicht mehr weit sein, als ein kleines Häuschen "Heidis Bar" auftaucht. Ich kanns kaum glauben, Pat hat eben davon gesprochen, dass vor ihrem Auge eine Tüte Chips, ein Bier und ein Bett hin und her flögen. Und hier steht es: Heidis Bar und Restaurant. Wir kriegen Heu, eine Weide, ein Abenndessen der extraklasse und Polenta fuer die Pferde. Wir uebernachten unter dem Dach des Minitraktors der Wirtin auf einem Heubett. Als wir Domingo auf die Weide fuehren lahmt er hinten rechts.
Was wird morgen sein?
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28.08.2007
24. Tag Montag, 27.8.07
Isollaz Issime
Sorry, dass die Blogs ausgesetzt hatten, aber ich hatte erst keinen Empfang, dann offensichtlich ein Problem mit dem Telefon. Auf jeden Fall war nach Entfernen der Batterie und der Simkarte der Versand der Blogs erst wieder moeglich. Danke an den persoenlichen techn. Support.
Wir brachten die Pferde runter zum Brunnen, putzten und sattelten auf und ritten auf dem Fahrweg hinauf zum Donduilpass. Oben ist eine super gepflegte Alm, mit sehr netten Bauersleuten, die waren begeistert uns zu sehen und der Sohn fuehrte uns auf dem Viehweg zum Pass hinauf. Wieder haben wir 1200 hm geschafft und fuehren die Pferde in unser erstes Valdenser Tal hinab. Es ist unglaublich in welchen Hoehen und auf welchen Wegen die Bauern hier ihr Vieh halten. Die Leute haben ungeheure Leistungen erbracht, Häuser in diesen Höhen zu bauen, Pfade und Wege anzulegen und Kirchen zu bauen. Da stehen Steinhäuser mit 4 Stockwerken und 100 qm Grundflaeche auf 1600 m Hoehe und es fuehrt ein Mauleselpfad hinauf. Wir gehen durch lichte Waelder dem Berghang entllang und gelangen zu einem Alphof aus dem 15. JH, der noch bewohnt und bewirtschaftet ist. Hochgebirgskultur pur, hier hätte der Almöhi aus Spirigs Heidi wohnen können. Das ebenfalls auf der Weide stehende Pferd entpuppte sich als friedlicher Wallach und wir zogen unseres Weges. Bald erreichten wir die Kirche, die als Versammlungsort und Kommunikationszentrum der Bergler gebaut wurde und von wo aus man mit Signalen ins Dorf hinunter Informationen austauschen konnte. Hier nahm uns die Teerstrasse wieder in Empfang und wir klopften den Weg runter bis nach Isime. Dort kaufen wir ein und genehmigen uns gekuehlte Limo und Chips. Wir reiten auf der rechten Flussseite Richtung Gaby und finden auf dem Campingplatz eine super Weide fuer die Pferde und die Chefin laesst Essen herfahren fuer uns. Duschen, Essen und dann in den Schlafsack, die Pferde geniessen den Klee..
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Sorry, dass die Blogs ausgesetzt hatten, aber ich hatte erst keinen Empfang, dann offensichtlich ein Problem mit dem Telefon. Auf jeden Fall war nach Entfernen der Batterie und der Simkarte der Versand der Blogs erst wieder moeglich. Danke an den persoenlichen techn. Support.
Wir brachten die Pferde runter zum Brunnen, putzten und sattelten auf und ritten auf dem Fahrweg hinauf zum Donduilpass. Oben ist eine super gepflegte Alm, mit sehr netten Bauersleuten, die waren begeistert uns zu sehen und der Sohn fuehrte uns auf dem Viehweg zum Pass hinauf. Wieder haben wir 1200 hm geschafft und fuehren die Pferde in unser erstes Valdenser Tal hinab. Es ist unglaublich in welchen Hoehen und auf welchen Wegen die Bauern hier ihr Vieh halten. Die Leute haben ungeheure Leistungen erbracht, Häuser in diesen Höhen zu bauen, Pfade und Wege anzulegen und Kirchen zu bauen. Da stehen Steinhäuser mit 4 Stockwerken und 100 qm Grundflaeche auf 1600 m Hoehe und es fuehrt ein Mauleselpfad hinauf. Wir gehen durch lichte Waelder dem Berghang entllang und gelangen zu einem Alphof aus dem 15. JH, der noch bewohnt und bewirtschaftet ist. Hochgebirgskultur pur, hier hätte der Almöhi aus Spirigs Heidi wohnen können. Das ebenfalls auf der Weide stehende Pferd entpuppte sich als friedlicher Wallach und wir zogen unseres Weges. Bald erreichten wir die Kirche, die als Versammlungsort und Kommunikationszentrum der Bergler gebaut wurde und von wo aus man mit Signalen ins Dorf hinunter Informationen austauschen konnte. Hier nahm uns die Teerstrasse wieder in Empfang und wir klopften den Weg runter bis nach Isime. Dort kaufen wir ein und genehmigen uns gekuehlte Limo und Chips. Wir reiten auf der rechten Flussseite Richtung Gaby und finden auf dem Campingplatz eine super Weide fuer die Pferde und die Chefin laesst Essen herfahren fuer uns. Duschen, Essen und dann in den Schlafsack, die Pferde geniessen den Klee..
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26.08.2007
23. Tag - Sonntag, 26.08.2007
Rif Dondena Isollaz
Die Hunde werden vom Wirt zur Ruhe gebracht, damit wir ohne das ganze Haus zu wecken, unser Zeugs aus der Kammer räumen und die Pferde satteln können. Das Frühstück ist reichlich und wir führen die Pferde die Naturstrasse hinunter, durch den National-Park Avic, das mich an die Landschaft Schottlands erinnert. Verstreute, ehemals hoch herrschaftliche Häuser und grüne rollende Hügel. Wir erreichen den Weg, der uns über den Col de Croix führt. An grünen Seen vorbei steigen wir, Domingo endlich mal wieder an der Spitze, den Passpfad hoch und kommen bald zum Rif Barbustel. Dort gibt uns der Wirt wertvolle Tips über den weiteren Weg und wir ziehen über einen schönen Gebirgsweg an Seen und Moorlandschaften vorbei ins Tal, wo uns die endlos serpentierende Strasse nach Champdepraz im Aostatal erwartet. Unterwegs steigt uns der Duft von gegrilltem Fleisch in die Nase und uns läuft das Wasser im Munde zusammen. Bilder von gegrillten Steaks auf frischen Brötchen steigen vor dem geistigen Auge auf. Wir finden die Quelle und versuchen an so ein Stück Fleisch zu kommen. Aber dies ist Italien, das Fleisch gibt es nur als secondo Plati eines 5 gängigen Menüs zu 32 Euro pro Person. A Discretion inkl. Wein und Digestive und Kafee selbstverständlich. Wir verzichten etwas frustriert und entscheiden, dass es heute ein Stück Fleisch zum Abendessen gibt. Nach 2 Stunden Teerklopfen sind wir endlich im Aostatal und am ersten Brunnen kühlen wir erstmal die glühenden Füsse und gönnen uns in Verres ein Panache und ein Eis, nachdem die Pferde eines Bauern Kleebestand etwas reduziert hatten. Wir reiten zur Burg hinauf Richtung Villa und finden in Isollaz einen Bauern, der uns Weide, Heu und Kraftfutter überlässt. Nach einer Fuss- und Oberkörperwaschung nehmen wir nochmal 500 m Weg in Kauf, um im Bistro unser 3-Gang Menü zu bestellen. Wir geben den Pferden das zusätzliche Heu auf die Weide und legen uns etwas oberhalb der Weide auf unseren Sattelpads schlafen. Der Vollmond steigt über dem gegenüberliegenden Bergkamm auf und taucht unser Nachtquartier und die Weide in sein sanftes Licht. Kann jemand das Licht löschen, murmelt Pat bevor sie einschläft.
Die Hunde werden vom Wirt zur Ruhe gebracht, damit wir ohne das ganze Haus zu wecken, unser Zeugs aus der Kammer räumen und die Pferde satteln können. Das Frühstück ist reichlich und wir führen die Pferde die Naturstrasse hinunter, durch den National-Park Avic, das mich an die Landschaft Schottlands erinnert. Verstreute, ehemals hoch herrschaftliche Häuser und grüne rollende Hügel. Wir erreichen den Weg, der uns über den Col de Croix führt. An grünen Seen vorbei steigen wir, Domingo endlich mal wieder an der Spitze, den Passpfad hoch und kommen bald zum Rif Barbustel. Dort gibt uns der Wirt wertvolle Tips über den weiteren Weg und wir ziehen über einen schönen Gebirgsweg an Seen und Moorlandschaften vorbei ins Tal, wo uns die endlos serpentierende Strasse nach Champdepraz im Aostatal erwartet. Unterwegs steigt uns der Duft von gegrilltem Fleisch in die Nase und uns läuft das Wasser im Munde zusammen. Bilder von gegrillten Steaks auf frischen Brötchen steigen vor dem geistigen Auge auf. Wir finden die Quelle und versuchen an so ein Stück Fleisch zu kommen. Aber dies ist Italien, das Fleisch gibt es nur als secondo Plati eines 5 gängigen Menüs zu 32 Euro pro Person. A Discretion inkl. Wein und Digestive und Kafee selbstverständlich. Wir verzichten etwas frustriert und entscheiden, dass es heute ein Stück Fleisch zum Abendessen gibt. Nach 2 Stunden Teerklopfen sind wir endlich im Aostatal und am ersten Brunnen kühlen wir erstmal die glühenden Füsse und gönnen uns in Verres ein Panache und ein Eis, nachdem die Pferde eines Bauern Kleebestand etwas reduziert hatten. Wir reiten zur Burg hinauf Richtung Villa und finden in Isollaz einen Bauern, der uns Weide, Heu und Kraftfutter überlässt. Nach einer Fuss- und Oberkörperwaschung nehmen wir nochmal 500 m Weg in Kauf, um im Bistro unser 3-Gang Menü zu bestellen. Wir geben den Pferden das zusätzliche Heu auf die Weide und legen uns etwas oberhalb der Weide auf unseren Sattelpads schlafen. Der Vollmond steigt über dem gegenüberliegenden Bergkamm auf und taucht unser Nachtquartier und die Weide in sein sanftes Licht. Kann jemand das Licht löschen, murmelt Pat bevor sie einschläft.
25.08.2007
22. Tag - Samstag, 25.08.2007
Ronco Canavese Piamprato Rif Dondena
Die innere Uhr weckt uns in der Frühe und nach dem Frühstück, bestehend aus Gebäck und Aprikosensaft satteln wir auf, holen mein geladenes Handy beim Nachbarn und marschieren auf der Strasse nach Bosco und Ronco Canavese hinunter. Unterwegs treffen wir die Frau wieder, die am Abend zuvor die Handyladung und den Port organisiert hatte. Wir erreichen Ronco zur Ladenöffnungszeit und genehmigen uns erstmal einen Cappuccino und vier Croissants. Dann parken wir die Pferde auf dem Dorfparkplatz und während Pat im Alimentari einkauft, versuche ich den Blog zu schreiben und gleichzeitig die unzähligen Fragen der Passanten zu beantworten. Woher wir kommen, wohin wir wollen, warum kein Gebiss, warum keine Ferro (Eisenbeschlag), warum Plastico, Nationalität, Name der Pferde, Alter, warum stehen die so brav ? etc. Ganz einfach, die sind froh sich nicht bewegen zu müssen. Wir führen am Samstagsmarkt vorbei die Strasse hinauf, als Flash gerade hinter dem Stand mit Socken äpfelt, wo doch Pat Socken kaufen wollte. Der Besitzer macht so ein Theater, dass wir entscheiden Socke Socke sein zu lassen und weitergehen. Den Weg nach Piamprato nehmen wir im Trab. Die Täler scheinen sich zu weiten und statt dem gelb der verdorrten Gräser finden wir saftiges grün. Der Himmel ist klar und wir gehen der Karte gemäss durchs Dorf um den GTA zu finden. Nur das die Karte mal wieder nicht stimmt und wir am Ende des Dorfes umkehren, um am unteren Ende den Weg zu suchen. Da wir die Bar nun zum zweiten mal passieren, genehmigen wir uns einen Kaffee und kommen ins Gespräch mit Einheimischen, die uns dringend abraten den Passo di Ocre zu machen, weil weder Kuh noch Muli da hoch kommen. Es gibt eine Stelle im Weg, wo man zwischen 2 Felswänden durch muss, und die ist zu schmal für Kühe oder Esel. Was nun ? Wir packen die Karten aus und bestellen noch eine Limonensaft und gemeinsam mit den Einheimischen erarbeiten wir eine alternative Route, die uns weiter nördlich wieder zur GTA bringt. Wir gehen also das dritte Mal das Dorf hoch und reiten die erste drei km den Weg hoch. Dann kommt der "viel leichtere" Weg nach oben und es wird uns klar, die richtige Entscheidung getroffen zu haben. Wen dies leicht ist, möchte ich den anderen nicht sehen. Es geht auf nicht sehr gut markierten Wegen aufwärts und da die Karte zu 50 % falsch ist, rätseln wir ein paar mal, wo der Weg wohl weiter gehen möge. Auf halben Wege hinauf lädt ein Becken im Bach zum kühlen Bade ein. Erfrischt gehen wir weiter und endlich wird klar, welcher Übergang es diesmal sein wird. Wir machen auf einer Hochebene rast und einige Übergänge später stehen wir auf dem Pass Colle der Larissa und bestaunen das grandiose Bergpanorama mit dem Monte Rosa im Hintergrund. Laaange Paaauuuuse. Wir finden die Fahrstrasse und folgen ihr hinunter an Alphütten vorbei bis zum Rif Dondena. Der Wirt hat selber Pferde und erwartet uns schon. Herrlich eine Weide für die Pferde, Kraftfutter, Dusche und Abendessen mit anschliessendem Bett. Wir werden sogar hier frühstücken.
Die innere Uhr weckt uns in der Frühe und nach dem Frühstück, bestehend aus Gebäck und Aprikosensaft satteln wir auf, holen mein geladenes Handy beim Nachbarn und marschieren auf der Strasse nach Bosco und Ronco Canavese hinunter. Unterwegs treffen wir die Frau wieder, die am Abend zuvor die Handyladung und den Port organisiert hatte. Wir erreichen Ronco zur Ladenöffnungszeit und genehmigen uns erstmal einen Cappuccino und vier Croissants. Dann parken wir die Pferde auf dem Dorfparkplatz und während Pat im Alimentari einkauft, versuche ich den Blog zu schreiben und gleichzeitig die unzähligen Fragen der Passanten zu beantworten. Woher wir kommen, wohin wir wollen, warum kein Gebiss, warum keine Ferro (Eisenbeschlag), warum Plastico, Nationalität, Name der Pferde, Alter, warum stehen die so brav ? etc. Ganz einfach, die sind froh sich nicht bewegen zu müssen. Wir führen am Samstagsmarkt vorbei die Strasse hinauf, als Flash gerade hinter dem Stand mit Socken äpfelt, wo doch Pat Socken kaufen wollte. Der Besitzer macht so ein Theater, dass wir entscheiden Socke Socke sein zu lassen und weitergehen. Den Weg nach Piamprato nehmen wir im Trab. Die Täler scheinen sich zu weiten und statt dem gelb der verdorrten Gräser finden wir saftiges grün. Der Himmel ist klar und wir gehen der Karte gemäss durchs Dorf um den GTA zu finden. Nur das die Karte mal wieder nicht stimmt und wir am Ende des Dorfes umkehren, um am unteren Ende den Weg zu suchen. Da wir die Bar nun zum zweiten mal passieren, genehmigen wir uns einen Kaffee und kommen ins Gespräch mit Einheimischen, die uns dringend abraten den Passo di Ocre zu machen, weil weder Kuh noch Muli da hoch kommen. Es gibt eine Stelle im Weg, wo man zwischen 2 Felswänden durch muss, und die ist zu schmal für Kühe oder Esel. Was nun ? Wir packen die Karten aus und bestellen noch eine Limonensaft und gemeinsam mit den Einheimischen erarbeiten wir eine alternative Route, die uns weiter nördlich wieder zur GTA bringt. Wir gehen also das dritte Mal das Dorf hoch und reiten die erste drei km den Weg hoch. Dann kommt der "viel leichtere" Weg nach oben und es wird uns klar, die richtige Entscheidung getroffen zu haben. Wen dies leicht ist, möchte ich den anderen nicht sehen. Es geht auf nicht sehr gut markierten Wegen aufwärts und da die Karte zu 50 % falsch ist, rätseln wir ein paar mal, wo der Weg wohl weiter gehen möge. Auf halben Wege hinauf lädt ein Becken im Bach zum kühlen Bade ein. Erfrischt gehen wir weiter und endlich wird klar, welcher Übergang es diesmal sein wird. Wir machen auf einer Hochebene rast und einige Übergänge später stehen wir auf dem Pass Colle der Larissa und bestaunen das grandiose Bergpanorama mit dem Monte Rosa im Hintergrund. Laaange Paaauuuuse. Wir finden die Fahrstrasse und folgen ihr hinunter an Alphütten vorbei bis zum Rif Dondena. Der Wirt hat selber Pferde und erwartet uns schon. Herrlich eine Weide für die Pferde, Kraftfutter, Dusche und Abendessen mit anschliessendem Bett. Wir werden sogar hier frühstücken.
24.08.2007
21. Tag - Freitag, 24.08.2007
Locana Ronco Canavese Bosco
Wir brechen zeitig auf und gehen ins Dorf Locana hinunter. Ein Alimentari liefert uns Verpflegung, in einer Eisenwarenhandlung finde ich Duc-Tape und in der Apotheke stocken wir unser Verbandsmaterial auf. Flashes Verletzung eitert und wir müssen dafür sorgen, dass sie sauber bleibt. In einer Bar gibts Cappuccino und Croissants und Informationen zur nächsten Fattoria (Bauer), der uns vielleicht Mangime di Vacche verkaufen wird. Die Pferde stehen angebunden an den Fenstergittern der Kirche. Wir finden ihn und das alte Bäuerlein macht einen Reibach. Er will 20 Euro für 10 kg Kraftfutter. Egal. Wir stocken auf und reiten auf Feldwegen das Tal hinunter. Reiten in der Ebene macht Spass, stellen wir fest, denn bislang sind wir entweder hochgeklettert oder haben geführt. Das Wetter ist gut und es verspricht gut zu bleiben. Wir reiten in Sparone die Teerstrasse hinauf bis zum Santuario di Trascondu und dann gehts mal wieder 700 HM hinauf zum Coll der Crest. Der Weg hinauf ist wie gewohnt knapp Maultiertauglich, aber oben sind nur noch Schafe und Ziegen unterwegs. Die Hufe der Pferde sind breiter als der Pfad, der an einem Grashang in 2000m Hohe quer den Berg hochführt. Der Adrealinschub für heute. Im Weg sind dann noch ein paar Felsen, die es zu umschiffen gilt, beide machen das souverän, in dem sie versuchen, über den Fels hinweg zu klettern, abrutschen (es geht ja nur etwa 100 m steil runter), um dann unterhalb des Felsens per Galloppsprung wieder auf das Pfädlein hoch zu springen. Wir klettern weiter hinauf und kommen auf den Grat mit gerade mal 2 Pferdelängen Platz und bestaunen die Aussicht, die sich vor uns auftut. Wir sehen die gesamte Poebene vor uns mit weiteren Bergen im Hintergrund. Leider können wir nicht verweilen, denn der Platz geht in drei Richtungen steil bergab. Beim Abstieg habe ich Muffensausen und bin froh als wir wieder Kuhmist unter den Füssen haben. Der Weg runter ins Tal ist diesmal gut markiert, wir sind schliesslich wieder auf der GTA und so ist es kein Problem, dass wir bis um 19 Uhr abends absteigen, bevor wir ein Dorf oberhalb von Bosco halt machen und Bewohner fragen, ob wir die Pferde weiden lassen können. Die Besitzer der Hauser sind zögerlich, erst als wir erklären, dass wir morgen um 6 wieder aufbrechen, lassen sie uns gewähren, und zeigen uns sogar alte Ballen Heu des Grundstückbesitzers, die er in einer Scheune vergessen hat. Wir geben den Pferden einen Ballen davon und zäunen sie ein. Selber schlafen wir in der Scheune auf einer dort gefundenen Matratze. Das Abendessen fällt dürftig aus, das eingekaufte Brot lässt sich nicht mehr finden. Aber wir können der Christine mit Portwein zuprosten, den der Besitzer eines der Häuser spendiert, als ich ihn um Strom für mein Handy angehe. Es war ein langer Tag, wir waren über 12 Stunden unterwegs. Aber es hat sich gelohnt. Wir sind inzwischen fast 700 km weit gekommen und sind über 30000 HM hochgeklettert. Unsere Kniee und Oberschenkel sind noch da und auch den Pferden geht es gut.
Wir brechen zeitig auf und gehen ins Dorf Locana hinunter. Ein Alimentari liefert uns Verpflegung, in einer Eisenwarenhandlung finde ich Duc-Tape und in der Apotheke stocken wir unser Verbandsmaterial auf. Flashes Verletzung eitert und wir müssen dafür sorgen, dass sie sauber bleibt. In einer Bar gibts Cappuccino und Croissants und Informationen zur nächsten Fattoria (Bauer), der uns vielleicht Mangime di Vacche verkaufen wird. Die Pferde stehen angebunden an den Fenstergittern der Kirche. Wir finden ihn und das alte Bäuerlein macht einen Reibach. Er will 20 Euro für 10 kg Kraftfutter. Egal. Wir stocken auf und reiten auf Feldwegen das Tal hinunter. Reiten in der Ebene macht Spass, stellen wir fest, denn bislang sind wir entweder hochgeklettert oder haben geführt. Das Wetter ist gut und es verspricht gut zu bleiben. Wir reiten in Sparone die Teerstrasse hinauf bis zum Santuario di Trascondu und dann gehts mal wieder 700 HM hinauf zum Coll der Crest. Der Weg hinauf ist wie gewohnt knapp Maultiertauglich, aber oben sind nur noch Schafe und Ziegen unterwegs. Die Hufe der Pferde sind breiter als der Pfad, der an einem Grashang in 2000m Hohe quer den Berg hochführt. Der Adrealinschub für heute. Im Weg sind dann noch ein paar Felsen, die es zu umschiffen gilt, beide machen das souverän, in dem sie versuchen, über den Fels hinweg zu klettern, abrutschen (es geht ja nur etwa 100 m steil runter), um dann unterhalb des Felsens per Galloppsprung wieder auf das Pfädlein hoch zu springen. Wir klettern weiter hinauf und kommen auf den Grat mit gerade mal 2 Pferdelängen Platz und bestaunen die Aussicht, die sich vor uns auftut. Wir sehen die gesamte Poebene vor uns mit weiteren Bergen im Hintergrund. Leider können wir nicht verweilen, denn der Platz geht in drei Richtungen steil bergab. Beim Abstieg habe ich Muffensausen und bin froh als wir wieder Kuhmist unter den Füssen haben. Der Weg runter ins Tal ist diesmal gut markiert, wir sind schliesslich wieder auf der GTA und so ist es kein Problem, dass wir bis um 19 Uhr abends absteigen, bevor wir ein Dorf oberhalb von Bosco halt machen und Bewohner fragen, ob wir die Pferde weiden lassen können. Die Besitzer der Hauser sind zögerlich, erst als wir erklären, dass wir morgen um 6 wieder aufbrechen, lassen sie uns gewähren, und zeigen uns sogar alte Ballen Heu des Grundstückbesitzers, die er in einer Scheune vergessen hat. Wir geben den Pferden einen Ballen davon und zäunen sie ein. Selber schlafen wir in der Scheune auf einer dort gefundenen Matratze. Das Abendessen fällt dürftig aus, das eingekaufte Brot lässt sich nicht mehr finden. Aber wir können der Christine mit Portwein zuprosten, den der Besitzer eines der Häuser spendiert, als ich ihn um Strom für mein Handy angehe. Es war ein langer Tag, wir waren über 12 Stunden unterwegs. Aber es hat sich gelohnt. Wir sind inzwischen fast 700 km weit gekommen und sind über 30000 HM hochgeklettert. Unsere Kniee und Oberschenkel sind noch da und auch den Pferden geht es gut.
23.08.2007
20. Tag - Donnerstag, 23.08.2007
Balme Locana
In der Früh entscheiden wir unter Mithilfe des Wirtes den Col der Trione nicht zu machen, sondern wetterbedingt eine Abkürzung zu nehmen, die uns eine Tagesetappe einsparen sollte. Es hatte bis auf 2000 m hinunter geschneit und wir mussten auf über 2800 m hoch. Auch war Südwetter angesagt. Weitere Wolken, Regenschauer und Nebel. Erst ab Freitag sollte es wieder besser werden. Wir ritten nach Lamie hinunter, und überfielen den Bankautomaten in Ceres im Cowboystyle. Leider war die Beute gering. 2 x 250 EUR. Mehr gaben die Karten nicht her. Wir verliessen Ceres und überquerten den Fluss. Die Pferde durften grasen. Pat wartete verzweifelt bis eine Oma mit Kind an uns vorbei war, sie musste dringend ins Gebüsch. Die Pferde brachten uns trabend die Bergstrasse hoch bis auf etwa 1300 m, als wir wieder einem Wanderweg folgend die Pferde einen steilen Pfad hinauf führten, und Pat mal wieder in den Genuss von Wespenstichen kam. Wir überschritten den Pass, verliessen den Wanderweg um der Fahrstrasse zu folgen und ritten dann im erneut dichten Nebel über den Forchetta Pass hinauf zu Alp Coasiolo. Dort fragten wir die Bäuerin nach der Wegdauer, der Beschilderung und welchen Weg wir nehmen sollten. Die Antworten waren richtig ermutigend. Noch 5-7 Std und Wegmarkierungen gibt es nicht, aber wir sollen da lang zum Pass Perascritta. Nicht desto trotz machten wir uns auf in die dichte Nebelsuppe hinein. Der Fahrweg führte bis 20 hm unter den Pass, aber wir brauchten etwas, um den Einstieg zu finden. Der Nebel lichtete sich und gerade als wir den Pass überqaürten kam uns ein Muliführer entgegen, der uns immerhin den Abstieg über die ersten 500 m Felsgelände erläuterte und uns anwies den Viehpfaden zu folgen. Vieh hat nun aber mal die Tendenz nicht wie Perlen an der Schnur hintereinander zu gehen, insoweit gestaltete sich der Abstieg etwas spannend. Zum Glück hatte sich der Nebel weitgehendst verzogen, so dass wir sehen konnten, wohin wir gingen. Es gab jedoch keinerlei Wegmarkierung. Nach einigen Abstiegen über Geröllhalden und Wiesenhalden erreichten wir dann glücklich den Viehauftriebweg, dem wir dann nach unten folgten. Diese Pfade bestehen aus Geröll, Sumpf und Steinplatten und führen immer seitwärts am Berghang entlang, entweder weil im Tal der Bach so von Gehölz umgeben ist, dass es dort kein Durchkommen gibt, oder weil da unten das Vieh grast. Pat hat langsam genug von der Klettererei über rutschige Steine und wir bauen auf der Weide 10 Min oberhalb des Dorfes unser Nachtquartier im Freien. Pat meinte, sie käme sich vor, wie in den Pioniertagen des wilden Westens, nur ohne Indianer.
In der Früh entscheiden wir unter Mithilfe des Wirtes den Col der Trione nicht zu machen, sondern wetterbedingt eine Abkürzung zu nehmen, die uns eine Tagesetappe einsparen sollte. Es hatte bis auf 2000 m hinunter geschneit und wir mussten auf über 2800 m hoch. Auch war Südwetter angesagt. Weitere Wolken, Regenschauer und Nebel. Erst ab Freitag sollte es wieder besser werden. Wir ritten nach Lamie hinunter, und überfielen den Bankautomaten in Ceres im Cowboystyle. Leider war die Beute gering. 2 x 250 EUR. Mehr gaben die Karten nicht her. Wir verliessen Ceres und überquerten den Fluss. Die Pferde durften grasen. Pat wartete verzweifelt bis eine Oma mit Kind an uns vorbei war, sie musste dringend ins Gebüsch. Die Pferde brachten uns trabend die Bergstrasse hoch bis auf etwa 1300 m, als wir wieder einem Wanderweg folgend die Pferde einen steilen Pfad hinauf führten, und Pat mal wieder in den Genuss von Wespenstichen kam. Wir überschritten den Pass, verliessen den Wanderweg um der Fahrstrasse zu folgen und ritten dann im erneut dichten Nebel über den Forchetta Pass hinauf zu Alp Coasiolo. Dort fragten wir die Bäuerin nach der Wegdauer, der Beschilderung und welchen Weg wir nehmen sollten. Die Antworten waren richtig ermutigend. Noch 5-7 Std und Wegmarkierungen gibt es nicht, aber wir sollen da lang zum Pass Perascritta. Nicht desto trotz machten wir uns auf in die dichte Nebelsuppe hinein. Der Fahrweg führte bis 20 hm unter den Pass, aber wir brauchten etwas, um den Einstieg zu finden. Der Nebel lichtete sich und gerade als wir den Pass überqaürten kam uns ein Muliführer entgegen, der uns immerhin den Abstieg über die ersten 500 m Felsgelände erläuterte und uns anwies den Viehpfaden zu folgen. Vieh hat nun aber mal die Tendenz nicht wie Perlen an der Schnur hintereinander zu gehen, insoweit gestaltete sich der Abstieg etwas spannend. Zum Glück hatte sich der Nebel weitgehendst verzogen, so dass wir sehen konnten, wohin wir gingen. Es gab jedoch keinerlei Wegmarkierung. Nach einigen Abstiegen über Geröllhalden und Wiesenhalden erreichten wir dann glücklich den Viehauftriebweg, dem wir dann nach unten folgten. Diese Pfade bestehen aus Geröll, Sumpf und Steinplatten und führen immer seitwärts am Berghang entlang, entweder weil im Tal der Bach so von Gehölz umgeben ist, dass es dort kein Durchkommen gibt, oder weil da unten das Vieh grast. Pat hat langsam genug von der Klettererei über rutschige Steine und wir bauen auf der Weide 10 Min oberhalb des Dorfes unser Nachtquartier im Freien. Pat meinte, sie käme sich vor, wie in den Pioniertagen des wilden Westens, nur ohne Indianer.
22.08.2007
19. Tag - Mittwoch, 22.08.2007
Usseglio Balme
Im Grandhotel Usseglio gab's Zwieback zum Frühstrück, grosser Name kleiner Service. Wir satteln auf und klettern den GTA Weg hinauf. Doch nach kurzer Zeit wird klar, der Weg ist zu heftig (molto brutto) und wir konsultieren die Karte. 10 km weiter talabwärts geht ein Weg den Berg hinauf zu einer Alm, ganz in der Nähe von dem Pass über den wir drüber müssen. Wir entscheiden uns dafür und kehren um. Unterwegs treffen wir auf Henrich, der uns die vergessene Uhr der Pat im Grandhotel nachfährt. Wir reiten den Fahrweg hoch und nach etwa 1100 Hm kommen wir zur Alm. Dort fängt der Weg zum Pass an. Die Wegmarkierung erschöpft sich in einem grünen Pinselstrich alle 500m, die anderen sind wohl mit Kuhfladen übertüncht worden. Zum Glück haben die Hirten Steinmännle gebaut, denn der dichte Nebel lässt uns zum Teil gerade mal 10 m Sicht. Man klettere also zum Steinmännle und halte dann Ausschau zum nächsten usw. Nach einer weiteren Stunde des Kletterns erreichen wir den Pass mit wundervoller Aussicht ins weisse Nichts. Wir machen ein paar Fotos und klettern den Pass hinunter als sich der Nebel lichtet und wir wenigstens 100 m Umfeld sehen. Wäre echt schön hier oben. Wir klettern über Geröllfelder und Felsen, und müssen die Pferde häufiger ihren Weg finden lassen als uns lieb ist. Die Steine sind nass und die Pferde rutschen öfters mal aus. Trotz Gamaschen reisst sich Flash seine Wunde wieder auf. Ich überlege mir, ob wir so wirklich morgen weitermachen wollen. Wir treffen auf eine Gruppe und erhalten auf eine Frage 10 verschiedene Antworten gleichzeitig. Erkenntnisstand: keiner hat von irgend etwas eine Ahnung. Wir entscheiden uns die GTA zu verlassen und den Vietreiberweg ins Tal zu nehmen, da die Kühe auch nicht die GTA hochgekommen sind. Der Weg ist frisch ausgeschnitten und gut erkennbar. Wir klettern hinunter, die Pferde genau hinter uns, denn die Steine sind nass und glitschig. Wir kommen zu einer Alp und der Öhi (sicher 80 plus) ist sichtlich begeistert Besucher zu haben. Mit einer grossen Flasche kommt er aus seiner Steinhütte zurück, nachdem er uns gesehen hat. Er scheint nach Gläsern zu suchen, als Pat mich bittet den Becher der Thermoskanne zu holen. Der Wein ist nicht schlecht und er schenkt uns eifrig nach und erzählt und erzählt und wir nicken und lachen und verstehen kein Wort. Allerdings kann ich mir vorstellen, das ich nach einigen weiteren Gläsern plötzlich fliessend italienisch gesprochen hätte. Beschwingt gingen wir das letzte Stück des Weges und erreichten Balme. Während Pat im Alimentari einkaufen ging, suchte und fand ich das Posto Tapa und der Wirt (englisch sprechend) fand sofort Lösungen für alle Pferdeprobleme. Auf dem Weg ins Tal Heu zu holen, treffen wir Pat und ich gehe ins Tapa zurück. Das Essen ist ausgezeichnet, wie auch das ganze Haus. Wir trocknen unsere Sachen im Heizungsraum und die Pferde fressen ihr Heu auf dem Fussballfeld.
Im Grandhotel Usseglio gab's Zwieback zum Frühstrück, grosser Name kleiner Service. Wir satteln auf und klettern den GTA Weg hinauf. Doch nach kurzer Zeit wird klar, der Weg ist zu heftig (molto brutto) und wir konsultieren die Karte. 10 km weiter talabwärts geht ein Weg den Berg hinauf zu einer Alm, ganz in der Nähe von dem Pass über den wir drüber müssen. Wir entscheiden uns dafür und kehren um. Unterwegs treffen wir auf Henrich, der uns die vergessene Uhr der Pat im Grandhotel nachfährt. Wir reiten den Fahrweg hoch und nach etwa 1100 Hm kommen wir zur Alm. Dort fängt der Weg zum Pass an. Die Wegmarkierung erschöpft sich in einem grünen Pinselstrich alle 500m, die anderen sind wohl mit Kuhfladen übertüncht worden. Zum Glück haben die Hirten Steinmännle gebaut, denn der dichte Nebel lässt uns zum Teil gerade mal 10 m Sicht. Man klettere also zum Steinmännle und halte dann Ausschau zum nächsten usw. Nach einer weiteren Stunde des Kletterns erreichen wir den Pass mit wundervoller Aussicht ins weisse Nichts. Wir machen ein paar Fotos und klettern den Pass hinunter als sich der Nebel lichtet und wir wenigstens 100 m Umfeld sehen. Wäre echt schön hier oben. Wir klettern über Geröllfelder und Felsen, und müssen die Pferde häufiger ihren Weg finden lassen als uns lieb ist. Die Steine sind nass und die Pferde rutschen öfters mal aus. Trotz Gamaschen reisst sich Flash seine Wunde wieder auf. Ich überlege mir, ob wir so wirklich morgen weitermachen wollen. Wir treffen auf eine Gruppe und erhalten auf eine Frage 10 verschiedene Antworten gleichzeitig. Erkenntnisstand: keiner hat von irgend etwas eine Ahnung. Wir entscheiden uns die GTA zu verlassen und den Vietreiberweg ins Tal zu nehmen, da die Kühe auch nicht die GTA hochgekommen sind. Der Weg ist frisch ausgeschnitten und gut erkennbar. Wir klettern hinunter, die Pferde genau hinter uns, denn die Steine sind nass und glitschig. Wir kommen zu einer Alp und der Öhi (sicher 80 plus) ist sichtlich begeistert Besucher zu haben. Mit einer grossen Flasche kommt er aus seiner Steinhütte zurück, nachdem er uns gesehen hat. Er scheint nach Gläsern zu suchen, als Pat mich bittet den Becher der Thermoskanne zu holen. Der Wein ist nicht schlecht und er schenkt uns eifrig nach und erzählt und erzählt und wir nicken und lachen und verstehen kein Wort. Allerdings kann ich mir vorstellen, das ich nach einigen weiteren Gläsern plötzlich fliessend italienisch gesprochen hätte. Beschwingt gingen wir das letzte Stück des Weges und erreichten Balme. Während Pat im Alimentari einkaufen ging, suchte und fand ich das Posto Tapa und der Wirt (englisch sprechend) fand sofort Lösungen für alle Pferdeprobleme. Auf dem Weg ins Tal Heu zu holen, treffen wir Pat und ich gehe ins Tapa zurück. Das Essen ist ausgezeichnet, wie auch das ganze Haus. Wir trocknen unsere Sachen im Heizungsraum und die Pferde fressen ihr Heu auf dem Fussballfeld.
21.08.2007
18. Tag - Dienstag, 21.08.2007
Rif ll Trucco Usseglio.
Das Wetter hält sich. Es ist richtig super. Keine Bremsen, keine Fliegen, keine Touris, die im Weg rumstehen, ab und zu eine Aufhellung. Und der Regen und Schnee, die stören kaum. Einzig dass man nichts sieht, ist schade, denn immerhin klettern wir auf 2600 m hinauf. Dafür erhalten die Füsse gerade eine Spülung mit Schongang, und da mein rechter Stiefel ein Loch hat, kann dort das Wasser schneller abfliessen als links.
Wir stehen um 5 Uhr auf und versuchen leise zu sein, wegen den anderen Gästen. Wir essen unser Frühstück mit Neskaffee, da die Wirtin alle fehlende Milch der letzten 14 Tage in dieser Thermos versammelt hat. Wir füttern die Pferde, laden unser Zeugs aus dem Pickup des Wirtes und holen die Pferde. Während wir satteln, giesst es heftig und wir sind richtig begeistert von dem heutigen Tag. Wir führen ein Stück, die Pferde scheinen die ganze Nacht bei guter Weide gehungert zu haben, denn es wird nach jedem Hälmchen gegiert.
Wir steigen auf und reiten bis zum Ende des Fahrweges in dichtem Nebel und Nieselregen. Wir kommen zur Alp Alcella, wo uns der Schafhirte eine warme Küche, Kaffe und Kekse sowie unseren Pferden Kraftfutter anbietet. Sogar den Dieselgenerator wirft er an, damit ich mein Handy aufladen kann. Dankbar nehmen wir an und wärmen uns auf. Etwas später hellt es auf und wir führen die letzten 600 hm den Pass Crocce di Ferro hinauf. Auf den letzten 200 hm wandelt sich der Regen in Schnee und es wird empfindlich kalt. An der Berghütte vorbei, kommen wir zum Pass, den wir zügig überschreiten. Wir müssen hier runter, bevor der Schnee die Felsplatten zu rutschig macht. Dank den Kunstoffbeschlägen geht es ganz gut und um 13 Uhr haben wir die Alp Vulpo erreicht, leider haben wir ausser Nebel nicht viel gesehen und sind eigentlich nur klatschnass. Wir lassen die Pferde grasen und genehmigen uns einen Teller Spaghetti, Kaffee und heisse Schokolade Es ist schön, wenn die Fussspülung mal kurz aussetzt. Wir nehmen die Strasse nach Usseglio und kommen in den ersten Teilort. Dort findet eine Herde Ziegen unsere Pferde so spannend, dass sie uns verfolgen, was wiederum von unseren beiden Helden mit 'Flucht nach Vorn versuchen" honoriert wird. Wir biegen in eine Einfahrt ein, um die Strasse nicht länger zu blockieren, und haben Glück, dass die Ziegen hier wohl zu Hause sind. Jedenfalls kommt jemand und ruft und die Herde verschwindet in seiner Richtung. Wir erreichen den Posto Tapa und eine Dame höheren Alters ist zwar äusserst freundlich und dienstbefliessen, aber mit meinem Französisch und meinen Wünschen. die Pferde betreffend, hoffnungslos überfordert. Ich müsse warten, bis der Bruder käme, in 1 bis 2 Std. Pat setzte sich zum zweiten Mal heute an den Kamin und trocknet Hosen, Jacken und Schuhe. Ich versuche indessen, die unter dem Vordach des Skihouses stehenden Pferde grasen zu lassen. Die angrenzend auf einer Weide grasenden Pferde werden gerade gefüttert. Ich gehe rüber und Henrich, der Besitzer der Pferde, bietet an Heu zu bringen. Ich fahre mit ihm zu seiner Scheune, die im nächsten Dorf ist, und bringe 2 Ballen Heu zurück. Pat und ich bauen einen, das Vordach integrierenden Zaun auf und sind kaum fertig, als das Friesen-Haflingerfohlen, durch den eigenen Zaun einfach durchbricht, unseren Zaun niederreisst und Domingos Nähe sucht, worauf Flash entscheidet, den Kleinen vertreiben zu müssen. Inzwischen sind alle 4 Pferde von Heinrich auf unserer Koppel und tanzen auf den Stromkabeln herum, während ich renne, um den Strom ab zu schalten und Pat versucht Domingo und Flash fest zu halten.
Ich kriege die zwei zerrissenen Bänder zu fassen und versuche eines der beiden an einem Pfosten fest zu binden. Irgendwann gelingt es dann wenigstens die 3 erwachsenen Pferde wieder auf ihre Weide zu scheuchen. Einzig das Fohlen will unbedingt zu Domingo, der wiederum von Flash auskeilend verteidigt wird. Endlich gelingt es Pat unsere beiden anzubinden und dabei das Fohlen auf Abstand zu halten. Wir stellen unseren Zaun wieder auf und in dem kleinen Viereck bekomme ich dann das Fohlen auch endlich zu fassen und schicke es unter dem hochgehobenen Zaun zurück, zu seiner wiehernden Mamma. Jetzt den Weidezaun wieder stromführend verbinden und das Gerät wieder einschalten. Ergebnis der Aktion: lieber den Zaun dreifach, wenn ein Friesen-Haflinger Fohlen in der Nähe ist. Jetzt sind auch die trockenen Klamotten und Schuhe klatschnass, denn natürlich hat es die ganze Zeit über geschüttet. Endlich können wir ins Grandhotel rüber, wo das Essen schon auf uns wartet. Keine Zeit für eine Dusche. Ich ziehe meine quietschenden Schuhe aus und hoffe darauf, dass mein teilweise nasses Hemd einfach als zweifarbig angesehen wird. Während wir uns etwas deplatziert vorkommen und vermutlich einen mindestens interessanten Duft verströmen, fühle ich mich alsbald wohler, während Pat das Essen kaum mehr runterkriegt. Am Nachbartisch schmazt und rülpst es wie zu alten Pfadfinderzeiten. Es ist eine sicher 80 jährige weisshaarige Dame. Das Essen ist einfacher als gewohnt, dafür ist auch der Preis moderat. Wir wollen gerne unsere Sachen in einer Garage unterbringen, aber der Wirt weigert sich. Etwas fassungslos hake ich nach und das Missverständiss klärt sich. Nicht wir wollen in der Garage schlafen, sondern unser Gepäck.
Das Wetter hält sich. Es ist richtig super. Keine Bremsen, keine Fliegen, keine Touris, die im Weg rumstehen, ab und zu eine Aufhellung. Und der Regen und Schnee, die stören kaum. Einzig dass man nichts sieht, ist schade, denn immerhin klettern wir auf 2600 m hinauf. Dafür erhalten die Füsse gerade eine Spülung mit Schongang, und da mein rechter Stiefel ein Loch hat, kann dort das Wasser schneller abfliessen als links.
Wir stehen um 5 Uhr auf und versuchen leise zu sein, wegen den anderen Gästen. Wir essen unser Frühstück mit Neskaffee, da die Wirtin alle fehlende Milch der letzten 14 Tage in dieser Thermos versammelt hat. Wir füttern die Pferde, laden unser Zeugs aus dem Pickup des Wirtes und holen die Pferde. Während wir satteln, giesst es heftig und wir sind richtig begeistert von dem heutigen Tag. Wir führen ein Stück, die Pferde scheinen die ganze Nacht bei guter Weide gehungert zu haben, denn es wird nach jedem Hälmchen gegiert.
Wir steigen auf und reiten bis zum Ende des Fahrweges in dichtem Nebel und Nieselregen. Wir kommen zur Alp Alcella, wo uns der Schafhirte eine warme Küche, Kaffe und Kekse sowie unseren Pferden Kraftfutter anbietet. Sogar den Dieselgenerator wirft er an, damit ich mein Handy aufladen kann. Dankbar nehmen wir an und wärmen uns auf. Etwas später hellt es auf und wir führen die letzten 600 hm den Pass Crocce di Ferro hinauf. Auf den letzten 200 hm wandelt sich der Regen in Schnee und es wird empfindlich kalt. An der Berghütte vorbei, kommen wir zum Pass, den wir zügig überschreiten. Wir müssen hier runter, bevor der Schnee die Felsplatten zu rutschig macht. Dank den Kunstoffbeschlägen geht es ganz gut und um 13 Uhr haben wir die Alp Vulpo erreicht, leider haben wir ausser Nebel nicht viel gesehen und sind eigentlich nur klatschnass. Wir lassen die Pferde grasen und genehmigen uns einen Teller Spaghetti, Kaffee und heisse Schokolade Es ist schön, wenn die Fussspülung mal kurz aussetzt. Wir nehmen die Strasse nach Usseglio und kommen in den ersten Teilort. Dort findet eine Herde Ziegen unsere Pferde so spannend, dass sie uns verfolgen, was wiederum von unseren beiden Helden mit 'Flucht nach Vorn versuchen" honoriert wird. Wir biegen in eine Einfahrt ein, um die Strasse nicht länger zu blockieren, und haben Glück, dass die Ziegen hier wohl zu Hause sind. Jedenfalls kommt jemand und ruft und die Herde verschwindet in seiner Richtung. Wir erreichen den Posto Tapa und eine Dame höheren Alters ist zwar äusserst freundlich und dienstbefliessen, aber mit meinem Französisch und meinen Wünschen. die Pferde betreffend, hoffnungslos überfordert. Ich müsse warten, bis der Bruder käme, in 1 bis 2 Std. Pat setzte sich zum zweiten Mal heute an den Kamin und trocknet Hosen, Jacken und Schuhe. Ich versuche indessen, die unter dem Vordach des Skihouses stehenden Pferde grasen zu lassen. Die angrenzend auf einer Weide grasenden Pferde werden gerade gefüttert. Ich gehe rüber und Henrich, der Besitzer der Pferde, bietet an Heu zu bringen. Ich fahre mit ihm zu seiner Scheune, die im nächsten Dorf ist, und bringe 2 Ballen Heu zurück. Pat und ich bauen einen, das Vordach integrierenden Zaun auf und sind kaum fertig, als das Friesen-Haflingerfohlen, durch den eigenen Zaun einfach durchbricht, unseren Zaun niederreisst und Domingos Nähe sucht, worauf Flash entscheidet, den Kleinen vertreiben zu müssen. Inzwischen sind alle 4 Pferde von Heinrich auf unserer Koppel und tanzen auf den Stromkabeln herum, während ich renne, um den Strom ab zu schalten und Pat versucht Domingo und Flash fest zu halten.
Ich kriege die zwei zerrissenen Bänder zu fassen und versuche eines der beiden an einem Pfosten fest zu binden. Irgendwann gelingt es dann wenigstens die 3 erwachsenen Pferde wieder auf ihre Weide zu scheuchen. Einzig das Fohlen will unbedingt zu Domingo, der wiederum von Flash auskeilend verteidigt wird. Endlich gelingt es Pat unsere beiden anzubinden und dabei das Fohlen auf Abstand zu halten. Wir stellen unseren Zaun wieder auf und in dem kleinen Viereck bekomme ich dann das Fohlen auch endlich zu fassen und schicke es unter dem hochgehobenen Zaun zurück, zu seiner wiehernden Mamma. Jetzt den Weidezaun wieder stromführend verbinden und das Gerät wieder einschalten. Ergebnis der Aktion: lieber den Zaun dreifach, wenn ein Friesen-Haflinger Fohlen in der Nähe ist. Jetzt sind auch die trockenen Klamotten und Schuhe klatschnass, denn natürlich hat es die ganze Zeit über geschüttet. Endlich können wir ins Grandhotel rüber, wo das Essen schon auf uns wartet. Keine Zeit für eine Dusche. Ich ziehe meine quietschenden Schuhe aus und hoffe darauf, dass mein teilweise nasses Hemd einfach als zweifarbig angesehen wird. Während wir uns etwas deplatziert vorkommen und vermutlich einen mindestens interessanten Duft verströmen, fühle ich mich alsbald wohler, während Pat das Essen kaum mehr runterkriegt. Am Nachbartisch schmazt und rülpst es wie zu alten Pfadfinderzeiten. Es ist eine sicher 80 jährige weisshaarige Dame. Das Essen ist einfacher als gewohnt, dafür ist auch der Preis moderat. Wir wollen gerne unsere Sachen in einer Garage unterbringen, aber der Wirt weigert sich. Etwas fassungslos hake ich nach und das Missverständiss klärt sich. Nicht wir wollen in der Garage schlafen, sondern unser Gepäck.
20.08.2007
17.Tag - Montag, 20.08.2007
Frais Trueck Usseglio
Zum Schlafen haben wir eine jener Schaumstoffmatratzen gefunden, die in Skipisten an die Maste montiert werden, damit die sich nicht weh tun, wenn Skifahrer hineinrasen. Damit schone ich meine Hüftknochen ein wenig. Mitten in der Nacht rollt Pat von der etwa 15 cm starken Matratze und schlägt dabei wild um sich. Mit schmerzenden Lippen werde ich wach und werde Zeuge, wie Pat wieder auf die Matte krabbelt. Die Pferde scheinen ausschliesslich neben meinem Ohr Gras abbeissen zu wollen, obwohl sie fast einen halben Hektar haben. Es fängt an zu regnen, wir ziehen die Plane über uns und versuchen trotzdem noch Luft zu kriegen. Natürlich regnet es dann genau auf die Nase, die versucht etwas frische Luft zu erhaschen. Einige Stunden später werde ich wach und stelle fest, das Domingos Hals fast 2 m lang ist. Er versucht verzweifelt unter der gespannten Schnur hindurch an den Behälter zu kommen, in dem sich die gekochte Polenta für sein Frühstück befindet. Ich ziehe den Eimer zu mir rüber und schlafe wieder ein. Um 6 wirds hell und wir frühstücken mit Thermoskaffee und Twixriegel. Der Abstieg nach Susa bzw Giaglione ist gut zu machen, nur die Pferde scheinen noch etwas faul zu sein. Endlich gegen 10 Uhr haben wir das Tal überschritten und wir steigen in dem einen der drei San Giuseppe des Tales wieder in die GTA ein und Richtung Rocciamelone auf. Der Aufstieg beginnt mit einigen Treppenstufen zwischen den eng stehenden Häusern des Dorfes hinauf und als Maultiersteig steil in die Höhe. 2 h später stehen wir fast 800 m höher vor einer Klosterkappelle. Bald müsste die Strasse kommen auf der es dann reitend weiter gehen kann. Wir erreichen die Strasse, die Pferde sind tropfnass und wir komplett ausgepumpt. Wir führen noch ein Stück und sitzen dann auf. Die GTA geht eigentlich als Abkürzung genau so weiter, aber die Fahrstrasse ist wesentlich bequemer, wenn auch einiges länger. Das Wetter zieht zu und es donnert rund um uns herum. Während des Aufstiegs ist Flash Pat auf den Fuss gestiegen und ich habe mit Domingo ein Wespennest losgetreten, deren Bewohner sich dann mit Vehemenz auf Flash und Pat stürzten. Domingo und ich kamen ungeschoren davon. Nach zwei weiteren Stunden erklärt Pat, dass sie einen Kaffee oder ein Bett bräuchte, und wir erreichen bald darauf das Posto Tapa Il Truek. Wir nehmen einen Kaffee, besprechen die Lage mit dem Wirt und beschliessen auch angesicht des einsetzenden Regens, hier zu übernachten, da die nächste solche Möglichkeit erst 7 Marschstunden und 2 Pässe weiter wieder zu finden wäre. Wir zäunen die Pferde auf einer guten Weide ein und die Wirtin kocht Polenta für die Pferde und Kaffee für Pat und mich. Morgen wird es hoffentlich besseres Wetter sein.
Zum Schlafen haben wir eine jener Schaumstoffmatratzen gefunden, die in Skipisten an die Maste montiert werden, damit die sich nicht weh tun, wenn Skifahrer hineinrasen. Damit schone ich meine Hüftknochen ein wenig. Mitten in der Nacht rollt Pat von der etwa 15 cm starken Matratze und schlägt dabei wild um sich. Mit schmerzenden Lippen werde ich wach und werde Zeuge, wie Pat wieder auf die Matte krabbelt. Die Pferde scheinen ausschliesslich neben meinem Ohr Gras abbeissen zu wollen, obwohl sie fast einen halben Hektar haben. Es fängt an zu regnen, wir ziehen die Plane über uns und versuchen trotzdem noch Luft zu kriegen. Natürlich regnet es dann genau auf die Nase, die versucht etwas frische Luft zu erhaschen. Einige Stunden später werde ich wach und stelle fest, das Domingos Hals fast 2 m lang ist. Er versucht verzweifelt unter der gespannten Schnur hindurch an den Behälter zu kommen, in dem sich die gekochte Polenta für sein Frühstück befindet. Ich ziehe den Eimer zu mir rüber und schlafe wieder ein. Um 6 wirds hell und wir frühstücken mit Thermoskaffee und Twixriegel. Der Abstieg nach Susa bzw Giaglione ist gut zu machen, nur die Pferde scheinen noch etwas faul zu sein. Endlich gegen 10 Uhr haben wir das Tal überschritten und wir steigen in dem einen der drei San Giuseppe des Tales wieder in die GTA ein und Richtung Rocciamelone auf. Der Aufstieg beginnt mit einigen Treppenstufen zwischen den eng stehenden Häusern des Dorfes hinauf und als Maultiersteig steil in die Höhe. 2 h später stehen wir fast 800 m höher vor einer Klosterkappelle. Bald müsste die Strasse kommen auf der es dann reitend weiter gehen kann. Wir erreichen die Strasse, die Pferde sind tropfnass und wir komplett ausgepumpt. Wir führen noch ein Stück und sitzen dann auf. Die GTA geht eigentlich als Abkürzung genau so weiter, aber die Fahrstrasse ist wesentlich bequemer, wenn auch einiges länger. Das Wetter zieht zu und es donnert rund um uns herum. Während des Aufstiegs ist Flash Pat auf den Fuss gestiegen und ich habe mit Domingo ein Wespennest losgetreten, deren Bewohner sich dann mit Vehemenz auf Flash und Pat stürzten. Domingo und ich kamen ungeschoren davon. Nach zwei weiteren Stunden erklärt Pat, dass sie einen Kaffee oder ein Bett bräuchte, und wir erreichen bald darauf das Posto Tapa Il Truek. Wir nehmen einen Kaffee, besprechen die Lage mit dem Wirt und beschliessen auch angesicht des einsetzenden Regens, hier zu übernachten, da die nächste solche Möglichkeit erst 7 Marschstunden und 2 Pässe weiter wieder zu finden wäre. Wir zäunen die Pferde auf einer guten Weide ein und die Wirtin kocht Polenta für die Pferde und Kaffee für Pat und mich. Morgen wird es hoffentlich besseres Wetter sein.
19.08.2007
16. Tag - Sonntag, 19.08.2007
Pragelato Frais Valle Susa.
Wir gehen um 7 Uhr die Pferde füttern und packen unser Zeugs in den Stall rüber. Um 8 Uhr gibts ein reichhaltiges Frühstück in der Blockhausathmosphäre des Restaurants der Villa Kinka, wo wir übernachten. Und dann warten wir auf den Manescalco (Hufschmied) der um 9 spätestens 9.30 da sein wollte. Er kam pünktlich um 10.30 und um 12 Uhr waren wir endlich bereit abzureiten. Noch ein Gruppenbild mit Christine und Tito, den beiden Pferdeleuten, die sich wirklich um uns gekümmert haben und wir sind wieder unterwegs. Es geht auf der anderen Talseite hinauf auf den Col Laussan und von dort aus folgen wir der Via Balkone, einem Höhenweg, der im französisch-italienischen Krieg von 1744 eine tragische Rolle spielte. Über 5000 Menschen verloren in diesem Krieg ihr Leben. Vom Höhenweg aus kann man in beide Täler sehen. Nach Pragelato und nach Salbertrand. Der ganze Berg liegt im Gebiet des Nationalparks Bosco di Salbertrand mit seinen typischen Arvenwäldern. Flash trabt nicht sauber mit seinem neuen Beschlag, deshalb gehen wir Schritt. Später führen wir die Pferde im Nebel von Susa hinunter nach Frais, wo wir in der Bar Stephano einen Rosserer antreffen, der sich um das Wohl unserer Pferde kümmert. Wir lassen die Pferde in einer grossen Umzäunung grasen, der Wirt hat uns die Polenta für die Pferde aufgekocht und wir legen uns nach einer ausgezeichneten Pizza und der Fütterung der Pferde auf der Weide schlafen. Wir wollten eigentlich morgen auf den Rocciamelone, mit 3500 m der Höchste mit Pferden begehbare Berg der Region. Aber ich befürchte, das wird nichts werden, denn wir sind etwa drei Std zu spät dran. Mal sehen, was wird.
Wir gehen um 7 Uhr die Pferde füttern und packen unser Zeugs in den Stall rüber. Um 8 Uhr gibts ein reichhaltiges Frühstück in der Blockhausathmosphäre des Restaurants der Villa Kinka, wo wir übernachten. Und dann warten wir auf den Manescalco (Hufschmied) der um 9 spätestens 9.30 da sein wollte. Er kam pünktlich um 10.30 und um 12 Uhr waren wir endlich bereit abzureiten. Noch ein Gruppenbild mit Christine und Tito, den beiden Pferdeleuten, die sich wirklich um uns gekümmert haben und wir sind wieder unterwegs. Es geht auf der anderen Talseite hinauf auf den Col Laussan und von dort aus folgen wir der Via Balkone, einem Höhenweg, der im französisch-italienischen Krieg von 1744 eine tragische Rolle spielte. Über 5000 Menschen verloren in diesem Krieg ihr Leben. Vom Höhenweg aus kann man in beide Täler sehen. Nach Pragelato und nach Salbertrand. Der ganze Berg liegt im Gebiet des Nationalparks Bosco di Salbertrand mit seinen typischen Arvenwäldern. Flash trabt nicht sauber mit seinem neuen Beschlag, deshalb gehen wir Schritt. Später führen wir die Pferde im Nebel von Susa hinunter nach Frais, wo wir in der Bar Stephano einen Rosserer antreffen, der sich um das Wohl unserer Pferde kümmert. Wir lassen die Pferde in einer grossen Umzäunung grasen, der Wirt hat uns die Polenta für die Pferde aufgekocht und wir legen uns nach einer ausgezeichneten Pizza und der Fütterung der Pferde auf der Weide schlafen. Wir wollten eigentlich morgen auf den Rocciamelone, mit 3500 m der Höchste mit Pferden begehbare Berg der Region. Aber ich befürchte, das wird nichts werden, denn wir sind etwa drei Std zu spät dran. Mal sehen, was wird.
18.08.2007
15. Tag - Samstag, 18.08.2007
Pragelato Villa Kinka
Heute ist Pause angesagt. Die Pferde stehen auf dem Auslauf eines Reitstalles und werden mit Kraftfutter und Heu vollgepumpt. Nach einigen Missverständnissen ist klar, dass wir bis morgen warten müssen, bis der Schmied kommt. Wir nehmen die Beschläge schon mal runter, und gehen Einkaufen. Nach einem Picknick am Fluss legen wir uns aufs Ohr und räumen unsere Sachen zusammen. Wir sind 455 km weit gekommen, haben im Schnitt 47.64 Leistungskilometer pro Tag erlaufen und sind dabei über 21227 Höhenmeter aufgestiegen. Wobei die Abstiege in der Regel heftiger und auch zeitraubender waren als die Aufstiege.
4.6 km/h im Schnitt waren wir 90 % der Zeit am führen. Die Pferde sind gesund. Bis auf kleine Kratzer, Schnitte und andere Blessuren ist alles Bestens, der Gurtdruck macht uns ein wenig Sorge. Domingo hat inzwischen gelernt, mit Flash Kopf an Schweif zu stehen, nach 18 Jahre, das erste Mal. Pat ist platt. Wir sitzen hier auf der Terrasse des Restaurants, nach einem weiteren reichhaltigen Abendessen. und geniessen die abendliche Kühle. Wobei Pat in ihre Windjacke gehüllt, das vielleicht anders sieht. Wir haben inzwischen über 1000 Bilder geschossen und werden diese zu einer Show verarbeiten. Wir werden es vermutlich nicht bis Schaffhausen schaffen, unser Ziel ist es die Schweizer Grenze zu erreichen. Es ist inzwischen 9.30 abends, und es ist Zeit schlafen zu gehen. Morgen werden wir nach dem Schmiedetermin nach Susa reiten und dann am Montag den Roccamelone mit 3000 m besteuiegen. Vielleicht schaffen wir auch mehr.
Heute ist Pause angesagt. Die Pferde stehen auf dem Auslauf eines Reitstalles und werden mit Kraftfutter und Heu vollgepumpt. Nach einigen Missverständnissen ist klar, dass wir bis morgen warten müssen, bis der Schmied kommt. Wir nehmen die Beschläge schon mal runter, und gehen Einkaufen. Nach einem Picknick am Fluss legen wir uns aufs Ohr und räumen unsere Sachen zusammen. Wir sind 455 km weit gekommen, haben im Schnitt 47.64 Leistungskilometer pro Tag erlaufen und sind dabei über 21227 Höhenmeter aufgestiegen. Wobei die Abstiege in der Regel heftiger und auch zeitraubender waren als die Aufstiege.
4.6 km/h im Schnitt waren wir 90 % der Zeit am führen. Die Pferde sind gesund. Bis auf kleine Kratzer, Schnitte und andere Blessuren ist alles Bestens, der Gurtdruck macht uns ein wenig Sorge. Domingo hat inzwischen gelernt, mit Flash Kopf an Schweif zu stehen, nach 18 Jahre, das erste Mal. Pat ist platt. Wir sitzen hier auf der Terrasse des Restaurants, nach einem weiteren reichhaltigen Abendessen. und geniessen die abendliche Kühle. Wobei Pat in ihre Windjacke gehüllt, das vielleicht anders sieht. Wir haben inzwischen über 1000 Bilder geschossen und werden diese zu einer Show verarbeiten. Wir werden es vermutlich nicht bis Schaffhausen schaffen, unser Ziel ist es die Schweizer Grenze zu erreichen. Es ist inzwischen 9.30 abends, und es ist Zeit schlafen zu gehen. Morgen werden wir nach dem Schmiedetermin nach Susa reiten und dann am Montag den Roccamelone mit 3000 m besteuiegen. Vielleicht schaffen wir auch mehr.
17.08.2007
14. Tag - Freitag, 17.08.2007
Prali Pragelato
Der Wirt deckt uns mit Lebensmittel ein, und verzehrt vor meinen Augen, eine echte Banane, etwas was zu meiner Leibspeise gehört und ich seit vierzehn Tagen nicht mehr gesehen hatte. Anschliessend präsentiert er uns eine etwas zu stark gesalzenen Rechnung. Mais ce la vie. Wir führen nach Masello hinunter und sitzen dann auf, um bis nach Balsiglia hinauf zu reiten. Am Posto Tapa erklärt man uns, dass der Col der Piz 2610 m gut zu machen sei und wir reiten und führen unsere Pferde die 1100 HM den Saumpfad hinauf. Ein weites Tal eröffnet sich uns in 2500 m Höhe und an der rückwärtigen Kesselwand ziehen Schafe wie Perlen an einer Schnur knapp unter dem Grat von rechts nach links. Wir sitzen wieder auf und lassen die Pferde über die Weide hinauf gehen, bis wir uns von Domingo wieder die letzten 150 HM die Wand hoch ziehen lassen. Zwei Hirtenhunde kamen uns besichtigen und wurden von dem oben auf dem Kamm sitzenden Hirten wieder zurück gepfiffen. Es gibt weniger gut erzogene Hunde als diese.
Oben auf dem Kamm bot sich ein berauschender Blick tief in die französischen Alpen hinein und über das Val Susa hinweg. Unter uns glitzert Pragelato in der Sonne. Wir steigen ab und folgen der Fahrstrasse, nehmen hie und da eine Abkürzung dem Lauf der Skipiste folgend und müssen am Ende doch wieder Serpentinen runter wandern, bis wir am Talboden ankommen. Wir sind im Parco di Bosco di Salbertrand, und der Weg führt durch wunderschöne Arvenwälder. Auf einer Abkürzung treffen wir auf eine Kuh, die gerade gekalbt hatte, mit ihrem noch nassen Kalb und später haben Domingo und Flash mitten im hüfthohem Gras stehend, nichts besseres zu tun, als sich wälzen zu wollen. Wir reiten das Tal hinaus, umsäumt von grünen Bergen und gelangen nach Pragelato, wo wir unsere Halbzeitpause machen wollen. Wir versorgen die Pferde, beide kriegen eine Wäsche am Bach, Domingo und Flash haben etwas Gurtdruck, den wir behandeln und beide kriegen nach dem Heu 4 Schaufeln Kraftfutter. Wir selber gehen im Swimmingpool baden, Pat wäscht Socken und Wäsche und frischen unsere Bestände aus dem an diese Adresse geschickten Carepaket auf. Überflüssiges geht auf gleichem Weg wieder nach Hause. Das Abendessen ist a Diskretion, reichlich und sehr gut.
Der Wirt deckt uns mit Lebensmittel ein, und verzehrt vor meinen Augen, eine echte Banane, etwas was zu meiner Leibspeise gehört und ich seit vierzehn Tagen nicht mehr gesehen hatte. Anschliessend präsentiert er uns eine etwas zu stark gesalzenen Rechnung. Mais ce la vie. Wir führen nach Masello hinunter und sitzen dann auf, um bis nach Balsiglia hinauf zu reiten. Am Posto Tapa erklärt man uns, dass der Col der Piz 2610 m gut zu machen sei und wir reiten und führen unsere Pferde die 1100 HM den Saumpfad hinauf. Ein weites Tal eröffnet sich uns in 2500 m Höhe und an der rückwärtigen Kesselwand ziehen Schafe wie Perlen an einer Schnur knapp unter dem Grat von rechts nach links. Wir sitzen wieder auf und lassen die Pferde über die Weide hinauf gehen, bis wir uns von Domingo wieder die letzten 150 HM die Wand hoch ziehen lassen. Zwei Hirtenhunde kamen uns besichtigen und wurden von dem oben auf dem Kamm sitzenden Hirten wieder zurück gepfiffen. Es gibt weniger gut erzogene Hunde als diese.
Oben auf dem Kamm bot sich ein berauschender Blick tief in die französischen Alpen hinein und über das Val Susa hinweg. Unter uns glitzert Pragelato in der Sonne. Wir steigen ab und folgen der Fahrstrasse, nehmen hie und da eine Abkürzung dem Lauf der Skipiste folgend und müssen am Ende doch wieder Serpentinen runter wandern, bis wir am Talboden ankommen. Wir sind im Parco di Bosco di Salbertrand, und der Weg führt durch wunderschöne Arvenwälder. Auf einer Abkürzung treffen wir auf eine Kuh, die gerade gekalbt hatte, mit ihrem noch nassen Kalb und später haben Domingo und Flash mitten im hüfthohem Gras stehend, nichts besseres zu tun, als sich wälzen zu wollen. Wir reiten das Tal hinaus, umsäumt von grünen Bergen und gelangen nach Pragelato, wo wir unsere Halbzeitpause machen wollen. Wir versorgen die Pferde, beide kriegen eine Wäsche am Bach, Domingo und Flash haben etwas Gurtdruck, den wir behandeln und beide kriegen nach dem Heu 4 Schaufeln Kraftfutter. Wir selber gehen im Swimmingpool baden, Pat wäscht Socken und Wäsche und frischen unsere Bestände aus dem an diese Adresse geschickten Carepaket auf. Überflüssiges geht auf gleichem Weg wieder nach Hause. Das Abendessen ist a Diskretion, reichlich und sehr gut.
16.08.2007
13. Tag - Donnerstag, 16.08.2007
Villanova Prali
Am Morgen ist es klar, soi können wir die ganze Schönheit des Tales erkennen und auch sehen, wo wir runter geklettert sind. Zum Frühstück gibts mal wieder Thermoskaffee mit zu wenig Milch, wie Pat findet. Wir versorgen Flashes Wunde und satteln auf. Während der Nacht hat jemand in unserer Nähe einen ganzen Wald zersägt. Das der gleich im Nachbarstall logierte, wurde uns erst klar, als er ziemlich mürrisch die Türe öffnete, vor der unsere beiden Helden standen und gesattelt wurden als er in Richtung WC flüchtete. Sorry Nachbar. Wir ziehen Richtung Norden das Tal hinab, auf einer für unsere Ansprüche 4-spurigen Autobahn und geniessen es einfach einen Fuss vor den anderen setzen zu können. Wir umgehen Villanova auf dem Höhenweg, während der Himmel sich immer mehr zuzieht. Wir reiten den Fahrweg hinauf, eigentlich ginge der bis auf den Pass hinauf, unser erster errittener Pass, aber es soll nicht sein, der Fahrweg ist so steil, dass wir absitzen, und die Pferde führen. Es nieselt und ab und zu blässt ein kalter Wind Nebelschwaden aus dem Tal hinauf. Kaum sind wir über den Faure-Pass, scheint sich das Wetter eines Besseren zu besinnen. Und vor uns ein neuer Fahrweg, der uns in ein verlassenes Bergdorf hinauf bringt. Noch 400 Höhenmeter und wir sind oben auf dem zweiten Pass Col Giulian, wo uns ein italienische Pärchen begegnet. Sie bleiben hinter uns, als ich sie vor losgetretenen Steinen warne. Der Abstieg erfolgte über ausgetretene Kuhpfade. Nach einer Rast, wo es Gras gab, kommen wir auf die Teerstrasse, die uns nach Ghigo und Prali Villa führt. Ab Roderetto geht es reitend wieder 300 hm auf den C. de Fontane hinauf, um dann in endlosen Serpentinen wieder 300 m abzusteigen. Im Agritourismo La Miando kriegen wir Heu, eine kleebestandene Weide, Zimmer und ein Abendessen der piemontesischen Art. Vorspeise, gefüllte Tomate, dann. Fleure der Crouchette, (überbackene Zucciniblüten), dann Salat, Käse, Grünzeugs und Pilze, anschliessend Reis-Pilz-Kroketten und Leber sowie Lammhaxen mit Bratkartoffeln. Zum Abschluss. gibts Käse und Früchte sowie einen Farnenliqeur. Ein langer Tag geht zu Ende.
Am Morgen ist es klar, soi können wir die ganze Schönheit des Tales erkennen und auch sehen, wo wir runter geklettert sind. Zum Frühstück gibts mal wieder Thermoskaffee mit zu wenig Milch, wie Pat findet. Wir versorgen Flashes Wunde und satteln auf. Während der Nacht hat jemand in unserer Nähe einen ganzen Wald zersägt. Das der gleich im Nachbarstall logierte, wurde uns erst klar, als er ziemlich mürrisch die Türe öffnete, vor der unsere beiden Helden standen und gesattelt wurden als er in Richtung WC flüchtete. Sorry Nachbar. Wir ziehen Richtung Norden das Tal hinab, auf einer für unsere Ansprüche 4-spurigen Autobahn und geniessen es einfach einen Fuss vor den anderen setzen zu können. Wir umgehen Villanova auf dem Höhenweg, während der Himmel sich immer mehr zuzieht. Wir reiten den Fahrweg hinauf, eigentlich ginge der bis auf den Pass hinauf, unser erster errittener Pass, aber es soll nicht sein, der Fahrweg ist so steil, dass wir absitzen, und die Pferde führen. Es nieselt und ab und zu blässt ein kalter Wind Nebelschwaden aus dem Tal hinauf. Kaum sind wir über den Faure-Pass, scheint sich das Wetter eines Besseren zu besinnen. Und vor uns ein neuer Fahrweg, der uns in ein verlassenes Bergdorf hinauf bringt. Noch 400 Höhenmeter und wir sind oben auf dem zweiten Pass Col Giulian, wo uns ein italienische Pärchen begegnet. Sie bleiben hinter uns, als ich sie vor losgetretenen Steinen warne. Der Abstieg erfolgte über ausgetretene Kuhpfade. Nach einer Rast, wo es Gras gab, kommen wir auf die Teerstrasse, die uns nach Ghigo und Prali Villa führt. Ab Roderetto geht es reitend wieder 300 hm auf den C. de Fontane hinauf, um dann in endlosen Serpentinen wieder 300 m abzusteigen. Im Agritourismo La Miando kriegen wir Heu, eine kleebestandene Weide, Zimmer und ein Abendessen der piemontesischen Art. Vorspeise, gefüllte Tomate, dann. Fleure der Crouchette, (überbackene Zucciniblüten), dann Salat, Käse, Grünzeugs und Pilze, anschliessend Reis-Pilz-Kroketten und Leber sowie Lammhaxen mit Bratkartoffeln. Zum Abschluss. gibts Käse und Früchte sowie einen Farnenliqeur. Ein langer Tag geht zu Ende.
15.08.2007
12. Tag - Mittwoch, 15.08.2007
Maddalena Villanova
Das mit dem Kraftfutter hat nicht geklappt und das Heu haben unsere zwei Weissen liegen lassen. Es ist wirklich interessant. Die Frau schmeisst das gesamte Restaurant, kann mir aber nicht die Erlaubnis geben, einen Ballen Heu aus dem Schober 50 m weiter zu holen. Ich muss warten bis der Patrone da ist. Andere Länder andere Sitten.
Aber das Bett war gut und wenn ich nicht von Koliken geträumt, und kurz nach Mitternacht ein Dauerpfeifton uns geweckt hätte, könnte ich sagen, ich habe gut geschlafen. Aber so habe ich alle Elektrogeräte von der Dose gezogen, habe den Ventilator unterhalb des Fensters traktiert, habe die Haustür-Klingen alle gedrückt, und am Schluss war es der Hörer vom Haustelefon.
In der Frühe stellt Pat fest, dass sie eine Zerrung in der rechten Schulter und auch sonst einige Blessuren habe. Flash hat nach ihr getreten, als sie ihm eine Bremse totschlagen wollte und für den Rest ist Domingo verantwortlich.
Wir trabten dem See entlang zurück bis nach Castello und steigen dann auf zum Paso Gastaldi ganz in der Nähe vom schneebedeckten Mon Viso. Der Abstieg war heftig, wir setzten die mitgebrachten Gamaschen ein. Und im Talboden noch immer in 2400 m Höhe lassen wir die Pferde weiden und geniessen die Ruhe. Pat döst während ich hier über dem Blog sitze. Die Fliegen sind das einzige Geräusch, weit und breit. Wir haben den Mon Viso im Rücken und talwärts ist das Rif Mon Viso sichtbar. Hinter dem Rif geht's dann nochmals auf 2800 m hoch. Quer durch eine Schafherde hindurch zieht uns Domingo wieder hinauf. Der Abstieg obwohl vom Hüttenwart als nicht so schwer wie der letzte bezeichnet, hat es in sich und zuerst weigert sich Flash die Sache an zu gehen, dann holt er sich eine Schramme und wir montieren wieder die Gamaschen. Vor einem ein Meter hohen Felsabstieg und einer deshalb notwendigen Umgehung über Geröll bringt Domingo plötzlich klar zum Ausdruck, dass er jetzt die Schnauze voll habe, und da nicht mehr hinuntergehe. Also übernehme ich wieder die Spitze, wir umgehen den Fels und Pat und Domingo fechten es aus. Pat ist zu müde und Domingo gewinnt für dieses mal. Als nichts mehr geht, kommt Pat zu mir runter und lässt Domingo oberhalb des Felsens stehen. Dort bleibt er auch bis ich endlich hochgeklettert bin. Pat geht mit Flash weiter talwärts während ich Domingo die zwei Alternativen nochmal vorschlage. Beide schmecken ihm nicht. Also entscheide ich und führe ihn in den Geröllabstieg von dem wir dann knapp unterhalb des Felsens wieder auf den Weg kommen. Mein Druck und der entschwindende Flash haben ihm geholfen. Der Abstieg ins Tal ist ein Abstieg ins Ungewisse, denn der Nebel hüllt uns komplett ein, wir sehen gerade noch den Weg vor uns, nur ab und zu erhaschen wir einen kurzen Blick auf die Umgebung. Endlich nach einem See kommt das Rif, wo wir Informationen über den weiteren Weg einholen. Flash und Domingo werden gebührend bestaunt, Gebisslos, Kunststoff Zoggoli, alles scheint fremd zu sein. Ivan der Wirt empfiehlt uns ein Agritourismo auf der unten gelegenen Alp. Im Nebel steigen wir weiter ab und kommen auf die Alp, wo wir Quetschorgelmusik zu hören glauben. Später kommen wir zu ein paar Hütten. Quer über dem Weg ist ein grosses Plastiktuch gespannt und dort sitzt eine bunte Gruppe, isst und trinkt und macht Musik. Die Heiligen der Hirten wir heute gefeiert, eine Sau wurde geschlachtet und alle aus der Umgebung haben mitgefeiert. Wir verweilen eine Weile, eine Britin, seit 30 Jahren im Piemont, erzählt und fragt, während ihr Neffe auf Domingo sitzen darf. Flash begibt sich derweil ins Festzelt und grast zwischen zwei Bierbänken, wo Pat ihn unter den staunenden Augen der Gäste rückwärts wieder rausbugsiert. Etwas später, ich forciere etwas das Tempo, die Pferde führend, als unverhofft, das Schild Agritourismo auftaucht und wir von der vielleicht 20 jährigen Maria Angela auf englisch instruiert und zu unserem Quartier geführt werden. Der Chef lässt es sich nicht nehmen, den Zaun für uns aufzubauen und und Heu und Mangime (10 kg Kraftfutter) zu bringen. Wir schlafen in einem alten Kuhstall in dem 4 Betten und dutzendweise Kuhglocken (1. und und 2. Ränge) hingen. Es war eher rustikal, wir hatten sogar Licht. Das Abendessen bestand aus Kräuterapperitiv, Vorspeise Speck und Brot, Tomaten mit hausgemachter Majonaise, dann Frischkase aus eigener Produktion, gefolgt von Erbsensuppe mit selbstgemachten Croutons, anschliessend Hühnchen mit Karotten, Käse, Dessert und Kaffee den wir jedoch genau wie den Käse dankend ablehnten. Wir organisierten weiteres Kraftfutter für das Frühstück der Pferde, Kaffee für uns selber und legten uns pappsatt und todmüde schlafen.
Das mit dem Kraftfutter hat nicht geklappt und das Heu haben unsere zwei Weissen liegen lassen. Es ist wirklich interessant. Die Frau schmeisst das gesamte Restaurant, kann mir aber nicht die Erlaubnis geben, einen Ballen Heu aus dem Schober 50 m weiter zu holen. Ich muss warten bis der Patrone da ist. Andere Länder andere Sitten.
Aber das Bett war gut und wenn ich nicht von Koliken geträumt, und kurz nach Mitternacht ein Dauerpfeifton uns geweckt hätte, könnte ich sagen, ich habe gut geschlafen. Aber so habe ich alle Elektrogeräte von der Dose gezogen, habe den Ventilator unterhalb des Fensters traktiert, habe die Haustür-Klingen alle gedrückt, und am Schluss war es der Hörer vom Haustelefon.
In der Frühe stellt Pat fest, dass sie eine Zerrung in der rechten Schulter und auch sonst einige Blessuren habe. Flash hat nach ihr getreten, als sie ihm eine Bremse totschlagen wollte und für den Rest ist Domingo verantwortlich.
Wir trabten dem See entlang zurück bis nach Castello und steigen dann auf zum Paso Gastaldi ganz in der Nähe vom schneebedeckten Mon Viso. Der Abstieg war heftig, wir setzten die mitgebrachten Gamaschen ein. Und im Talboden noch immer in 2400 m Höhe lassen wir die Pferde weiden und geniessen die Ruhe. Pat döst während ich hier über dem Blog sitze. Die Fliegen sind das einzige Geräusch, weit und breit. Wir haben den Mon Viso im Rücken und talwärts ist das Rif Mon Viso sichtbar. Hinter dem Rif geht's dann nochmals auf 2800 m hoch. Quer durch eine Schafherde hindurch zieht uns Domingo wieder hinauf. Der Abstieg obwohl vom Hüttenwart als nicht so schwer wie der letzte bezeichnet, hat es in sich und zuerst weigert sich Flash die Sache an zu gehen, dann holt er sich eine Schramme und wir montieren wieder die Gamaschen. Vor einem ein Meter hohen Felsabstieg und einer deshalb notwendigen Umgehung über Geröll bringt Domingo plötzlich klar zum Ausdruck, dass er jetzt die Schnauze voll habe, und da nicht mehr hinuntergehe. Also übernehme ich wieder die Spitze, wir umgehen den Fels und Pat und Domingo fechten es aus. Pat ist zu müde und Domingo gewinnt für dieses mal. Als nichts mehr geht, kommt Pat zu mir runter und lässt Domingo oberhalb des Felsens stehen. Dort bleibt er auch bis ich endlich hochgeklettert bin. Pat geht mit Flash weiter talwärts während ich Domingo die zwei Alternativen nochmal vorschlage. Beide schmecken ihm nicht. Also entscheide ich und führe ihn in den Geröllabstieg von dem wir dann knapp unterhalb des Felsens wieder auf den Weg kommen. Mein Druck und der entschwindende Flash haben ihm geholfen. Der Abstieg ins Tal ist ein Abstieg ins Ungewisse, denn der Nebel hüllt uns komplett ein, wir sehen gerade noch den Weg vor uns, nur ab und zu erhaschen wir einen kurzen Blick auf die Umgebung. Endlich nach einem See kommt das Rif, wo wir Informationen über den weiteren Weg einholen. Flash und Domingo werden gebührend bestaunt, Gebisslos, Kunststoff Zoggoli, alles scheint fremd zu sein. Ivan der Wirt empfiehlt uns ein Agritourismo auf der unten gelegenen Alp. Im Nebel steigen wir weiter ab und kommen auf die Alp, wo wir Quetschorgelmusik zu hören glauben. Später kommen wir zu ein paar Hütten. Quer über dem Weg ist ein grosses Plastiktuch gespannt und dort sitzt eine bunte Gruppe, isst und trinkt und macht Musik. Die Heiligen der Hirten wir heute gefeiert, eine Sau wurde geschlachtet und alle aus der Umgebung haben mitgefeiert. Wir verweilen eine Weile, eine Britin, seit 30 Jahren im Piemont, erzählt und fragt, während ihr Neffe auf Domingo sitzen darf. Flash begibt sich derweil ins Festzelt und grast zwischen zwei Bierbänken, wo Pat ihn unter den staunenden Augen der Gäste rückwärts wieder rausbugsiert. Etwas später, ich forciere etwas das Tempo, die Pferde führend, als unverhofft, das Schild Agritourismo auftaucht und wir von der vielleicht 20 jährigen Maria Angela auf englisch instruiert und zu unserem Quartier geführt werden. Der Chef lässt es sich nicht nehmen, den Zaun für uns aufzubauen und und Heu und Mangime (10 kg Kraftfutter) zu bringen. Wir schlafen in einem alten Kuhstall in dem 4 Betten und dutzendweise Kuhglocken (1. und und 2. Ränge) hingen. Es war eher rustikal, wir hatten sogar Licht. Das Abendessen bestand aus Kräuterapperitiv, Vorspeise Speck und Brot, Tomaten mit hausgemachter Majonaise, dann Frischkase aus eigener Produktion, gefolgt von Erbsensuppe mit selbstgemachten Croutons, anschliessend Hühnchen mit Karotten, Käse, Dessert und Kaffee den wir jedoch genau wie den Käse dankend ablehnten. Wir organisierten weiteres Kraftfutter für das Frühstück der Pferde, Kaffee für uns selber und legten uns pappsatt und todmüde schlafen.
14.08.2007
11. Tag - Dienstag, 14.08.2007
Chiappera Castelfino Maddalena
Wir erhielten zwei Gänge vom Buffet, extra Sandwiches für den nächsten Tag und die Thermos gefüllt mit Kaffee. Der Tag verspricht schön zu werden, deshalb nehmen wir den Aufstieg zum 2800 m hoch gelegenen Pass erfrischt und gut erholt in Angriff. Die Pferde ziehen uns in gewohnter Manier den Berg, wie mobile Skilifte, hinauf, wo uns eine grandiose Aussicht auf den Mon Viso erwartet. Heute hat ausnahmsweise Pat eine Kolik und es geht ihr nicht so gut, wie sonst. Sie trinkt einen Likör, redet von heisser Milch mit Honig und unverhofft tauchen Wanderer auf, die uns Tee anbieten. Gott ist gut. Die Koliken der Pferde führe ich auf Herbstzeitlose zurück, die noch nicht erblüht, von den Pferden gefressen wurden. Denn später fanden wir die Wiesen voll erblühter Herbstzeitloser. Das ganze Gebiet Val Maira ist wunderschön, und während ich dies schreibe, machen wir unsere Mittagsrast in 2000 m Höhe. Die Pferde grasen frei auf 2 Hektar Weide und wir geniessen die Aussicht und unser Prochutto, Tomato, Fromagio Sandwich. Wir führen die Pferde auf einem gut ausgebautem Wanderweg wieder auf 1000 m hinab und kommen nach Bellino, als es wieder zuzieht und der Nebel die Berge einhüllt. Wir erreichen Castelfino und kaufen ein. Vollbepackt mit Lebensmittel für die nächsten Tage, reiten wir entlang dem Stausee nach Maddalena hoch, wo die Dame vom Posta Tapa mehr Sorge, um die Sauberkeit Ihrer Einfahrt, als Interresse uns Unterkunft zu gewähren hat. Sie verweisst uns auf ihre Nachbarin, die auch Pferde habe. Die etwas reservierte Wirtin taut dann soweit auf, als sie unsere Pferde sieht, dass wir Weide, Strom, Wasser und Heu bekommen. Nach Kraftfutter werde ich nach der Dusche ihren Gatten fragen. Der ist vielleicht etwas weniger gestresst.
Wir erhielten zwei Gänge vom Buffet, extra Sandwiches für den nächsten Tag und die Thermos gefüllt mit Kaffee. Der Tag verspricht schön zu werden, deshalb nehmen wir den Aufstieg zum 2800 m hoch gelegenen Pass erfrischt und gut erholt in Angriff. Die Pferde ziehen uns in gewohnter Manier den Berg, wie mobile Skilifte, hinauf, wo uns eine grandiose Aussicht auf den Mon Viso erwartet. Heute hat ausnahmsweise Pat eine Kolik und es geht ihr nicht so gut, wie sonst. Sie trinkt einen Likör, redet von heisser Milch mit Honig und unverhofft tauchen Wanderer auf, die uns Tee anbieten. Gott ist gut. Die Koliken der Pferde führe ich auf Herbstzeitlose zurück, die noch nicht erblüht, von den Pferden gefressen wurden. Denn später fanden wir die Wiesen voll erblühter Herbstzeitloser. Das ganze Gebiet Val Maira ist wunderschön, und während ich dies schreibe, machen wir unsere Mittagsrast in 2000 m Höhe. Die Pferde grasen frei auf 2 Hektar Weide und wir geniessen die Aussicht und unser Prochutto, Tomato, Fromagio Sandwich. Wir führen die Pferde auf einem gut ausgebautem Wanderweg wieder auf 1000 m hinab und kommen nach Bellino, als es wieder zuzieht und der Nebel die Berge einhüllt. Wir erreichen Castelfino und kaufen ein. Vollbepackt mit Lebensmittel für die nächsten Tage, reiten wir entlang dem Stausee nach Maddalena hoch, wo die Dame vom Posta Tapa mehr Sorge, um die Sauberkeit Ihrer Einfahrt, als Interresse uns Unterkunft zu gewähren hat. Sie verweisst uns auf ihre Nachbarin, die auch Pferde habe. Die etwas reservierte Wirtin taut dann soweit auf, als sie unsere Pferde sieht, dass wir Weide, Strom, Wasser und Heu bekommen. Nach Kraftfutter werde ich nach der Dusche ihren Gatten fragen. Der ist vielleicht etwas weniger gestresst.
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